Zitat des Tages.

Juli 2, 2010

Zum Thema Tempelsklaven der Sumerer.

„Hierbei handelte es sich zum Teil um gekauftes oder als Kriegsbeute verschlepptes Personal. Das Bild, das wir von ihrer Lage gewinnen, ähnelt in vielem mehr dem von modernen Lohnabhängigen, als etwas von amerikanischen Sklaven im 19. Jh.“

Selz (2005): Sumerer und Akkader.

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Zitate des Tages.

November 13, 2009

„[…] wird es nicht verstehende Menschen geben, bevor sie gehört und nachdem sie gehört haben […]“

„[…] Weisheit ist Wahrhaftiges sagen und handeln der Natur gemäß, auf sie hinhorchend.“

„[…] Eines [ist] alles […]. “

„Gleich wie ein Kehrichthaufen aufs Geratewohl hingeschüttet ist die schönste [und beste] Welt.“

„Bei einem Fluß ist es nicht möglich zweimal hineinzusteigen in denselben – auch nicht ein sterbliches Wesen zweimal zu berührern und zu fassen im gleichen Zustand – es zerfließt und wieder strömt es zusammen und kommt her und geht fort.“ (= Alles fließt.)

„Überall Zusammenhänge, Verbindungen, fließende Übergänge!“

„Bildung ist zweite Sonne denen, die erzogen sind.“

„Die da Gold suchen, viel Erde schaufeln sie auf und finden gar wenig.“

„Die Menschen erwartet, wenn sie gestorben sind, was sie weder erhoffen noch wähnen.“

– Heraklit (540/535  – 483/475 v. chr.)


Zitat des Tages

Mai 31, 2009

„Vernunft macht zu wenig Vergnügen, als dass unsere Vergnügungen nicht unvernünftig wären.“

– H. Böhme (2006)


Zitat des Tages

Dezember 6, 2008

„Die Fähigkeit, eine Pfeife vom Bild einer Pfeife zu unterscheiden ist weit verbreitet.

Wer Cybersex mit Liebe verwechselt, ist reif für die Psychatrie.

[…]

Das Zahnweh ist nicht virtuell.

[…]

Doch doch, es gibt ein Leben diesseits der digitalen Welt: das einzige, das wir haben.“

– H.M. Enzensberger: Nomaden im Regal (2003)


Zitate des Tages

November 11, 2008

„Er stellte sich die Menschen so vor, wie sie tatsächlich sind, nämlich als Würmchen, die sich auf einem winzigen Häufchen Schmutz gegenseitig verschlingen. Diese lebendige Vorstellung ließ ihn sein Mißgeschick vergessen, weil sie ihn die Nichtigkeit der eigenen Existenz [..] erkennen ließ.“

„zwei Unglückliche [..] sind wie zwei schwache Stämmchen, die sich gegenseitig stützen, um dem Sturm standhalten zu können.“

– Voltaire: Zadig oder Das Schicksal (1748)


Zitate des Tages: Die Anfänge des Sozialismus

September 25, 2008

Diesmal etwas längere Zitate, die gleichzeitig etwas älter sind, nämlich fast 500 Jahre, doch immer noch höchst aktuell.

Der Staat Utopien, „wo es kein Privateigentum gibt, [dort] kümmert man sich ernstlich nur um das Interesse der Allgemeinheit.“

In „Utopien, wo alles allen gehört, ist jeder ohne Zweifel fest davon überzeugt, daß niemand etwas für seinen Privatbedarf vermissen wird, sofern nur dafür gesorgt wird, daß die staatlichen Speicher gefüllt sind. Denn hier werden die Güter reichlich verteilt, und es gibt keine Arme und keine Bettler, und obgleich niemand etwas besitzt, sind doch alle reich.“

„Oder ist das etwa Gerechtigkeit, wenn jeder beliebige Edelmann oder Goldschmied oder Wucherer […], die entweder überhaupt nichts tun, oder deren Tätigkeit […] nicht dringend notwendig ist, ein prächtiges […] Leben führen darf auf Grund eines Verdienstes, den ihn sein Nichtstun oder seine überflüssige Tätigkeit einbringt, während zu gleicher Zeit der Tagelöhner, der Fuhrmann, der Schmied und der Bauer mit seiner harten und ununterbrochenen Arbeit, wie sie kaum ein Zugtier aushalten würde, die aber so unentbehrlich ist, daß ohne sie kein Gemeinwesen auch nicht ein Jahr bloß auskommen könnte, […] ein so elendes Leben führt, daß einem die Lage des Zugochsen weit besser vorkommen könnte, weil sie nicht so dauernd arbeiten müssen, weil ihre Nahrung nicht viel schlechter ist und ihnen sogar besser schmeckt und weil sie bei alledem wegen der Zukunft keine Angst zu haben brauchen.“

Ist das nicht eine ungerechte […] Gesellschaft, die [den] Leuten dieser Art, die weiter nichts als […] Schmarotzer sind […], in so verschwenderischer Weise ihre Gunst bezeugt, die dagegen für die Bauern, Köhler, Tagelöhner, Fuhrleute und Schmiede, ohne die überhaupt kein Staat bestehen könnte, in keinerlei Weise sorgt?“

„Was soll man gar noch dazu sagen, daß die Reichen Tag für Tag von allem täglichen Verdienst der Armen nicht nur durch privaten Betrug, sondern sogar auf Grund staatlicher Gesetze etwas abzwacken?“

„Wer weiß nämlich nicht, daß Betrug, Diebstahl, […] mit der Beseitigung des Geldes absterben müssen und daß außerdem Furcht, Unruhe, Sorge, Anstrengungen […] wie das Geld verschwinden werden?“

– Thomas Morus: Utopia (1516)


Zitate des Tages

September 17, 2008

„Nicht jene Frau, die sich nie in die Gefahr begeben hat, verführt zu werden, besitzt die sicherste Tugend, sondern die, die ihrer selbst dermaßen sicher ist, daß sie sich allen Versuchungen ohne Befürchtung aussetzen kann.“
“Durch diese grausame Prüfung sehe ich endlich ein, daß man die Frauen niemals nach ihrer heuchlerischen Maske einschätzen und beurteilen soll.“

– Marquis de Sade, Die Prüde oder Die unerwartete Begegnung (ca. 1787)