Zitat des Tages – Weil ich dir begegnet bin

Oktober 26, 2014

„Hi.“

„Hi.“

„Was ist passiert, Matthew?“

„Ich hab‘ vergeblich versucht die Stadt zu verlassen.“

„Wie meinst du das?“

„Dass ich zu viele Schlaftabletten geschluckt habe – oder zu wenige. Ganz wie man’s nimmt.“

„Darf ich fragen, warum du das getan hast?“

„Weil ich dir begegnet bin.“

 

– Mr. Morgan’s Last Love.


Zitat des Tages: River

Juli 30, 2014

Standing by the river, I wonder
Do I need a stone?
No
My heart is heavy enough
It will drag me down for sure

Standing by the river, I smile
Will I miss it all?
No
I’ll be glad to leave it behind
And never come back

Standing by the river, I close my eyes
One jump and I’m there
No
Someone jumped after me
He will never be my friend

Standing by the river, I’m thinking
Will I jump again?
No
Behind the closed doors
I have fallen in love with the razor

— Susan Ashworth – The Cat Lady


Der Wicht und sein Plan

Januar 18, 2012

Es war einmal ein kleiner Wicht,
der mochte diese unsre Welt nicht,
sich drum fragt wie es ohne ihn wär,
denn teilnehmen wollte er nicht mehr.

Er schmiedete einen guten Plan,
doch war es damit noch nicht getan,
denn ausführen musste er ihn noch,
bevor er fiele ins dunkle Loch.

Des finstren Morgens ging er ans Werk,
dieser unsre kleine arme Zwerg,
doch war diesmal nicht pünktlich die Bahn,
und hin war schließlich sein ganzer Plan.


Aus der Suchstatistik. Ein neuer Kommentar.

Januar 7, 2012

Die seltsamsten Suchbegriffe und Anfragen des letzten Jahres, die man unter den normalen finden kann.

 

„warum fiel das sumärische reich“

Noch harmlos, aber es war wohl das sumerische gemeint.

 

„kaltric soziale theorien“

Eigentlich habe ich doch noch gar keine aufgestellt. ;)

 

„herkunft der sumerer“

Das wüssten wir alle gerne.

 

„pulsadern aufschneiden anleitung“

Immer noch eine beliebte Möglichkeit herzufinden.

 

„frankozismen“

Habe ich davon hier welche? :)

 

„nietzsche strafe“

Nietzsche bestrafen oder wird eine Strafe im Sinne Nietzsches gesucht?

 

„in einer finstren dunklen nacht habe ich ihn umgebracht“

Muss man dazu was sagen? ;)

 

„sie verlor das gleichgewicht und fiel nach hinten in meine arme.“

Interessant zu erfahren.

 

„der kleinen philosophie reichte es wieder einmal – aber jetzt endgültig.“

:D

 

„andré schuchardt“

Tut mir leid, sie sind hier falsch; versuchen sie es bei jemand anderem.

 

„somerischegeschichte“

Und damit findet man her?

 

„ficken gedicht“

_Das_ ist auch ein Klassiker unter den Suchanfragen. Und tut mir leid, habe ich immer noch nicht.

 

„lied/ die straßen sind voller blut mit abgetrennten neger hände“

Bitte?!

 

„bunter vogel mit lautem, warnenden schrei“

Ich bin mir sicher, das nicht zu wissen…

 

„milchmäuse am zürichsee“

… *sprachlos*

 

„anleitug zum selbstmord pulsader aufschneiden“

Nein, immer noch nicht.

 

„die entführung | darkranger ficken geschichte“

Was?!

 

„bernhardiner und frau am ficken“

Muss ich noch was sagen?

 

„leiden-sehn tut wohl, leiden-machen noch wohler … ohne grausamkeit kein fest …“

 

„was ist f0 der sprache?“

Interessante Frage…

 

„andre schuchardt“

Ja, bitte?

 

„wofür wurde der tempelturm in babylonien genutzt in kurzform“

Äh – für Kult und Gottesdienst?

 

„opernsängerin“ fetischperformance“

Nein, dazu habe ich nichts gesagt…

 

„wieso muss man sich selbst verachten, um ein übermensch zu werden?“

Hmmmmm….

 

„deutsche ostkolonien“

Ostkolonien?

 

„black flirt user ignorieren“

:D

 

„alle männer denken immer nur an leistung, haben aber ein körperteil das nicht funktioniert sobald sie angst um ihre leistung haben.“

 

„abenteurerin vor 150 jahren allein“

Wie bitte?

 

„rükken fikken“

Also so allmählich..

 

„anna schulz ficken“

…wird es seltsam…

 

„pulsadern aufschneiden richtig“

…und sich wiederholend…

 

„epikur suizid“

…und nicht zusammen passend…

 

„ad-sites der kreditvergabe zwischen den individuen“

Was?

 

„bernhardiner fickt frau lesen“

 

Und da ab dieser Stelle nur noch die Anfragen kämen, die einzigartig sind und nicht von mehreren Personen getätigt worden, werden wir hier für heute enden.


