Zitate des Tages.

Januar 9, 2011

Aus einer Folge „Indiana Jones“.

Indy 1917 in Prag im Auftrag des französischen Geheimdienstes: Warten sie einen Telefonanruf ab.

Nach einer Inspektion der Wohnung:

Indy: „Ich habe kein Telefon?!“

Kontaktmann: „Das ist schlecht, sie müssen zum Fernmeldeamt.“

Dort, Rezeption:

Indy: „Ich brauche ein Telefon.“

Rezeptionist: „Ah, Installation. Oben rechts. Vergessen sie ihr Formular nicht.“

Dort:

Sachbearbeiter: „Was für ein Telefon möchten sie?“

Indy: „So eines wie mir weggenommen wurde.“

Sachbearbeiter: „Wir sind hier nur für die Neuinstallationen. Sie haben schon ein Telefon? Dann müssen sie in die Abteilung für Wiederanschlüsse, 2. Stock. – Vergessen sie niemals ihr Formular!“

Dort:

Sachbearbeiter: „“Was für ein Telefon haben sie?“

Indy: „Aber ich habe doch keines!“

Sachbearbeiter: „Dann haben sie nichts, dass wir anschließen können? Dann brauchen sie erstmal ein Telefon. Die Telefon-Ausbau-Abteilung. Einen Stock höher. – Vergessen sie niemals ihr Formular!“

Dort:

„Wenn wir ein Telefon ausgebaut hätten, gäbe es ein Bestätigungsformular. Ohne Formular ist es Diebstahl. Wenn ihr Telefon gestohlen wurde, können wir ihnen sofort ein neues geben. Gehen sie mit dem Formular zur Polizei, dann zur Versicherung, dann wieder hierher, dann zu Wiederanschlüssen. Was könnte einfacher sein? – Vergessen sie niemals ihr Formular!“

Das Formular weht davon.

Nachdem er durch die halbe Stadt ist & es am Ende wieder hat, zur Polizei.

Dort:

Rezeptionist: „Natürlich, füllen sie das Formular aus.“

Indy füllt gut 5m Formular aus.

Rezeptionist: „Sehr gut. Nur leider Tschechisch. Wir sind in Österreich. Machen sie es nochmal auf Deutsch.“

Danach: Indy wird ergriffen und in den Verhörraum gebracht.

Er wird verhört. Dunkel, Licht ins Gesicht, Männer mit Gummihandschuhen.

Polizisten: „Gestehen sie! Alles! Unterschreiben sie!“

Indy: „Aber ich brauche nur einen Stempel für das Fernmeldeamt!“

Polizisten: „Gut, das war’s. – Der Nächste!“

Indy wird zum Gericht gebracht.

Richter: „Schuldig oder nicht schuldig?“

Indy: „Gar nichts. Ich wollte nur ein Telefon!“

Richter: „Jeder von uns ist irgendwie schuldig!“

Anwalt: „Sie werden angeklagt gegen Art. 1.1.4 des SGB verstoßen zu haben. Mit dem alle österreichischen Bürger vertraut sind.“

Richter: „Schuldig!“ (Er zeigt das Formular als Beweis.)

Indy wird ins Gefängnis gebracht.

Gespräch mit Wärter: „Wollen sie sagen, dass sie aufgrund eines Irrtums hier sind? – Füllen sie das Irrtums-Formular aus!“

In die Abteilung für Irrtümer.

Sachbearbeiter: „Alles in Ordnung. Sie dürfen gehen. Nehmen sie das Formular.“

In die Eingangshalle der Polizei.

Rezeptionist: „Dort geht’s hinaus.“

Indy: „Bekomme ich noch einen Stempel?“

Rezeptionist: „Hier, bitte.“

Zur Versicherung.

Sachbearbeiterin: „Füllen sie erst Formular 27a aus!“

Er sucht jetzt bei jedem Sachbearbeiter, keiner hat es.

Sachbearbeiter: „1. Stock!“

Dort:

Sachbearbeiter: „Es gibt kein 27a mehr, nur noch 27b“

Indy schreit vor Wut rum.

Sachbearbeiter: „Sie sind hier leider falsch, ich bearbeite Industrieunfälle. Sollen wir versuchen das Problem gemeinsam zu lösen? Bürokratie kann schon schrecklich sein. Mein Name ist Kafka, Franz Kafka.“ – „Formular 27b ist eine Rarität. Es hat nur einer. Er ist – anonym. Er arbeitet irgendwo hier. „

In total überfüllten Raum.

