Aphorismus 11: Liebe

November 26, 2013

life without love is like hell on earth


Zitat des Tages – Leben

Mai 3, 2012

Wir werden geboren – unsere Eltern geben uns Brot und Kleid – unsere Lehrer drücken in unser Hirn Worte, Sprachen, Wissenschaften – irgend ein artiges Mädchen drückt in unser Herz den Wunsch es eigen zu besitzen, es in unsere Arme als unser Eigentum zu schließen, wenn sich nicht gar ein tierisch Bedürfnis mit hineinmischt – es entsteht eine Lücke in der Republik wo wir hineinpassen – unsere Freunde, Verwandte, Gönner setzen an und stoßen uns glücklich hinein – wir drehen uns eine Zeitlang in diesem Platz herum wie die andern Räder und stoßen und treiben – bis wir wenn’s noch so ordentlich geht abgestumpft sind und zuletzt wieder einem neuen Rade Platz machen müssen – das ist, meine Herren! ohne Ruhm zu melden unsere Biographie – und was bleibt nun der Mensch noch anders als eine vorzüglichkünstliche kleine Maschine, die in die große Maschine, die wir Welt, Weltbegebenheiten, Weltläufte nennen besser oder schlimmer hineinpaßt.

Kein Wunder, daß die Philosophen so philosophieren, wenn die Menschen so leben. Aber heißt das gelebt? heißt das seine Existenz gefühlt, seine selbstständige Existenz, den Funken von Gott? Ha er muß in was Besserm stecken, der Reiz des Lebens: denn ein Ball anderer zu sein, ist ein trauriger niederdrückender Gedanke, eine ewige Sklaverei, eine nur künstlichere, eine vernünftige aber eben um dessentwillen desto elendere Tierschaft.

 

– Jakob Michael Reinhold Lenz: Über Götz von Berlichingen (1774)


Zitat des Tages

April 23, 2012

„Dieser Roman hilft ihnen über einige langweilige Momente hinweg und ermöglicht ihnen den bestimmungsgemäßen Gebrauch ihrer Individualität. Achtung! Vergessen sie nicht, dass alle Handlungen und Personen frei erfunden sind. Andernfalls kann es zu Störungen in ihrem eigenen Leben kommen.“

 

– M. Huber


Der Drache und die Menschen

Januar 23, 2012

Ein Drache einst in die Welt auszog,
über seine Absicht die Eltern belog,
denn er hatte nur freudig gedacht
was ihn alles noch würd erwarten an Pracht
in der Welt, die da lag unbekannt
immer nur an seines dürft’gen Wissens Rand.

Bald schon sah er eine große Stadt
und er vom Reisen schon gar fürchterlich matt,
aber die Bürger waren nicht nett,
wollten ihm nicht bieten ein warmes Bett
und schickten den Ritter, den kühnen;
für Menschens Dummheit der Drache musst‘ sühnen.


Zitat des Tages

Januar 19, 2012

„Die Mächtigen sind mit Brutalität und Ungerechtigkeit an die Macht gelangt. Güte und Tugend zahlen sich nicht aus auf dieser Welt. Nur den skrupellosen Schurken ergeht es gut. Nur den Rücksichtslosen bieten sich die Genüsse dieser Welt dar.
Ist es wahr, dass die Güte nichts gilt unter Menschen?
Ist es wahr, dass die Tugen erst im Jenseits belohnt wird? Im Diesseits aber bestraft?“
– Marquis de Sade


Modernes Leben

Januar 2, 2012

Moderne Lebendigkeit
Moderne Sinnlosigkeit
Sinnloses Leben
Sinnloses Streben
Sinnloses Sterben


Das Leben ist wie ein Kaufland

Dezember 27, 2011

Das Leben ist wie ein Kaufland: Wo zum Teufel führen die Rollbänder am Anfang hin?; nur ein enger Eingang; die Auswahl
ist viel zu groß und verwirrend; andere Menschen nerven und bedrängen einen; man verläuft sich, weil man den
Ausgang nicht findet; und am Ende wird’s peinlich, weil man was vergessen hat und die Kasse kaputt ist, während man
alles aufhält.