Ich hätte gerne eine tödliche Krankheit

Juli 28, 2009

„Ich hätte gerne eine tödliche Krankheit“, sprach er.
Der Wasser des Flusses floss weiter, als hätte es ihn nicht gehört.
„Würden sie gerne wissen, wann sie zu sterben haben?“ fragte der Reporter.
95% antworteten mit Nein.
Warum nur wollten sie es nicht wissen, fragte er sich.
Ich hätte gerne eine tödliche Krankheit, sprach er zu sich selber in Gedanken und schmiss Steine in den Fluss.
Wäre das Leben nicht viel schöner, wenn man weiß, wann man zu sterben hat? Man müsste nicht mehr von einem Tag zum nächsten leben, immer darauf bedacht auf sich und seine Gesundheit zu achten. Man könne machen was man will, das Leben endlich genießen, denn man wusste ja, wann man zu gehen hat.
Sicher, spätestens in den letzten Tagen würde die Angst entstehen, Angst vor dem Ende, Angst vor dem, was noch kommen würde, Angst vor Schmerzen. Aber dazu gibt es doch Pillen, diese Angst zu nehmen.
Ich hätte gerne eine tödliche Krankheit. Dann müsste ich nicht mehr hoffen, durch ein Unglück zu sterben, müsste nicht mehr auf das Ende warten, denn es würde bald kommen. Die Versuche sich selbst zu schaden, sich selbst das Leben zu nehmen wären endlich überflüssig. Man könnte leben und das Leben genießen, denn endlich hat man eine Zeitvorgabe.
Und ohne Zeitvorgabe, so wusste er, trieb er nur dahin und vollbrachte gar nichts.
Ich hätte gerne eine tödliche Krankheit. Vielleicht sollte ich mir ein Gift zu führen? Vielleicht das Fleisch essen, das gestern als krankhaft bezeichnet wurde? Vielleicht einfach machen was ich will, ohne auf die Sauberkeit zu achten?
Er wollte endlich diese Zeitvorgabe. Endlich Gewissheit. Endlich die Angst vor dem Leben los werden.
„Ich hätte gerne eine tödliche Krankheit“, sprach er, und ergriff die Hand des Mannes.
„Dann kommen sie mit, wir helfen ihnen!“ erwiderte dieser, und sie gingen in sein Büro.
Doch diese Art Wunsch wie er sie hatte, durften auch diese heir ihm nicht erfüllen. Diese Firma durfte ihm nur mitteilen, wie lange er noch auf natürliche Art zu leben hätte.
„42 Jahre! Sie sind kerngesund!“ war die erschreckende Auskunft.
Enttäuscht trottete er zurück zum Fluss.
Ich hätte gerne eine tödliche Krankheit, doch wie komme ich daran?
Das nächste Neonschild lockte ihn von selber an. Eine andere Firma, eine andere Auskunft. Diese setzten so genannte Wahrsager ein, die in die Zukunft blickten. Nicht nur natürliche, auch unnatürliche Tode konnten sie so erblicken.
„Ihnen wird nie ein Unglück geschehen!“ erklärten sie ihm.
Was für ein Schwindel. Litt er denn nicht schon genug?
Ich hätte gerne eine tödliche Krankheit, aber das Schicksal meint es nicht gut mit mir.
So lange leben? Wozu?
Nun, vielleicht kann man doch etwas mit der Zeit anfangen. Ich könnte sofort beginnen.
Mit neuem Mut und neuen Ideen eilte er von dannen, wenigstens diese 42 Jahre könnte er ja nutzen.
Doch er sah das Auto nicht, dass dort die selbe Straße nutzte, welche er überqueren wollte.
Er hatte keine Familie, und keiner kannte ihn. So endete er im ewigen Trauma bei den Lebensforschern.
42 Jahre hatte er nun, im Halbleben nachzudenken.


Die verlorene Tugend

Juli 24, 2009

Einst war ich ein reines Kind,
brav und tugendhaft wie nichts.
Doch dann kam die böse Welt;
mir Böses zeigte – antat,
bis die Tugend dann verging.

Heut‘ bin ich ein altes Rind,
das alle Welt hasst wie nichts.
Das Leben mir wurd‘ vergällt,
bis an den Rand ich – rantrat
und mich nichts und niemand fing.


Das Leben des Mannes

Dezember 17, 2008

Ein Mann einst an der Klippe stand

eine volle Flasche in der Hand

Zug um Zug er von ihr tut

um wiederzufinden seinen Mut

ihm selber zu geben einen Tritt

zu wagen den letzten endlichen Schritt.


Da trat in sein Leben eine Frau

ihre gemeinsame Liebe für ihn keine Schau

Das Leben, nicht mehr zu schal

Das Leben, nun nicht mehr Qual

erschien ihm schön, erschien ihm froh

und nicht mehr wie einst nur roh.


Doch natürlich, wie sollte es anders sein

Das Glück es war nur trüber Schein

Sie verriet ihn, sie lügte ihn an

Nur noch ein Gedanke nun plagte diesen Mann

Wie er entfliehen könne dieser ewigen Schand‘

Und so er nun wieder steht am Rand.