Nachdem sie ihn gefunden haben.

Sachbearbeiter: „Ich habe alle 27b, die existieren. Ich kann ihnen leider keines geben. Der Schlüssel zum Schrank ist weg.“

Kafka: „Holen wir den Hausmeister.“

Sachbearbeiter: „Der Hausmeister kommt nur, wenn man 31c ausfüllt. 31c ist hier im Schrank.“

Kafka: „Wenn der Hausmeister nicht zum Schrank kommt, bringen wir den Schrank zum Hausmeister.“

In den Keller.

Nachdem sie mit dem Schrank im Flur alles kaputt gemacht haben, weil gerade renoviert wurde, explodiert auch noch der Schrank, als er runterfällt. – Formular 27b gefunden. Indy bekommt seinen Stempel.

Im Fernmeldeamt: „Es wird um 9.00 eingebaut.“

Indy: „Sicher? Ich bekomme einen Anruf um 12.00!“

Nächster Morgen. Es ist 11.00

Indy zum Kontaktmann: „Das Telefon ist noch nicht da.“

Es klopft.

Installateur: „Wir sollen ihr Telefon installieren.“

Danach, Indy: „Sie müssen es noch anschließen!“

Installateur: „Wir sind Installateure, keine Anschließer. Die kommen in ein paar Wochen.“

Indy will es selber anschließen. Zieht Kabel aus Wand, zerstört dabei Einrichtung, erwürgt fast seinen Kontaktmann.

Kontaktmann: „Das war das Elektrokabel!“

Indy nimmt das Telefonkabel. Legt es aufs Fensterbrett, läuft aus dem Haus, holt eine Leiter, klettert den Telefonmast rauf. – Geht nicht. – Er läuft mit Leiter in Wohnung, legt sie vom Fenster auf den Mast, kletter rüber, macht dabei Mast kaputt, hängt an kaputter Leiter am Mast. Greift das Kabel. Zu kurz, es reißt. – Er zieht den Mast in die Wohnung rein. Schließt Kabel an.

12.00 Uhr

Die ganze Zeit über hatten Soldaten eine Kanone die Burg hoch gebracht. Die löst sich nun & rollt die Hügel runter. Gegen den Mast, woran wieder Indy hängt. Das Telefon auch.

Es klingelt. Indy nimmt ab.

Auftraggeber: „Fahren sie nach Berlin, Friedrichstr 181. Dort lassen sie sofort ein Telefon installieren. Nichts einfacher als das.“


Zitate des Tages

September 16, 2010

Data: „Im übrigen haben wir herausgefunden, dass dieser Lutan seine Macht durch etwas errungen hat, das man einen Coup d’Etat nennt. Ein Wort aus der obskuren Sprache Französisch. Coup d’Etat ist…“
Picard unterbricht ihn etwas genervt
Picard: „Mr. Data, auf der Erde war die französische Sprache lange Zeit ein Zeichen für Zivilisation.“
Data: „Ach tatsächlich? Erlauben Sie Sir, ich äh…“
Riker unterbricht ihn mit breitem Schmunzeln im Gesicht
Riker: „Lassen Sie lieber dieses Thema Mr. Data“
Picard schaut grimmig drein, der Rest der Crew grinst.

La Forge: „Rasieren ist eine Lieblingsbeschäftigung der Männer, da geht es nicht nur um die Perfektion, sondern eben auch um die Beschäftigung!“
Data: „Schwierigkeiten habe ich mit dem Humor; ein Chinese sagt zu dem Anderen: ‚Ich bin Floh…'“
La Forge versucht zu flüchten
La Forge: „Nein, nicht schon wieder“
Data stellt sich ihm in den Weg
Data: „…darauf sagt der Andere zu ihm: ‚Du bist kein Floh, du bist ein Mensch mein Fleund.‘ Darauf sagt der Erste: ‚Doch ich bin sehl, sehl floh und dalübel solltest du dich fleuen, mein Fleund!“
La Forge schüttelt den Kopf
La Forge: „Das ist ein ganz blöder Witz. Und außerdem haben Sie ihn nicht gut erzählt.“
Data: „Wie erkennt man, ob etwas witzig ist?“
La Forge: „Das kann ich nicht erklären, Data, das weiß man.“
Data: „Vielleicht liegt es auch an Ihnen, Geordi. Einschließlich dieses letzten Witzes habe ich Ihnen 662 Witze erzählt!“
Geordi beginnt zu lachen
Data: „…und Sie haben nie…“
La Forge: „662 Witze – seh’n Sie, das ist witzig!“
Data ist verwirrt: „Das ist aber gar kein Witz…“
La Forge lacht noch immer
Data: „…das ist eine Information.“
La Forge: „Endlich sind Sie witzig“

  • Ferengi: Sie schämen sich nicht die Körper ihrer Frauen mit Kleidung zu verhüllen.
    Ferengi: Damit sollen die Männer gereizt werden, sie wieder zu enthüllen. Pervers!

