Gesucht

Juli 5, 2009

Interessierte Mitwirkende für ein PulpMag.
(= (Kurz)Geschichten: Fantasy, Horror, Phantastik, Mystery.)

Per Lulu oder ähnlich kostenlosem OnDemand. Es sollten außer dem Kaufpreis keine Kosten für irgendwen entstehen.

Magazin wäre jederzeit löschbar=begrenzt herausgebbar=keine Probleme wenn man die Geschichte(n) nochmal woanders veröffentlichen will.

Gesucht: Mitschreibende, Mitlesende, Mitkorrigierende, Mitherausgebende, Mitwerbende, Mitschaffende.

mehr Infos: http://kaltric.twoday.net/stories/5822686/

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Geschichten aus Lurruken, Teil VII: Der Abschluss

März 16, 2009

Mitternacht ward es und ich drückte mich an eine Hauswand. So gut es ging versuchte ich mit der Dunkelheit eins zu werden. Ich hielt mich lautlos und ruhig, derweil ein betrunkener alter Mann an mir vorbei torkelte, der dabei noch teilweise einen kurzen Flug aufs Gesicht wagte, sich aber wieder aufrichten konnte und schließlich das düstere Gemäuer passierte, welches ich mir zum Ziele auserkoren hatte.

Bald darauf huschten zwei weitere Gestalten die Straße hinab, gekleidet in dunkle Mäntel, welche aber die hervorstechenden blitzenden Klingen nicht verbergen konnten. Sie folgten dem armen Betrunkenen. Dieser verließ gerade den Lichtkegel einer alten Feuerstelle am Wegesrand. Die Räuber, Attentäter oder was auch immer, umgingen dieses Licht. In Windeseile waren sie bei ihrer Beute und gingen ihrer Arbeit nach. Natürlich achtete ich darauf nicht selber auch noch entdeckt und gemeuchelt zu werden, während die beiden Mörder ihr Opfer kunstvoll verschwinden ließen.

Ich erschauerte – es war doch recht kühl – und überquerte dann so schnell ich nur konnte ohne aufzufallen die Straße zu ‚meinem‘ Haus hinüber. Wie überall hier in der Straße lag ein recht großes Gebiet zwischen diesem und dem nächsten Gebäude, geteilt durch einen Zaun, welcher auch die Massen der Straße fernhalten sollte, die auch gern ein ebensolches besitzen würden – Gebäude oder Gebiet. Ich ging die hohen Stäbe des Zauns entlang bis zur großen Eingangstür.

Dort zuckte ich zusammen, als ich hinter mir plötzlich eine schreiende Frauenstimme vernahm. Die dazugehörige Frau lief vor ungefähr einem Dutzend Männer davon und floh Richtung Innenstadt. Es war wahrlich keine gute Gegend für Nachtspaziergänge rechtschaffender Leut. Und das, obwohl es einst das neue Reichenviertel war, wie man noch an den protzigen Gebäuden erkennen konnte. Immerhin konnte ich mich glücklich schätzen bewaffnet hier aufgetaucht zu sein, wenn es auch nur eine Taschenarmbrust war, die mich hier begleitete. Besser doch als gar nichts, oder? Ich fasste sie mit der Linken und hielt kurz Ausschau in der Nacht. Natürlich entdeckte ich nichts, welcher gute Dieb ließ sich auch schon so einfach blicken? Dann wandte ich mich wieder dem Haus zu und suchte nach einem Weg, möglichst einfach hinein zu gelangen. Der Zaun, welcher den Garten umgab, war wohl um einiges zu hoch um ihn hinauf klettern zu können. Die Tür vor mir sah recht stabil aus, ließ sich jedoch vielleicht öffnen. Ansonsten war die Mauer des Hauses zu glatt zum erklimmen und das nächste Fenster um einiges zu hoch um es zu erreichen.

Ich untersuchte erstmal den Eingang etwas genauer und drückte versuchsweise die Türklinge hinunter – manchmal war der einfachste Weg doch tatsächlich der richtige. Doch ich wurde leider nicht überrascht. Also zückte ich mein kürzlich erworbenes – und nicht etwas geklautes, nein, niemals – Einbrecherwerkzeug und machte mich an meine zutiefst anständige und ehrliche Arbeit. Einige Zeit später – ich hatte leider noch nicht soviel Übung mit diesen Gerätschaften – war ich endlich im Inneren des Hauses und sah mich dort um. Hier drinnen war es fast genauso düster wie draußen vor dem Haus: dunkle Wände, Böden und Decke und alles eingerichtet von einem scheinbaren Liebhaber der Tätigkeit des Folterns, so schien mir zumindest, denn überall standen furchtbar unbequem aussehende Möbelstücke, von denen ich jedoch im Dunkeln kaum etwas erkannte. Mehrere Türen führten aus diesem Eingangszimmer hinaus, ebenso eine Treppe ein Stockwerk höher.

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Der dunkle Stern

Januar 3, 2009

Ich träumte heut, dass unser Herz einem finstern Stern gleich wär. Doch dieser Stern nicht dann und wann doch stetig unser Handeln treibt. Er führt uns voran, er zieht uns herab, immer tiefer lässt er uns gehen. Schon lange wir nicht mehr sehen, wo wir hergekommen waren. Vor uns nur Schwärze, um sich greifend, alles fordernd – hinter und dasselbe. Und durchdringend erfüllt dieser Stern uns immer mehr, lässt uns zürnen, wird uns entzweien. Uns allen geht es so, man sieht es euch an. Werden wir den Tiefpunkt dieses Abstiegs erreichen, den Stern besiegend, oder wird er uns packen und alle vernichten?
Die Sterne der andren, sie greifen nach mir, sie packen mich – schon spüre ich ihre Auswirkungen. Muss ich fort von ihnen oder muss ich sie besiegen? Zweiundvierzig waren wir bei unsrem Aufbruch, dieser ist schon lange her, Dreiundzwang wir nun noch sind. Der Stern – das Verlangen – wie lang halten wir es noch aus? Je tiefer wir steigen, umso mächtiger die Dunkelheit wird. Ja Stern, ja – ich befreie dich. Ich befreie dich und deine Brüder; alle werde ich sie heraus schneiden. Wir sind nicht geschaffen für deine Welt, so bleib du hier, wir gehen wieder. Ja, mein Stern, ich nehme sie, ja, fest in meine Hand. Bald wird’s geschehen. Den Abgrund erreichen wir auch so. Ja, oh Stern, ich töte sie. Dann sind wir alle frei!

ENDE

Kommentar

Nach Fund und Überprüfung dieses Schriftstückes wurde von allen weiteren Erkundungen des Kraters Abstand genommen. Man glaubte nicht, dass dunkle Sterne von einem Besitzt ergreifen würden, doch sah man zumindest die Abgründe, denen man sich bei solch einer Reise zu stellen hat.

Tonn Onasi, Jagâharis von Raygadun
Raygadun, Aleca, 03.01.3995