Sehenswürdigkeiten in Leipzig

November 24, 2010

Zu den Sehenswürdigkeiten in Leipzig zählen historische Gebäude wie das Alte Rathaus, das Völkerschlachtdenkmal, die Moritzbastei und das Schillerhaus, aber auch Natur und Kultur locken den Besucher.

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Grundbegriffe der Philosophie Nietzsches.

September 28, 2010

Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) war klassischer Philologe und vor allem Philosoph bis zu seinen letzten Jahren im Wahnsinn. Bekannt ist er für seine Kritiken an Kultur, Moral, Religion, Wissenschaft und Kunst und für von ihm geformte Begriffe wie den Übermenschen und dem Willen zur Macht. Besonders ersteres wurde aber auch von Ideologien wie dem Nationalsozialismus benutzt und verfälscht.1

Dieser Abhandlung nun soll Nietzsches Philosophie in Grundzügen vorstellen sowie einige wichtige Grundbegriffe erläutern: Das Begriffspaar des Apollinisch-Dionysischen als Grundlage des Künstlers und Menschen, seine Möglichkeit zur Befreiung von sich selbst; der Übermensch als Ziel der Menschengattung; die asketischen Ideale als hindernde Krankheit des Menschen; der Leib als das, was zum Übermenschen drängt; die Natur als lebende Kultur; der Wille zur Macht als Wille zum Übermenschen; sowie die Ewige Wiederkehr des gleichen.

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Die Argumente von Benua (1997) gegen die stratale Optimalitätstheorie in der Analyse.

September 21, 2010

Abstract

Benua (1997) argumentierte gegen Stratale Optimalitätstheorie (SOT), weil diese stipulieren müsse, zu unrestriktiv sei und falsche Vorhersagen machen würde. In dieser Arbeit wird gezeigt, dass ihre Argumente dank des neuen Modells von Bermúdez-Otero (forthcoming) größtenteils nicht mehr zutreffen. Weiter zeigt sich, dass diejenigen Argumente, die doch zutreffen, ebenso auch auf ihr Modell zu beziehen sind. Letztlich ergibt sich auch, dass SOT mehr als Benuas Modell beherrscht und scheinbar eine Erweiterung oder Ergänzung von ihrem Modell ist.

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Empirische Studien zur prosodischen Markierung neuer und kontrastiver Information in typologisch diversen Sprachen.

September 19, 2010

Abstract

Jede Sprache drückt pragmatische Feinheiten und eine Informationsstruktur aus. Viele besitzen spezielle morphosyntaktische Mittel. Diese Arbeit untersucht, ob einige Sprachen dieser Art auch Prosodie nutzen um Topik und Fokus zu markieren. Das Ergebnis lautet, dass die meisten Sprachen Prosodie nutzen, selbst einige Tonsprachen – doch nicht alle. Doch diese Fälle müssen weiter untersucht werden.

Einleitung

Fokus, Topik und Kontrast sind pragmatische Funktionen die das Diskursfeld einschränken und disambiguieren oder die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf etwas bestimmtes lenken können. In europäischen Sprachen werden diese meist per Akzent und Tönen in der Prosodie realisiert, doch wie machen dies die Sprecher anderer Sprachen? Einige benutzen spezielle morphologische Marker (z.B. Japaner), andere flexible Wortstellungen.

Hier möchte ich untersuchen, wie prominent die Nutzung der Prosodie1 zur Realisierung von Informationsstruktur (hier vor allem Topik, Fokus und Kontrast) gegenüber morphosyntaktischen Möglichkeiten ist. Dazu greife ich auf psycholinguistische Studien zurück, welche die Produktion von Topik, Fokus und Kontrast bei erwachsenen Sprechern typologisch teils stark unterschiedlicher Sprachen testeten. Perzeption wurde hierbei nur untersucht um die Ergebnisse der Produktionsexperimente zu bestätigen oder zu falsifizieren. Da es nur verhältnismäßig wenige Studien dieser Art zu ‘exotischeren’ Kulturen gibt und der Rahmen nicht mehr bietet, beschränke ich mich auf einige ausgesuchte Studien und dort auf die Experimente.

