Der Drache und die Menschen

Januar 23, 2012

Ein Drache einst in die Welt auszog,
über seine Absicht die Eltern belog,
denn er hatte nur freudig gedacht
was ihn alles noch würd erwarten an Pracht
in der Welt, die da lag unbekannt
immer nur an seines dürft’gen Wissens Rand.

Bald schon sah er eine große Stadt
und er vom Reisen schon gar fürchterlich matt,
aber die Bürger waren nicht nett,
wollten ihm nicht bieten ein warmes Bett
und schickten den Ritter, den kühnen;
für Menschens Dummheit der Drache musst‘ sühnen.


Grundbegriffe der Philosophie Nietzsches.

September 28, 2010

Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) war klassischer Philologe und vor allem Philosoph bis zu seinen letzten Jahren im Wahnsinn. Bekannt ist er für seine Kritiken an Kultur, Moral, Religion, Wissenschaft und Kunst und für von ihm geformte Begriffe wie den Übermenschen und dem Willen zur Macht. Besonders ersteres wurde aber auch von Ideologien wie dem Nationalsozialismus benutzt und verfälscht.1

Dieser Abhandlung nun soll Nietzsches Philosophie in Grundzügen vorstellen sowie einige wichtige Grundbegriffe erläutern: Das Begriffspaar des Apollinisch-Dionysischen als Grundlage des Künstlers und Menschen, seine Möglichkeit zur Befreiung von sich selbst; der Übermensch als Ziel der Menschengattung; die asketischen Ideale als hindernde Krankheit des Menschen; der Leib als das, was zum Übermenschen drängt; die Natur als lebende Kultur; der Wille zur Macht als Wille zum Übermenschen; sowie die Ewige Wiederkehr des gleichen.

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Das Ganze als Buch.


Zitat des Tages

September 19, 2010

Data: Mmh vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Picard: Das ist sicher keine wissenschaftliche Antwort, Commander.
Data: Captain, es gibt eine grundlegende und sehr wertvolle Aussage in der Wissenschaft. Sie ist ein Zeichen von Weisheit und lautet: Ich weiss es nicht. Ich kann nur sagen: Ich weiss nicht, was das ist, Sir.

– Star Trek TNG.


Zitate des Tages

September 3, 2008

alle von:

Thomas Hobbes: Leviathan (1651)

„Lerne dich selbst kennen“:

„die Gesinnungen und Leidenschaften der Menschen, so verschiedenen sie auch immer sein mögen, haben dennoch eine so große Ähnlichkeit untereinander, daß jeder, sobald er über sich nachdenkt und findet, wie und aus welchen Gründen er selbst handelt […] auch anderen Menschen Gesinnungen und Leidenschaften kennenlernt.“

Wissen: „wer sich dabei nur auf andereverläßt, deren Urteil blindlings annimmt und nicht aus einzelnen Begriffen selbst entwickelt, der tut soviel als nichts, er weiß nichts, sondern glaubt nur.“

Macht ist „jede solche Eigenschaft, welche viel Liebe oder viel Furcht erweckt, ja schon den bloßen Ruf einer solchen Eigenschaft, ist Macht, weil uns dadurch viel Hilfe und Dienste verschafft werden.“

„Es mag jeder seinen eigenen Wert so hoch annehmen, wie er will; wirklich bestimmt wird er nur durch das Urteil anderer.“

der Naturzustand: „Hieraus ergibt sich, daß ohne eine einschränkende Macht der Zustand der Menschen ein solcher sei, […] nämlich ein Krieg aller gegen alle.“

„Freiheit begrift ihrer ursprünglichen Bedeutung nach die Abwesenheit aller äußeren Hindernisse in sich.“