Einführung in die Kunst des Erinnerns und Vergessens bei Weinrich

Dezember 11, 2008

Dieser Artikel möchte kurz und knapp in die Kunst des Vergessens einführen. Hierfür wird zurückgegriffen auf das Werk ‘Lethe – Kunst und Kritik des Vergessens’ von Harald Weinrich (*1927), spezieller: nur auf die ersten beiden Kapitel, welche in die grundlegende und klassische Ansicht (von Simonides bis Dante) der Mnemotechnik und deren Gegenspieler, die Vergessenskunst, einführt.

Diesen Artikel gibt es auch als PDF zum downloaden und ausdrucken. (Neue Versionen der PDF werden aber nur im Artikel selbst aktualisiert werden)

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Der Wandel zum Zensur- und Überwachungsstaat

August 14, 2008

Ein netter Artikel von medienjunkie2.0, ergänzt von truetigger, betreffend anonymer Internetbeleidigungen sowie Willkür und Zensur seitens der Betreiber und des Staates, auf den ich hier mal aufmerksam machen muss.

Mein Kommentar dazu:

Ich selber wurde schon oft in den verschiedensten Communities gelöscht. Gründe? Wurden mir nie genannt. In „privaten“ Communities spielen die Betreiber halt gerne mal Gott…
Bei StudiVZ dagegen wurde ich zwar mal gemahnt, das war’s aber auch. (Wo anders hätte man mich ohne Hinweise gelöscht).
Ich persönlich nehme diese Communities deshalb auch wirklich kaum noch ernst. In Foren diskutiere ich eh nicht mehr. Meine Meinung verbreite ich nur noch persönlich und im eigenen Rahmen. Da hätten wir wohl das geschilderte „Man-darf-nicht-alles-sagen“-Gefühl erreicht.
Und Deutschland wird nicht nur ein Zensurland, sondern auch ein Überwachungsstaat. Von Kameras an jeder Ecke über Spitzel-Viren und Befugnisse private PCs auszuspionieren bis hin zur ausufernden privaten Überwachung. Hier im Haus haben die Vermieter ohne den Mietern Bescheid zu geben überall Kameras installiert! Da bin ich doch sehr froh, dass ich in 11 Stunden hier ausziehe.
Und wenn ich einmal groß bin, vielleicht auch auswander. :/
(Das autoritätsgewohnte Deutschland war noch nie sonderlich „relaxt“)


Antiliberale, elitäre, fremdenfeindliche, sozialdarwinistische, superioristische, autoritäre Gruppierungen

Juni 24, 2008

Dies ist eine Warnung. Eine Warnung vor den in der Überschrift angegebenen Methoden zahlreicher „anonymer“ elitärer Internetgruppen, in diesem Fall vor allem denen der Möchtegernautoren.

Szenario: Viele Leute schreiben, nur wenige tun es intensiv. Nun hat man schon zahlreiche Sachen geschrieben, möchte vielleicht mal Meinungen hören. Was tut man? Man sucht sich Internetforen zum Austausch und zur Veröffentlichung.

Doch was erwartet einem da?

Ein Haufen Sozialdarwinisten, die nach dem Motto ‚Nur der Starke überlebt‘ dort hinvegetieren. Offensichtlich sind in den meisten bereits alte, eingeschworene elitäre Grüppchen vorhanden, die jeden Neuling sofort niedermachen, denunzieren und teilweise kräftig und persönlich beleidigen – davon mal abgesehen, dass kaum jemand wirklich etwas liest, meist nur oberflächlich und sich an Kleinigkeiten sofort zur Beleidigung aufschwingt – und wenn an diesen Stellen Hinweise zum Text missachtet und offensichtliche Stilmittel als Fehler der gängigen Norm gegenüber betrachtet werden – da kann man sich nur noch wundern. Teilweise sind diese Foren auch so unübersichtlich, dass man eh nicht weiß was man machen ‚darf‘, hat man etwas ‚falsch‘ gemacht, treten die erwähnten faschistischen Methoden der Ausgrenzung, Beleidigung und teilweise gar Verfolgung in andere Themen in Kraft, ohne tatkräftige Hinweise oder gar Hilfe. Apropos tatkräftige Hinweise – wer sich von solchen Seiten KONSTRUKTIVE Kritik erwartet, ist dort eh falsch. Kritik schön und gut. Wird bloß beleidigt und nieder gemacht, ist sie nicht sehr konstruktiv. Auch lediglich Kommentare über Dinge, die man selber schon weiß und erwähnt hat, jedoch ohne Hilfestellung – sind ehrlich gesagt nutzlos.

Hiermit rufe ich zum Boykott Flamewar gegen solche Seiten auf, die hilflose Neulinge mit ihren faschistischen Methoden sofort niedermachen und wieder vertreiben oder vernichten. – Oder zum Aufbau einer neuen, toleranten Seite, die nicht gleich beleidigt. Denn scheinbar fühlen sich einige hinter ihrer angeblichen Internetanonymität zu sicher, um endlich das rauszulassen, was sie sich im Realen nicht trauen würden.

Betroffene Plattformen:

www.Kurzgeschichten.de

http://thunderbolt.de

(Nichts weiter als ein Ableger der KG.de mit denselben Ansichten)

www.dsfo.de

Bin über weitere Hinweise dankbar

Bsp:

(Golem, Magazin für Fantasy und SciFi)

„danke für die Einsendung.
Ich weiß allerdings nicht viel damit anzufangen, weil an der Mail
ziemlich viele Anhänge mit kryptischen Dateinamen klebten.
Welcher Text davon ist denn nun für den GOLEM gedacht? Oder ist das eine
mehrteilige Geschichte? Auf mich wirkt das ein bisschen wie eine in
Episoden oder Facetten beleuchtete Welt. Ich fürchte, das ist nicht die
richtige Dimension für den GOLEM. Außerdem sagt mir der Stil, der mich
an klassische Fantasy-Märchen erinnert, überhaupt nicht zu. Er atmet
muffige Vergangenheit. Der GOLEM hat sich aber auf neumodische Texte
spezialisiert.
Darf ich fragen, ob Du Dir mal eines der kostenlosen Exemplare des GOLEM
runtergeladen und angeschaut hast? Dann wäre Dir vermutlich aufgefallen,
dass Deine Texte in einem anderen Medium wahrscheinlich besser
aufgehoben sind.“

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Addendum:

Eine weitere Gruppe von Internetverbrechern sind die elitären diktatorischen Betreiber einiger gewissen Internetcommunities, hier vor allem das so genannte Schwarze Glück (SG).

Die Betreiber dieser Seite löschen sehr schnell und leicht jemanden. Natürlich ohne anzugeben, warum gelöscht wurde. Sei es nun ein fehlerhafter Eintrag im Profil, weil man nicht ‚gruftig‘ genug aussieht oder jemanden beleidigt hat.

In letzterem Fall – wozu bitte gibt es die Ignorierfunktion? Ich benutzt die auch gern… statt alle, die mich beleidigen gleich anzuprangern.

Bei ersterem – wie will man aus einem Fehler lernen, wenn man nicht darauf hingewiesen wird? So meldet man sich nur nochmal an. Und macht allen damit nur Arbeit.

Und zweiteres zählt zu dem elitären Denken, denn diese so genannte Szene ist groß und enthält nicht nur böse schwarz geschminkte, schwarz gekleidete und depressive Satanisten.

Oder?