Aphorismus 67: Der Literaturberuf

Oktober 10, 2013

Wenn Literatur zum Beruf erstarrt, ist sie keine Kunst mehr.


Künstliche Seen

September 15, 2012

Überall schaffen sie künstliche Seen,
vergessen gänzlich die Natur dabei;
vergessen Bäume, Büsche; Wohnung, Schutz.
Schaffen Beton und Strand zu ge’en.
Für Menschen nur ist die Sicht frei;
für Menschen wartet schon der Schmutz.


Zitat des Tages: Vermarktung des Künstlers

Juni 29, 2012

„Es ist zu bejammern, daß in unserem irdischen Leben der Geist so von der Materie abhängig ist. […] schon oft hat es mir Tränen ausgepreßt, daß sich der Künstler muß bezahlen lassen, daß er mit den Ergießungen des Herzens Handel treibt und oft von kalten Seelen in seiner Not die Begegnung eines Sklaven erfahren muß.“

 

– Ludwig Tieck: Franz Sternbalds Wanderungen (1798)


Zitate des Tages

September 4, 2010
Spock zu Leila, nachdem sie seiner Frage nach dem Geheimnis der Kolonie ausgewichen ist
Spock: „Die Kunst der Frauen auf Fragen nicht direkt zu antworten, habe ich nie verstanden.“
Kirk fordert Spock auf, Bericht zu erstatten
Spock: „Ich habe keinen Bock, Jim.“

– Star Trek


Aphorismus 68: Kunst

Juli 6, 2009

Kunst bedarf der Eigenständigkeit. Eigene Ideen, eigene Versuche, eigene Missgeschicke, eigene Fehlkreation – alles andere ist nur regelbasiertes Kopieren.


Die Kunst des Staates

Juni 8, 2009

Oh große Abscheu ohnesgleichen,

Dieser Staat geht ja über Leichen!

Und Letztlich wird noch jeder weichen,

Platz geben den herrschenden Reichen.

Warum seht ihr denn nicht die Zeichen?

Da drüben unter dunklen Eichen

hängen sie, sind schon am ausbleichen.

Ihre Gesichter werden bald aufweichen,

so sie dem Staate dann gereichen.

Und nur wer auf robusten Speichen

fährt, kann sich oben einschleichen.

Oben, bei den herrschenden Reichen.


Aphorismus 34: Mainstream und Erfolg

September 20, 2008

Wenn man Schrott als Kunst verkaufen kann, dann hat man es geschafft.


Zitat des Tages

August 23, 2008

„Ich mache den Leser im voraus darauf aufmerksam, daß dieses [Blog] mit Bedacht gelesen werden will und daß mir die Kunst abgeht, mich Leuten, die es an Aufmerksamkeit fehlen lassen, verständlich zu machen.“
– J.J. Rousseau: contrat social (1762)


Individuum und Gesellschaft. Gustav Landauers sozialistischer Anarchismus

Juli 23, 2008

Gustav Landauer war einer der außergewöhnlichsten und eigensinnigsten Personen der Menschheit, des Anarchismus, des Sozialismus, der Philosophie, Mystik und Literatur.

Er erklärte, wie man das absolute Individuum überwindet, in sich selber die Welt der Vorfahren entdeckt und so zur Gemeinschaft mit den Menschen findet. Diese Gemeinschaft stellte er als Utopist sich vor als Herrschaftslosigkeit, Freiheit, Individualismus – als Anarchismus. Doch Anarchismus in Gemeinschaft, und diese verwirklicht im Sozialismus. Doch nicht im gleichschaltenden Sozialismus des Marxismus, sondern im individualistischen Sozialismus – im sozialistischen Anarchismus.

Das war sein Lebensziel und er hätte auch zeigen können, dass es funktioniert, hätte man ihn nach der Münchner Räterepublik nicht ermordet.

Hier nun eine kleine Arbeit als Einführung in seine Ideen, samt Kritik.


Wie man jede Diskussion gewinnt.

Juli 19, 2008

Das wollte schon Arthur Schopenhauer wissen und hatte deshalb ein kleines Büchlein darüber angefangen, es aber nie zur Vollendung oder Veröffentlichung gebracht.

Ich habe mir das Buch mal angeguckt und das zusammengefasst, was er dort an Techniken aufführt.

Das nächste Ziel wäre, dieses noch einmal zu ordnen (da Schopenhauer sich teilweise arg wiederholt hat und man vieles zusammenfassen und erweitern kann).

Aber dazu später, als nächstes folgen erstmal Morus und Landauer.

Arthur Schopenhauer: Eristische Dialektik oder die Kunst, Recht zu behalten. Wie man jede Diskussion gewinnt.

Die „Lehre vom Verfahren der den Menschen natürlichen Rechthaberei.“ und denn „der Mensch ist von Natur rechthaberisch“ und „es kommt ja nicht auf die Wahrheit, sondern den Sieg an.“