Meine Hypothese ist, dass Prosodie selbst bei Sprechern tonal und morphosyntaktisch begabter Sprachen eine wichtige Rolle spielt; vielleicht sogar die wichtigste.

Eine zusätzliche Frage lautet, ob diese Nutzung auch universell ist. Das kann in einer so kurzen Arbeit nicht ausschöpfend behandelt werden, doch möchte ich mit dem Fall Hausa immerhin kurz darauf eingehen.

Die Gliederung sieht daher wie folgt aus: Zunächst sollte ich erklären, was Topik, Fokus und Kontrast sind. Dazu möchte ich auch kurz einige prominente Beispiele geben. Darauf folgt dann die Untersuchung, wie bzw. ob Prosodie in morphosyntaktisch reichen sowie tonalen Sprachen genutzt wird. Da zum Kontrast sogar noch wesentlich weniger Studien als zu Topik und Fokus vorliegen, wird sich zeigen, was in diesem Bereich herauszuarbeiten ist. Eine Zusammenfassung schließt die Untersuchung ab.

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Sachsen

September 6, 2009

In Sachsen geht die Sonne auf;

geht auch unter – doch woanders.

In Sachsen ist der Elbe Lauf;

die auch endet – doch woanders.

Und doch sitz ich hier im Regen;

seh die Tropfen fallen in die Elbe.

In Sachsen ist der Mensch noch frei,

verglichen mit dem restlich‘ Bund.

In Sachsen die Natur noch lebt,

die gejagt wird im ganzen Bund.

Und nun sitz ich hier im Lande,

die Natur sticht und liebt mich nicht.

Doch Sachsen ist’s, wo ich jetzt wohn,

und doch bekomme keinen Lohn.


LVB

April 8, 2009

Die Leipziger Verkehrsbetriebe,
kann ich sagen, sind alles Diebe.
Stetig erhöhen sie die Preise
für unsere Möglichkeit der Reise.

In Ferien sind sie besonders keck,
nehmen schonmal ganze Wagen weg,
bleiben da auch alle zuhause
und machen niemals eine Sause.

Auch sonst erschweren sie das Leben,
wollen nur nach dem Gelde streben.
Da lob ich mir doch Pedes und Rad
– erspart die Migräne auf dem Pfad.


Hartmanns MacBeth – Provokation Pur

Oktober 30, 2008

Sebastian Hartmann ist der neue Intendant von Leipzigs Schauspielhaus – was nun Centraltheater heißt. Die Preise wurden drastisch gesenkt und ebenso wurde im Programm aufgeräumt.

Hartmann hat zahlreiche neue Stücke. Eines davon ist die Neuinterpretation von MacBeth. Bereits auf dem Flyer erwartet einen die erste Provokation: „Wir sind böse!“ steht dort in großen Druckbuchstaben. Bei Beginn der Vorstellung die nächste: ab sofort wird fortwährend gebrüllt, geschrien und vor allem wiederholt – und die Hälfte der Besetzung soll noch nackt über die Bühne laufen (oder springen – oder rollen).

Warum ist dem so? Warum muss man als vermeintlicher Schauspieler sich nun bei jeder noch so kleinen Rolle nackt zeigen, um Aufmerksamkeit zu bekommen? Warum zeigt der Regisseur jede noch so unsinnige Rolle in ihrer Nacktheit? Vermutlich im Sinne der Rahmensetzung, die auf einschlagenden Schock setzt. Oder ist die Dekadenz und der Verfall der Moderne? Zurück zur natürlichen Unschuld des Tieres, im Sinne Nietzsches? Keine originellen Ideen mehr? Pseudo-Kunst? Von den Nacktszenen über Hämmernde Industrialmusik bei Stroboskoplicht hin zu Blut und Gewalt und dem unablässigen Gebrülle. So schien vor allem die Rolle der Lady MacDuff nur aus 5 Minuten Gekreisches zu bestehen, gefolgt von Beleidigung des Publikums. Auch wurde so manches in Lächerliche gezogen, um Lacher zu erzeugen. Schon zu Beginn bei Nutzung der Rauschkräuter durch MacBeth und Banquo. Die Reduzierung der Originalstory sowie -charaktere ist natürlich in den Rahmenbedingungen nicht anders möglich.

