Sonderbarkeiten der deutschen Sprache

Juli 11, 2009

Heute:

reißen.

im Präteritum (Imperfekt) Indikativ und Konjunktiv II

ich riss
du rissest
er riss
wir rissen
ihr risst
sie rissen

ich risse
du rissest
er risse
wir rissen
ihr risset
sie rissen

da sieht man, warum Perfekt oft beliebter ist. (und der Konjunktiv II gern vermieden wird.)

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Das Unlogische an der OT

Februar 1, 2009

Wenn der übriggebliebene Kandidat einer ist, der weiterhin Constraints verletzt, warum sollte er in der Sprache bleiben? Warum nicht nun einen Ausdruck finden, der den nächsten Constraint nicht verletzt und immer so weiter, bis keiner mehr verletzt wird?


Einführung in die Kunst des Erinnerns und Vergessens bei Weinrich

Dezember 11, 2008

Dieser Artikel möchte kurz und knapp in die Kunst des Vergessens einführen. Hierfür wird zurückgegriffen auf das Werk ‘Lethe – Kunst und Kritik des Vergessens’ von Harald Weinrich (*1927), spezieller: nur auf die ersten beiden Kapitel, welche in die grundlegende und klassische Ansicht (von Simonides bis Dante) der Mnemotechnik und deren Gegenspieler, die Vergessenskunst, einführt.

Diesen Artikel gibt es auch als PDF zum downloaden und ausdrucken. (Neue Versionen der PDF werden aber nur im Artikel selbst aktualisiert werden)


The possessive in Khanty (Ostyak)

November 17, 2008

There’s a new article which describes some of the features of possessive constructions in Khanty (formerly known as Ostyak), namely Northern Khanty.


Pronouns in Northern and Eastern Khanty

November 9, 2008

This article describes some of the features of pronouns (ProN) in Khanty (formerly known as Ostyak).


Der Mensch determiniert durch unbewusste Motivierung. Erläutert in der Psychopathologie des Alltags von S. Freud.

November 7, 2008

Sigmund Freud publizierte 1901 sein Werk ‘Psychopathologie des Alltagslebens. Über Versprechen, Vergessen, Vergreifen, Aberglaube und Irrtum’. Hier wendet er seine Psychoanalyse an verschiedenen Beispielen – meist welchem aus seinem eigenen Leben, von Patienten oder Freunden – mit der Theorie, dass dies alles zurückzuführen sei auf unterbewusste Vorgänge. Auch führt er hier den später so genannten ‘Freudschen Versprecher’ ein, ebenso wie er in diesem Werk zu einer Konklusion der Frage kommt, ob es nun einen freien Willen gibt oder nicht.

Diese Arbeit möchte die wichtigsten Punkte des Werkes herausarbeiten und präsentieren.


An die Anglizismen-Hasser, Teil 2: Der Verein Deutscher Sprache

November 6, 2008

Bereits einmal habe ich mich an die Anglizismen-Hasser gewandt, nachzulesen hier. Alles zu wiederholen wäre an dieser Stelle deshalb wohl überflüssig, meine Argumente habe ich bereits dargebracht. Nun habe ich aber ein sehr gutes Beispiel gefunden, an dem man diesen Schwachsinn darstellen kann:

Der Verein Deutscher Sprache e.V.

Für 30 Euro im Jahr kann man diesem dubiosen Verein beitreten, der die Deutsche Sprache vor den drohenden Anglizismen bewahren will, und sogar eine Wortpatenschaft übernehmen.

Nun steht auch in der aktuellen Focus Campus ein Bericht über den Vorsitzenden des Vereins: Walter Krämer. Dieser ist Professor für Statistik und schrieb nun ein Buch namens „Wir können alles, sogar besser – wo Deutschland wirklich gut ist“, in welchem er 160 tolle Dinge in und an Deutschland aufzählt. Aber das interessiert hier gerade gar nicht (auch wenn es in dem Bericht der FC nur darum geht).

Ein anderes seiner Bücher heißt z.B. „Lexikon der populären Irrtümer“. Und wer hat nun bemerkt, dass da nur ein original deutsches Wort drin steckt? Richtig, das ‚der‘.

Ironischerweise ist der Herr Professor sogleich auch noch Pate für ein Wort. Natürlich für das Wort ‚Statistik‘. Und mal ganz ehrlich: was daran ist bitte Deutsch?

Auch Menschen wie Angela Merkel und Christian Wulff sind Paten. Ebenso für Wörterchen, die nur teilweise deutsch sind.

Dieser Verein ist also einer dieser populär nationalistischen aber auch gleichzeitig verquer inkosequenten Läden, die alles Neue verurteilen und ablehnen, obwohl es für einen Sprachwandel mehr als normal ist: die Entlehnung neuer Begriffe. Und das tat unsere Sprache bereits seit Ewigkeiten. Wer von uns kann auf anhieb noch Althochdeutsch verstehen? Und sagen wir deshalb, dass Deutsch gestorben ist?

Der VDS bietet sogar über die Stiftung Deutsche Sprache einen Dienst, der nach „plausiblen deutschen Äquivalenten für fremdsprachige Begriffe“ sucht. – Dann sucht mir doch bitte auch mal das deutsche Äquivalent für den eben zitierten Satz!

Weiterhin gibt es einen ‚Anglizismenindex‘ und ‚Erfolgsnachrichten‘.

Zugegeben, es ist nicht unbedingt förderlich, wenn Unternehmen nur noch englische Slogan verwenden, ihre Kunden aber teilweise noch die ältere Generation sind, die kein Englisch verstehen. Aber so dermaßen inquisitorisch gegen Anglizismen vorzugehen, dabei aber ältere Fremdwörter wie Romazismen so zu überhöhen, erinnert an gewisse vergangene Zeiten, die nicht lange zurückliegen. Damals war man aber nicht so wild danach, das ‚Deutsch‘ zu bewahren, ja, man wechselte sogar zu dem internationalen Schriftsatz.

Die VDS sollte über sich und ihre Absichten noch einmal nachdenken. Auch darüber, ob sie nun konsequent (auch Romazismen etc abschaffen) oder vernünftigt (erkennen, dass Sprache sich nun einmal wandelt) sein wollen.