Charakter(typen) bei Platon und Aristoteles

August 18, 2010

Hier geht es um folgendes Thema:

Hier wollen wir untersuchen, was beide Autoren zum Charakter sagen. Der eigentliche Begriff (‘Prägung’) wurde erst von Aristoteles’ Schüler Theophrast definiert, doch auch Platon und Aristoteles beschrieben schon die Prägung eines Menschen, vor allem durch ihre Definitionen der Seele und deren Teile (Verstand, Emotionen, Trieb). Beide stellten aber auch einige Charakter-Archetypen auf.

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Aphorismus 81: Die neue Tugend

September 10, 2009

In der heutigen Zeit ist alles, was der Mensch begehrt, diesem viel einfacher und schneller zu beschaffen. Galt es einst doch als Tugend und Disziplin, etwas zu widerstehen, an das man eh nicht heran kam – was kann man da wohl heutzutage sagen? Drogen, Sex, Informationen – alles liegt in schneller Erreichbarkeit. Erst hier zeigt sich nun, wer wahrhaft tugendhaft ist und diesen leichten Verlockungen widerstehen kann. Dagegen waren die einstigen Tugenden doch einfach nur lächerlich.
Doch: lohnt es sich überhaupt tugendhaft zu sein? Nun, das ist eine wahrhaft andere und komplexere Frage.


Die verlorene Tugend

Juli 24, 2009

Einst war ich ein reines Kind,
brav und tugendhaft wie nichts.
Doch dann kam die böse Welt;
mir Böses zeigte – antat,
bis die Tugend dann verging.

Heut‘ bin ich ein altes Rind,
das alle Welt hasst wie nichts.
Das Leben mir wurd‘ vergällt,
bis an den Rand ich – rantrat
und mich nichts und niemand fing.


Aristoteles über die Arten der Freundschaft

Januar 1, 2009

Aristoteles (384 – 322 v.Chr.) war Philosoph, Schüler des Platon und Lehrer von Alexander dem Großen. Im Gegensatz zu seinem Lehrer Platon suchte er nicht das Ideal in der Philosophie, sondern beschrieb das konkret Beobachtete, schrieb nicht in Dialogen sondern in präzisen Abhandlungen. Damit wurde er im Mittelalter nach seiner Wiederentdeckung Ideengeber für den aufkommenden Empirismus. In seiner Nikomachischen Ethik, einer seiner Ethik-Abhandlungen, beschreibt er, wie der Mensch glücklich wird und ein glückseliges Leben führen kann. Dazu muss der Mensch tugendhaft sein und eine dieser Tugenden ist nun die Freundschaft.

Aristoteles’ Aussagen über die Freundschaft sollen in diesem Artikel gesammelt präsentiert werden. Leider wiederholte sich Aristoteles in seinen Schriften ständig, weshalb hier nur das Essentielle herauskristallisiert werden soll. Insofern wird sich auch die Reihenfolge ändern. Während Aristoteles zunächst die Arten der Freundschaft definierte und dann immer wieder einzelne Fragen aufwirft, deren Antworten sich auf die Arten beziehen, sollen hier die Arten mit ihren Attributen vorgestellt werden.


Die neue Tugend

Dezember 26, 2008

In der heutigen Zeit ist alles, was der Mensch begehrt, diesem viel einfacher und schneller zu beschaffen. Galt es einst doch als Tugend und Disziplin, etwas zu widerstehen, an das man eh nicht heran kam – was kann man da wohl heutzutage sagen? Drogen, Sex, Informationen – alles liegt in schneller Erreichbarkeit. Erst hier zeigt sich nun, wer wahrhaft tugendhaft ist und diesen leichten Verlockungen widerstehen kann. Dagegen waren die einstigen Tugenden doch einfach nur lächerlich.
Doch: lohnt es sich überhaupt tugendhaft zu sein? Nun, das ist eine wahrhaft andere und komplexere Frage.


Zitate des Tages

September 17, 2008

„Nicht jene Frau, die sich nie in die Gefahr begeben hat, verführt zu werden, besitzt die sicherste Tugend, sondern die, die ihrer selbst dermaßen sicher ist, daß sie sich allen Versuchungen ohne Befürchtung aussetzen kann.“
“Durch diese grausame Prüfung sehe ich endlich ein, daß man die Frauen niemals nach ihrer heuchlerischen Maske einschätzen und beurteilen soll.“

– Marquis de Sade, Die Prüde oder Die unerwartete Begegnung (ca. 1787)


Von alten und jungen Weiblein

Mai 17, 2008

„Zweierlei will der echte Mann: Gefahr und Spiel. Deshalb will er das Weib, als das gefährlichste Spielzeug. […]

Allzu süße Früchte – die mag der Krieger nicht. Darum mag er das Weib; bitter ist auch noch das süßeste Weib. […]

Im echten Manne ist ein Kind versteckt: das will spielen. Auf, ihr Frauen, so entdeckt mir doch das Kind im Manne! […]

Ein Spielzeug sei das Weib, rein und fein, dem Edelsteine gleich, bestrahlt von den Tugenden einer Welt, welche noch nicht da ist. […]

„Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht!““

F. Nietzsche: Also sprach Zarathustra