Aber es gab auch durchaus gute Momente. Einige der Schauspieler z.B.. Auch der Mops spielte seine Rolle als Hexen, als Brombeer, als Dunkelsprecher wahrlich bravourös – wenn auch etwas ablehnend. Vielleicht war er nervös. Weiterhin waren Kulissen, Effekte, Filmaufnahmen, Kleidung und Requisiten sehr gut. Aber ein bisschen wirkte es dann doch wie Amateurtheater mit guter Technik. Vielleicht ist das ja die Moderne. Subtile Ruhe ist verschwunden, gewichen dem brüllendem Hammer, welcher einem die abstrakten modernen Kunstvorstellungen doch nicht vermitteln konnte – was sollte ausgesagt werden? Die reine Provokation? Brutaler Krieg?

Das Ganze ist vermutlich reine Geschmackssache und sowohl der Hammer als auch das Subtile haben ihre Existenzberechtigung. Zur Hälfte hat es gefallen, zur anderen Hälfte abgestoßen. Die Gründe stehen oben. Verwundert hat es mich dann doch, dass neben den euphorischen Begeisterungsbezeugungen auch einige laute Buh!-Rufe vernehmbar waren; vor allem, als Hartmann die Bühne betrat.

Ich bin gespannt, was im neuen Centraltheater noch so folgen mag.

UPDATE: Auf Schauspiel-Leipzig.de sind Bilder und ein Video zu sehen.


Google kennt Sachsen nicht

September 25, 2008

Google AdSense ist Googles Art Werbung zu schalten: kontext-sensitiv ans Thema der jeweiligen Website angepasst. Viel erklären muss ich da wohl nicht, kennen wir es doch bereits von zahlreichen Seiten. Bei meinem ersten Versuch mit AdSense vor einigen Jahren hatte ich in wenigen Wochen gut 50 US-Dollar verdient. Doch das ist ein anderes Thema.

Nun musste man sich aber schon immer bewerben, um akzeptiert zu werden. Diese Bewerbung ist im Grunde genommen nur eine Anmeldung. Keine sonderlich aufregende, wie gewohnt macht man ein paar Häkchen, gibt Namen und Adresse an. Und da ist das Problem. Google kennt Sachsen nicht.

Eigentlich, so die Hilfe, ist die Angabe eines Bundeslandes gar nicht nötig. Lässt man es aber weg, bekommt man eine hübsche rote Fehlermeldung:

„Erforderliches Feld – muss ausgefüllt werden.“

Gibt man nun aber Sachsen ein, kommt eine neue Fehlermeldung:

„Bundesland in diesem Land nicht bekannt. Geben sie einen gültigen Namen für das Bundesland ein.“

Ja ist Sachsen nicht gültig? Wie heißt es denn dann? Königreich Sachsen? Kgr. Sachsen? Herzogtum Meißen?

SN als Abkürzung kennt er auch nicht. Ebensowenig Leipzig, Thüringen oder Berlin.

Und ja, als Land hatte ich Deutschland angegeben. Ebenso funktionieren alle anderen Felder.

