Die verlorene Tugend

Juli 24, 2009

Einst war ich ein reines Kind,
brav und tugendhaft wie nichts.
Doch dann kam die böse Welt;
mir Böses zeigte – antat,
bis die Tugend dann verging.

Heut‘ bin ich ein altes Rind,
das alle Welt hasst wie nichts.
Das Leben mir wurd‘ vergällt,
bis an den Rand ich – rantrat
und mich nichts und niemand fing.


Die Lehren des Epikur. Eine Zusammenfassung.

Februar 27, 2009

Epikur (ca. 341 – 271/270 v. Chr.) war griechischer Philosoph und Begründer einer eigenen philosophischen Strömung, sah sich jedoch ursprünglich vor allem dem Atomismus Demokrits verpflichtet. Seine Schule war ein Gegenstück zur Stoa und hielt sich bis etwa ins 3. Jahrhundert. Leider sind kaum Schriftstücke von ihm selber überliefert.1

Dieser Artikel möchte das, was bekannt ist, zusammenfassen auf eine hoffentlich verständliche Art.


Geht es uns wirklich immer besser?

Januar 5, 2009

Eine Antwort auf H. M. Enzensbergers Theorie der ständigen Verbesserung von 2001.

Ja, sicher, der Menschheit geht es wohl immer besser. Anästhesien, Selbstentfaltung, erhöhte Lebenserwartung, selbst bessere Bedingungen in Entwicklungsländern.

Schon und gut. Doch wird es ewig weitersteigen? Wie soviele Beispiele gezeigt haben, lässt es sich nicht ewig weiter steigern. Jedes große Imperium ist irgendwann zusammengebrochen um dann sein dunkles Zeitalter zu erleben. So war eins der Argumente von Enzensberger, dass unsere persönlichen Daten besser geschützt werden. Gerade das allein schlägt doch schon um ins Gegenteil: wir werden immer mehr überwacht und ausspioniert.

Immer wenn ein Höhepunkt erreicht wurde, konnte es nur noch abwärts gehen. Dies soll jetzt nicht so marxistisch klingen, wie es vielleicht anmutet. Vermutlich wird der Kapitalismus wirklich alles überleben. Doch muss die Zukunft deshalb für uns besser sein? In einem anderen Essay wies Enzensberger auf den neuen Luxus der freien Zeit hin und den Druck der Moderne, stets schnell und innovativ sein zu müssen. Genau das ist doch bereits keine Verbesserung mehr. Selbstverwirklichung mag da sein, doch bringt es auch Nachteile mit sich. Lasst es uns realistisch betrachten: es gibt und schlechtes. Und in einigen Bereichen war uns schon die Antike überlegen. Fortschritte bringen stets Pro und Contra mit sich.pressionen und Orientierungslosigkeit sind ein weiteres Zeichen der Zeit.

Nein, ich will nun keiner der von Enzensberger angegriffenen Pessimisten sein, doch auch kein strikter Optimist wie er. Lasst es uns realistisch betrachten: es gibt und schlechtes. Und in einigen Bereichen war uns schon die Antike überlegen. Fortschritte bringen stets Pro und Contra mit sich.

Referenzen:

Enzensberger, Hans Magnus: Über die unaufhaltsame Verbesserung der Welt. In: Nomaden im Regal. Frankfurt: Suhrkamp 2003, S. 154ff.


Die Welt

Juli 29, 2008

Ich

Seh hier

Sie in mir

Das Tor zur Welt

Erkennen


Glaubensgrundsätze

Mai 17, 2008

gedanken über persönliche glaubensgrundsätze:

1. ich könnte niemals etwas verehren dass jmd anders erschaffen hat
– es ist nur besonders, wahr und liebenswert, was man selber (oder jmd der für einen quasi teil seines selbst ist) erschaffen hat
-> beispiele: religion; welten (fantasywelten u.ä.); geschichten
= ich habe meine eigenen „religiösen“ ansichten; meine welt ist für mich etwas besonderes, doch wie kann man die von anderen verehren? höchstens bewundern; geschichten, da gibt es immerhin wesentlich mehr bewundernswertes…

2. alle nicht-kreative tätigkeit ist sinnlose zeitverschwendung
-> aber: ich habe gelernt, dass es etwas entertainment leider nötig ist um von problemen abzulenken sowie aufzuheitern. ebenfalls ist manchmal nichts oder etwas anderes tun nötig um sich zu erholen

3. egal wie scheiße die menschen und die menschheit sind… ehrlichkeit, moral und gewissen sind unzerstörbar für mich

4. alle menschen sind austauschbar
– grund: wir sind nur eine biologische maschine, die immer nach dem gleichen muster aufgebaut ist. es gibt nur einen beschränkten baukasten für die natur, aus der sie die menschen zusammenstecken kann
-> achtet nur mal darauf wieviele menschen sich ähnlich sehen. wesentlich mehr ängstigt mich aber, dass viele auch die selben stimmen oder stimmmuster haben. andere beispiele: die begrenzten formen von musik oder kunst/literatur, die sich menschen ausdenken können. fing schon damals an, als alle überall pyramiden erbauten.
= niemand ist besonders
(ändert nichts daran, dass einige einem aber so erscheinen mögen)

5. wir sind unbedeutend
– wir sind ein zufälliger schmutzpartikel im universum, vergleichbar mit entstehendem leben in der dusche, allein und abseits von allem anderen
– es gibt keine seele
-> beachtet nur mal, dass es immer mehr menschen werden. wo sollen die alle hin?
= hilft aber auch nicht bei selbstmordgedanken