Aphorismus 51: Die Welt

November 3, 2013

Die Welt besteht aus Widersprüchen.


Das Kind und seine Mutter

Oktober 28, 2012

Einst ein Kind die Stadt durchstriff
sucht nach Mutter: wo ist sie?
ging verlorn dem kleinen Griff
Wohin es soll, es nicht weiß.

Nur ein Spielzeug kaufen die
beiden wollten für das Kind
dann die Mutter: wo ist sie?
Plötzlich sie ist nicht mehr da.

Nun das Kind ist selbst verlorn
Stadt und Massen schlucken es
Alle handeln wie verschworn
Keiner hilft dem kleinen Kind


Am Ende aller Tage

Oktober 26, 2012

Am Ende aller Tage
verkündet man die Frage
voll Ach und Leid und Klage
der ganzen Menschenplage
was sie geleistet hat auf Erden,
was sie verbrochen hat auf Erden,
was sie vernichtet hat auf Erden
und alle falsch getan auf Erden.

Doch Menschheit ist Dümmlichkeit
und niemals diese Menschenheit
erkennet ihre Fehlbarkeit,
verbleiben alter Narrenheit,
erkennen nicht was sie getötet,
erkennen nicht was sie zerstöret,
für immer in der Welt vernichtet,
ersetzt durch Künstlichkeit und Leere


Der Wicht und sein Plan

Januar 18, 2012

Es war einmal ein kleiner Wicht,
der mochte diese unsre Welt nicht,
sich drum fragt wie es ohne ihn wär,
denn teilnehmen wollte er nicht mehr.

Er schmiedete einen guten Plan,
doch war es damit noch nicht getan,
denn ausführen musste er ihn noch,
bevor er fiele ins dunkle Loch.

Des finstren Morgens ging er ans Werk,
dieser unsre kleine arme Zwerg,
doch war diesmal nicht pünktlich die Bahn,
und hin war schließlich sein ganzer Plan.


Der Staatsbeamte und die Welt

Januar 11, 2012

Ein Staatsbeamter zog einst aus,
ganz allein, ohne Mann und Maus,
zu retten die Welt und Vater Staat,
denn dies war die heutige gute Tat,
doch begegnete dem bösen Wirtschaftsmann
und unterlag leider dessen teuflischen Bann,
was der Welt keine Rettung, noch Wohlfahrt wird bringen,
will auch niemand den bösen Wirtschaftsmann bezwingen.


O Halle

Dezember 27, 2011

Halle,
o schönste Stadt der Welt,
begrüßt mit Teer und Beton,
Stahl und Glas,
Gestank und Schmutz.

Halle,
o Perle dieser Erde,
warst Heimat der Genies,
Geschichte und Macht
Burgen und Musik.

Halle,
o Glanz des ganzen Landes,
was ist aus dieser geworden?
Vergangen und verbraucht,
verschmutzt und vergessen.


Die verlorene Tugend

Juli 24, 2009

Einst war ich ein reines Kind,
brav und tugendhaft wie nichts.
Doch dann kam die böse Welt;
mir Böses zeigte – antat,
bis die Tugend dann verging.

Heut‘ bin ich ein altes Rind,
das alle Welt hasst wie nichts.
Das Leben mir wurd‘ vergällt,
bis an den Rand ich – rantrat
und mich nichts und niemand fing.


Die Lehren des Epikur. Eine Zusammenfassung.

Februar 27, 2009

Epikur (ca. 341 – 271/270 v. Chr.) war griechischer Philosoph und Begründer einer eigenen philosophischen Strömung, sah sich jedoch ursprünglich vor allem dem Atomismus Demokrits verpflichtet. Seine Schule war ein Gegenstück zur Stoa und hielt sich bis etwa ins 3. Jahrhundert. Leider sind kaum Schriftstücke von ihm selber überliefert.1

Dieser Artikel möchte das, was bekannt ist, zusammenfassen auf eine hoffentlich verständliche Art.


Geht es uns wirklich immer besser?

Januar 5, 2009

Eine Antwort auf H. M. Enzensbergers Theorie der ständigen Verbesserung von 2001.

Ja, sicher, der Menschheit geht es wohl immer besser. Anästhesien, Selbstentfaltung, erhöhte Lebenserwartung, selbst bessere Bedingungen in Entwicklungsländern.

Schon und gut. Doch wird es ewig weitersteigen? Wie soviele Beispiele gezeigt haben, lässt es sich nicht ewig weiter steigern. Jedes große Imperium ist irgendwann zusammengebrochen um dann sein dunkles Zeitalter zu erleben. So war eins der Argumente von Enzensberger, dass unsere persönlichen Daten besser geschützt werden. Gerade das allein schlägt doch schon um ins Gegenteil: wir werden immer mehr überwacht und ausspioniert.

Immer wenn ein Höhepunkt erreicht wurde, konnte es nur noch abwärts gehen. Dies soll jetzt nicht so marxistisch klingen, wie es vielleicht anmutet. Vermutlich wird der Kapitalismus wirklich alles überleben. Doch muss die Zukunft deshalb für uns besser sein? In einem anderen Essay wies Enzensberger auf den neuen Luxus der freien Zeit hin und den Druck der Moderne, stets schnell und innovativ sein zu müssen. Genau das ist doch bereits keine Verbesserung mehr. Selbstverwirklichung mag da sein, doch bringt es auch Nachteile mit sich. Lasst es uns realistisch betrachten: es gibt und schlechtes. Und in einigen Bereichen war uns schon die Antike überlegen. Fortschritte bringen stets Pro und Contra mit sich.pressionen und Orientierungslosigkeit sind ein weiteres Zeichen der Zeit.

Nein, ich will nun keiner der von Enzensberger angegriffenen Pessimisten sein, doch auch kein strikter Optimist wie er. Lasst es uns realistisch betrachten: es gibt und schlechtes. Und in einigen Bereichen war uns schon die Antike überlegen. Fortschritte bringen stets Pro und Contra mit sich.

Referenzen:

Enzensberger, Hans Magnus: Über die unaufhaltsame Verbesserung der Welt. In: Nomaden im Regal. Frankfurt: Suhrkamp 2003, S. 154ff.


Die Welt

Juli 29, 2008

Ich

Seh hier

Sie in mir

Das Tor zur Welt

Erkennen