Google, ich verlange eine Erklärung…


Tuberkulose am Institut für Linguistik Leipzig

Juli 25, 2008

„Studenten, die in diesem Semester eine oder mehrere Sitzungen am Seminar „Phonologische Domänen“ teilgenommen haben, werden gebeten, sich umgehend bei der Tuberkulosefürsorge des Städtischen Gesundheitsamts zu melden (Telefon: 0341/123-6869; e-mail: silke.reimann@leipzig.de).“

Quelle

Na wie gut, dass ich da nicht war. Denn das ist genau mein Gebiet.

Meine Frage ist da, wie ist es dazu gekommen? Und: wenn man befürchtet, dass einzelne Zuhörer infiziert sind: diese haben doch auch andere Seminare besucht? Was ist damit?

Kurz etwas zu Tuberkulose (Schwindsucht): „Sie führt die weltweite Statistik der tödlichen Infektionskrankheiten an“. Übertragen wird sie durch ein Bakterium. Bei nur bis zu 10% der Betroffenen soll die Krankheit ausbrechen – da möchte ich nicht wissen, wieviele wirklich infiziert sind. Nun gut: ein Drittel der Weltbewölkerung soll ihn in sich tragen.

Verbreitet wird das Bakterium meist durch Tröpfcheninfektion – nach einem Huster können sie noch stundenlang im Raum herum schweben. Wobei man sich auch bereits bei Tieren anstecken kann. Auch sexuelle Kontakte und Tierfleisch kann Schuld sein. Behandelt wird sie mit einem Antibiotika. Diese sind allerdings teuer, weshalb die Krankheit in ärmeren Gebieten der Welt sehr verbreitet ist. Zusammen mit AIDS ist sie so die häufigste Todesursache in Afrika.Gute Ernährung, viel Tageslicht und Hygiene helfen bereits, Tuberkulose einzudämmen.

Symptome können Entzündungen in der Lunge, Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, leichtes Fieber und Hüsteln sein. Später starker Husten mit Schleim, Brustschmerzen, Atemnot und alle anderen Symptome, nur verstärkt. Auch gibt es Abwandlungen des Ganzen, so kann die Tuberkulose neben der Lunge auch andere Organe befallen.

Festgestellt wird die Tuberkulose durch Hauttests, Röntgen sowie dem Auswurf. Eine zuverlässige Impfung gibt es nicht. Schon zu Zeiten von Hippokrates war die einzige Therapie: „Gut essen, wenig körperliche Arbeit, keine Frauen.“ und nicht öffentlich spucken!

Nach dem sie im Mittelalter weniger verbreitet war, gab es in der Neuzeit einen Höhepunkt der Krankheit, der bis Heute anhält. Schuld daran sind vor allem Migrationen aus den betroffenen Regionen in andere.

Nun wissen wir ein wenig mehr zur Tuberkulose. Interessant wird es zu betrachten, wie sich das ganze so am Institut entwickelt. Neben der Instituts-Homepage gab es jedoch keinerlei öffentliche Information.

Letztlich kann sogar ein Hypochonder wie ich keine dieser Symptome an sich entdecken, auch glaube ich mich durchaus gut genug zu ernähren und hygienisch genug zu sein. Trotzdem erschreckend zu sehen, wie allgegenwärtig eine so tödliche Krankheit doch immer noch ist…

Und nicht vergessen: spuckt nicht auf öffentliche Plätze! (Oder lasst sonstige Ausscheidungen dort) Und immer auf die Sexualpartner achten. – So, jetzt aber genug der Reden.


Das altorientalische Institut Leipzig im Fernsehen

Juni 25, 2008

Das Institut für Altorientalistik wird Dienstag, dem 1.7.08, im mdr zu sehen sein.

Die Aufnahmen sind 10 Uhr, gesendet wird 19.30

Im Rahmen des Wissenschaftssommer 2008 zum Thema „Erfindung der Mathematik im alten Mesopotamien“ wird das Institut Schulklassen zeigen, wie man vor 4000 Jahren gerechnet hat, es sogar an Tontafeln demonstrieren.

Ich konnte mich zum Glück davor drücken, an dem Tag eingeteilt zu werden.