Niemals

April 11, 2014

Niemals wirst du wissen
wie sehr ich dich vermisse.
Niemals wirst du ahnen
wie oft ich an dich denke.

In jedem Menschen der vorbeigeht
glaube ich zuerst dich zu sehen.
An jedem Ort den ich besuche
erwarte ich zuerst dich zu sehen.

Niemals wirst du glauben
wie ich jede kommende Nacht
nicht vermag einzuschlafen
denke ich doch nur an dich.

Ich fürchte mich davor
dich jemals wieder zu sehen
und doch wünsche ich mir
nichts mehr als dies Geschehen.

Niemals sollte man meinen
für das Geschehene jemanden
so zu verachten und doch
so zu vermissen zu können.

Niemals wirst du wissen
Niemals wirst du ahnen
Niemals wirst du glauben
Niemals.

Niemals scheint es zu werden
dass ich dich vergesse
nicht mehr wissen wie du aussiehst
nicht mehr wissen wie du warst.

Wenn jeder freie Gedanke
gilt nur dir
wie soll man dich dann
schon vergessen.

Und wenn es schmerzt
Und wenn es wach hält
Will es nicht vergehen
Will es nicht verheilen.

Niemals wirst du wissen
Niemals wirst du ahnen
Niemals wirst du glauben
Niemals.


Endlos Schwarz und Weiß

November 17, 2013

Jeder neue Tag, jeder neue Frage: Wann mag es zu Ende sein?
Das Aufstehen. das nicht-aufstehen-wollen. Das Niedersinken und weiterschlafen. Tabletten nehmen. Zum schlafen?
Den Tag ziehen lassen.
Die Mittagssonne neigt sich dem Ende.
Vielleicht doch mal aufstehen.
Schwindel, Übelkeit, der Wunsch nach dem Strick.
Wartet ein Termin? Folgt man ihm?
Mit dem Schal ins Bett, weg mit dem Gefühl.
Aufstehen an den PC, Nachrichten warten.
Den Kopf an die Wand, das Gesicht ins Kissen. Weinend.
Die Arbeit vollenden, stolz auf vollbrachtes.
Eine Tablette nur noch, weiter vergessen.
Raus aus dem Haus, Freude über den Weg. Nimm nicht jeden so wichtig.
Warum meldet sich niemand? Ist man wirklich so egal?
Durch die Menschenmenge, der Ärger gibt Kraft. Weg mit euch.
Verzweifelt den Kopf an die Scheibe, so allein.
Da, jemand neues. Was mag es wohl sein?
Was willst du? Warum gehst du nicht? Wunsch allein zu sein.
Froh über Gesellschaft. Wie lange wohl noch?
Nein, niemals allein. Alles, nur das nicht. Verzweiflung.
Ablenkung ist immer gut.
Langeweile, nach Hause ins Bett? Verkriechen für immer?
Spaß zu beobachten. Schön ist es hier.
Der Weg hinab ist lang. Ein Sprung vielleicht?
Die Wand anmalen. Austoben. Aufräumen. Sport und Aktivität. Musizieren und tanzen.
Betäubung des Gefühls. Doch gelingt es nicht.
Schlag mit dem Stab. Weinend in der Ecke.
Liebe. Hoffnung. Zärtlichkeit. Geborgenheit.
Schmerz. Verzweiflung. Angst. Einsamkeit.
Schreiben. Verlieren. Träumen. Erfinden.
Keine Lust. Keine Idee. Keine Kraft. Zuviele Gedanken.
Jeder neue Tag, jeder neue Frage: Wann mag es zu Ende sein?
Spät bis in die Nacht. Nicht schlafen zu müssen. Drogen so nah.
Oder doch die Tabletten, schlafen für immer?
Was soll man tun. Was ist richtig. Was wünscht man sich?
Fort mit dem Bösen. Leicht oder schwer? Angst vor dem Leichten. Keine Kraft für das schwere.
Leere.
Endlose Wiederholung.
Endlos Schwarz & Weiß.
Wo ist die Mitte?


Aphorismus 67: Der Literaturberuf

Oktober 10, 2013

Wenn Literatur zum Beruf erstarrt, ist sie keine Kunst mehr.


Aphorismus 111: Menschennähe

Oktober 8, 2013

Die meisten Krankheiten bekommt man von Menschen.


Aphorismus 109: Träume und Hoffnung

September 19, 2013


Träume geben uns Hoffnung
auf ein besseres Morgen,
doch Träume die zerstört werden
verletzen uns tief.
So träume kleine Träume
und hoffe kleine Hoffnungen
die Teil etwas größeren sind
um nicht zuviel auf einmal zu verlieren
aber möglicherweise viel zu gewinnen.


Zitat des Tages: Liebeslied

November 1, 2011

Alles Leuchtet
Dieser Tag
Zeigt sich heiter
Er umarmt mich
Lacht mich an
Es geht weiter
Alle sagen hab geduld
Deine Schmerzen werden gehen
Doch soweit ich blicken kann
Ist kein Trost für mich zu sehn

Denn das Loch in meinem Herzen
Sieht genau so aus wie du
Und mit keinem andren Deckel
Geht es je wieder zu
Geht es je wieder zu

Ich war formlos
Trieb dahin
Hab geschlafen
Ich war farblos
Bis wir uns endlich trafen
Erst mit dir bekam mein Herz
Seine Endgültige Form
Und seit du gegangen bist
hab ich soviel Blut verloren

Denn das Loch in meinem Herzen
Sieht genauso aus wie du
Und mit keinem andren Deckel
Geht es je wieder zu
Geht es je wieder zu

– Knorkator: Liebeslied

 


Die verlorene Tugend

Juli 24, 2009

Einst war ich ein reines Kind,
brav und tugendhaft wie nichts.
Doch dann kam die böse Welt;
mir Böses zeigte – antat,
bis die Tugend dann verging.

Heut‘ bin ich ein altes Rind,
das alle Welt hasst wie nichts.
Das Leben mir wurd‘ vergällt,
bis an den Rand ich – rantrat
und mich nichts und niemand fing.


Ich zahl’s euch heim

Juli 13, 2009

Einst war ich ein kleiner Wicht,
bis mir schien ein großes Licht.
Dieses Licht, das warst einst du,
bevor du branntest durch mit Lu.

Ihr risst mir das Herz heraus,
als ihr stahlet mir mein Haus.
Auch die Kinder nahmt ihr weg,
bin ich denn für euch nur noch Dreck?

Aber dann fiel mir was ein:
Hab‘ ja noch ein gutes Schwein!
Bin nicht wie ihr denkt nur hohl:
Ein Bauer werd ich jetzt, jawohl!

Dann bin ich bald furchtbar reich,
werde euer mächt’ger Scheich,
werde euch nichts abgeben;
seid bloß froh, wenn ihr dürft leben!