– Star Trek: TNG


Zitate des Tages

September 4, 2010
Spock zu Leila, nachdem sie seiner Frage nach dem Geheimnis der Kolonie ausgewichen ist
Spock: „Die Kunst der Frauen auf Fragen nicht direkt zu antworten, habe ich nie verstanden.“
Kirk fordert Spock auf, Bericht zu erstatten
Spock: „Ich habe keinen Bock, Jim.“

– Star Trek


Zitate des Tages

November 11, 2008

„Er stellte sich die Menschen so vor, wie sie tatsächlich sind, nämlich als Würmchen, die sich auf einem winzigen Häufchen Schmutz gegenseitig verschlingen. Diese lebendige Vorstellung ließ ihn sein Mißgeschick vergessen, weil sie ihn die Nichtigkeit der eigenen Existenz [..] erkennen ließ.“

„zwei Unglückliche [..] sind wie zwei schwache Stämmchen, die sich gegenseitig stützen, um dem Sturm standhalten zu können.“

– Voltaire: Zadig oder Das Schicksal (1748)


Zitate des Tages: Die Anfänge des Sozialismus

September 25, 2008

Diesmal etwas längere Zitate, die gleichzeitig etwas älter sind, nämlich fast 500 Jahre, doch immer noch höchst aktuell.

Der Staat Utopien, „wo es kein Privateigentum gibt, [dort] kümmert man sich ernstlich nur um das Interesse der Allgemeinheit.“

In „Utopien, wo alles allen gehört, ist jeder ohne Zweifel fest davon überzeugt, daß niemand etwas für seinen Privatbedarf vermissen wird, sofern nur dafür gesorgt wird, daß die staatlichen Speicher gefüllt sind. Denn hier werden die Güter reichlich verteilt, und es gibt keine Arme und keine Bettler, und obgleich niemand etwas besitzt, sind doch alle reich.“

„Oder ist das etwa Gerechtigkeit, wenn jeder beliebige Edelmann oder Goldschmied oder Wucherer […], die entweder überhaupt nichts tun, oder deren Tätigkeit […] nicht dringend notwendig ist, ein prächtiges […] Leben führen darf auf Grund eines Verdienstes, den ihn sein Nichtstun oder seine überflüssige Tätigkeit einbringt, während zu gleicher Zeit der Tagelöhner, der Fuhrmann, der Schmied und der Bauer mit seiner harten und ununterbrochenen Arbeit, wie sie kaum ein Zugtier aushalten würde, die aber so unentbehrlich ist, daß ohne sie kein Gemeinwesen auch nicht ein Jahr bloß auskommen könnte, […] ein so elendes Leben führt, daß einem die Lage des Zugochsen weit besser vorkommen könnte, weil sie nicht so dauernd arbeiten müssen, weil ihre Nahrung nicht viel schlechter ist und ihnen sogar besser schmeckt und weil sie bei alledem wegen der Zukunft keine Angst zu haben brauchen.“

Ist das nicht eine ungerechte […] Gesellschaft, die [den] Leuten dieser Art, die weiter nichts als […] Schmarotzer sind […], in so verschwenderischer Weise ihre Gunst bezeugt, die dagegen für die Bauern, Köhler, Tagelöhner, Fuhrleute und Schmiede, ohne die überhaupt kein Staat bestehen könnte, in keinerlei Weise sorgt?“

„Was soll man gar noch dazu sagen, daß die Reichen Tag für Tag von allem täglichen Verdienst der Armen nicht nur durch privaten Betrug, sondern sogar auf Grund staatlicher Gesetze etwas abzwacken?“

„Wer weiß nämlich nicht, daß Betrug, Diebstahl, […] mit der Beseitigung des Geldes absterben müssen und daß außerdem Furcht, Unruhe, Sorge, Anstrengungen […] wie das Geld verschwinden werden?“

– Thomas Morus: Utopia (1516)