Willkommen im Jahr 1984

Juli 6, 2008

Big Brother’s Watching You!

Und nebenbei auch noch Politiker und Polizei. Willkommen im Überwachungsstaat.

Ermittlern ist es in Bayern künftig erlaubt, in Privatwohnungen einzubrechen einzudringen, um dort aus Langeweile im Verdachtsfall diese mit Spionageinstallationen zu versehen.

Der Spiegel berichtet

Zwar beteuern alle, dass dies nur in Ausnahmefällen vollzogen wird – doch mal ehrlich. Wenn man solche Mittel rein theoretisch zur Hand hat, wie lange wird es dann noch dauern, diese zu nutzen damit jeden aufzudecken, der etwas gegen diesen Staat und seine teils unsinnigen Gesetze hat? Ob mein PC wohl auch schon betroffen ist? Am besten jedes Mal neu formatieren, wenn man länger als 5 Minuten außer Haus war.

Erst diese extremen Mittel schaffen überhaupt das Verbrechen, denn selbst die, welche nur mal eine harmlose MP3 downloaden, werden sich ab da bereits als Schwerstverbrecher fühlen. Statt mehr Freiheiten also mehr Restriktionen. Bis irgendwann jeder überall beobachtet wird und keiner sich mehr frei bewegen kann.

Beispiele für bereits vorhandene Überwachungsmethoden: Kameras an öffentlichen Plätzen, die teilweise rein technisch sogar in der Lage sind, in Privatwohnungen hinein zu zoomen. Geheime SMS, welche die Polizei an ein Handy senden kann, um herauszubekommen, wo sich dieses im Moment befindet. Verbote, an öffentlichen Plätzen sich hin zu setzen oder irgendwie „abnormal“ zu verhalten. Übertrieben klinische Sauberkeit und Haftstrafen für sogenannte Grafitti. Spionageviren. Speicherung von persönlichen Daten. Überwachung per Chip. Usw.
Ich kann nur sagen: Rip the System! Etwas gutes scheinen diese machtgierigen Marionetten nicht im Sinne zu haben. Wo bleibt die wahre Basisdemokratie? Aber das ist ein anderes Thema…

„Aber ist es denn wirklich so schlimm? Ich habe doch immerhin nichts zu verbergen.“ Schön für dich, Max Mustermann, doch musst du ebenso zwei Wochen auf neue Rasierklingen warten, denn der Staat muss die Erlaubnis geben die zu produzieren.

Superplusgood!


Not an ordinary day

Juni 24, 2008

Manchmal passieren echt seltsame Sachen.

Da geht man nichtsahnend durch die Innenstadt von Leipzig, weil man noch einen Termin wegen Umzug hat. Blick auf Uhr: noch 30min Zeit, nur 2min entfernt. Setzt man sich also mit seiner derzeitigen Reiselektüre (momentan: Robert Luis Stevenson – The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde) noch für einen Moment an die vom Park entfernteste Bank an der Thomaskirche. Der Platz war leer.

17.45 blickt man auf, weil hinter einem plötzlich auf dem Platz ein Polizeiwagen steht. Na was machen die denn hier? Egal – weiterlesen.

17.50 kommen die Polizisten näher. Man blickt zurück auf den Platz. An der Thomaskirche stehen neben der Polizei noch seltsame schwarze Autos. Zahlreiche Leute mit Kameras tummeln sich auf dem Platz. Was ist da los? Zurück zum Park gegangen, sieht man, dass die Kirche von Polizei umstellt ist. Auch ein paar seltsame Hardcore-Securities im schwarzen Anzug mit Kabeln ins Ohr stehen da rum. Aber alle recht entspannd. Plötzlich kommen auch noch zig Leute, die nach Armee aussehen um die Kirche und bleiben neben einem stehen.

Gegen 17.55 kommen schließlich ein paar Leute aus einem Seiteneingang der Kirche. Sie sehen recht normal aus. Die Securities begleiten sie, alle gehen in meine Richtung. Ein paar reden davon, wo denn die Nikolaikirche sei. Einer redet plötzlich auch in bestem Amerikanisch. Mehr nebenbei bekommt man mit, dass ein Kellner Probleme mit einem Security hat, aber beide schnell lachen als klar wird, dass nichts ernstes passiert. Der Kellner darf sogar ein Foto machen. Die Traube geht nicht mal 2m an einem vorbei, da sieht man jemand bekanntes. Eine Suche durch das innere Fotoalbum ergibt: Bill Clinton.

Da war man doch ziemlich verwundert…

(ich bin dann Richtung Gottschedstraße gegangen und konnte sehen, dass auch hinter der Thomaskirche Polizei und diese Armeeleute standen. sehr seltsam.)