Warum es auch positive Verdinglichung geben kann

März 21, 2010

Dieses Essay untersucht, welche positiven und natürlichen Formen von Verdinglichung es auch geben kann.


Neues Buch erschienen.

März 4, 2010

Heute erschien ein neues Buch(lein).

Ich weiß nicht warum es so einen seltsamen (langen) Titel hat, aber hier findet man:

Entfremdung und Verdinglichung


Berlin: Die Herren der Natur

September 22, 2009

Blumen, Pflanzen, Gras – die Natur:

Kröten quaken in den Teichen,

Faunas Flora auf weiter Flur.

Doch Egel und Gras müssen weichen

verkommt da die Grenze vom Geld

und trifft die wahre Welt draußen:

Hochhausstraßen – keine Straußen.

Die Stadt beherrscht die wahre Welt.

Liegt schließlich alles hinter dir,

denn du stillst nicht mehr ihre Gier.

Sie sperrten aus die alte Welt

und du hast nicht mehr genug Geld.


Die Steuerrevolte

August 19, 2009

Ein Mann einmal zum Kaufhaus ging,
dort sein Blick sich an was verfing,
und dieses war’s, was er dort sah:
Zweihundert Leute standen da,
alle auf einem großen Haufen,
wollten alle etwas kaufen,
doch sprach dann plötzlich jemand leise:
„Ei, was für schreckliche Preise!“
– Sah oben Einer aus dem Haus
und rief ganz laut von dort hinaus:
„Ich weiß, es ist gar furchtbar blöd;
der Staat hat die Steuern erhöht!“

Die Menschen drüber nachsannen,
zogen grummelnd bald von dannen
begaben sich gar ungehemmt
nach nebenan, zum Parlament.
Oh Schreck, das ganze Parlament!
Siehe da, blöder Mensch, es brennt!


Politik

August 4, 2009

Ah, da kommt der kleine Hampelmann,
auch genannt Präsident des Landes.
Ah, der geht ja aber ganz schön ran!
Geziemt sich sowas seines Standes?

Hinter ihm kommen die Minister,
die gut genährt, rund und rosig sind.
Da! Der Eine! Da, wieder frisst er,
während draußen verhungert ein Kind.

Doch heut‘ vergnügt sich das Kabinett,
im Irrgarten hier in ihrem Zoo.
Alle spielen sie im Internet
– nur Einer wurde gesperrt ins Klo.

Aber nun zurück, kleine Kinder!
Die Mütter kommen, euch zu holen.
Morgen spielt ihr wieder die Schinder,
spielt Politik und schreit Parolen.


Der Begriff Praxis

August 3, 2009

Der Begriff Praxis wird allgemein verstanden als Gegenteil der Theorie. Wo diese bloßes Überlegen ist, zeigt sich die Praxis als ausführende Tat. Doch dies sagt noch nicht alles aus. Es gibt viele Formen von Praxis, wobei das Verhältnis zur Theorie oft unklar ist, vor allem, welches zuerst kommt. Diese Arbeit möchte einige Positionen und Überlegungen zu dem Thema vorstellen. Die älteste Form von Praxis findet sich bei Platon. Über Aristoteles geht es dann weiter zu Kant zum Marxismus, der dem Begriff der Praxis erstmals eine genauere und abweichende Definition gab, und letztlich hin zu modernen Positionen.


Bericht

Juli 23, 2009

Folgend keine Wertungen, lediglich geschehene Tatsachen.

Am 22.7.2009 stellte ich einen einzeiligen Aphorismus bei keinverlag.de online, 24 Stunden wurde er mit folgender Begründung gelöscht:

Hallo kaltric,

Der von Dir auf www.keinVerlag.de veröffentlichte Text Nr. 245300 „Aphorismus 10: Selbsterkenntnis 2“ wurde soeben durch den Webmaster gesperrt.
Folgender Grund für die Sperrung wurde angegeben:
kein eigener Text (Nutzungsbedingungen beachten!).


Zu dieser Maßnahme ist der Webmaster in Übereinstimmung mit den von Dir bei Deiner Anmeldung akzeptierten Nutzungsbedingungen berechtigt.
Sperrung bedeutet: Dieser Text wird in keiner Liste mehr aufgeführt und ist für niemanden (außer Dir selbst und dem Webmaster) mehr lesbar.
Zur Aufhebung dieser Sperrung ist die Beseitigung des oben genannten Sperrungsgrundes notwendig; alle nötigen Änderungen kannst Du in Deinem Mitgliederbereich auf www.keinVerlag.de vornehmen.

Der Wortlaut des Aphorismus lautete:
„Erkenne dich selbst, bevor du versuchst andere zu erkennen!“

Offenbar stimmt das zufälligerweise mit einem Teilsatz dieses Artikels überein, den ich dann per Google fand.

Eine Warnung erfolgte nicht.

Als Antwort auf meine Beschwerde kam folgendes

Tja, das ist halt das Risiko bei so kurzen Texten – aber unsere Nutzungsbedingungen sind eindeutig. Es muss sich um Texte handeln, an denen Du selbst das Urheberrecht besitzt – und das ist bei Texten, die jemand anders schon eher geschrieben hat, nun mal nicht der Fall.
Im Übrigen wäre es vielleicht gerade wegen dieses Risikos (das Dir ja offenbar  durchaus bewusst ist) sinnvoll, vor der Veröffentlichung eine kurze Google-Suche durchzuführen, um zu schauen, ob vielleicht tatsächlich jemand schon auf den gleichen Gedanken gekommen ist.
Eine „offene Anschuldigung des Plagiats“ hat es nicht gegeben; Texte, die wir als Plagiate einstufen, werden nicht gesperrt, sondern als Plagiat markiert. Dafür fehlt „deinem“ Text aber die notwendige Schöpfungshöhe. „Anschuldigung der Willkür“ ist Schwachsinn; was soll das bedeuten? „Fehlende Benachrichtigung“? Meines Wissens hast Du genau eine solche bekommen – auf die hast Du ja reagiert.

Falls Du „Rufschädigung und Verleumdung“ geltend machen willst, empfehle ich Dir eine Anzeige zu erstatten – oder die Klappe zu halten und mal wieder auf den Teppich zu kommen.

Fakt ist, der andere war eher da als Du – somit fehlt Dir für diesen Text das Urheberrecht, folgerichtig wird er gesperrt. Ob Du davon wusstest oder nicht, ist irrelevant; es ist auch nicht meine Aufgabe, das herauszufinden, sondern nur, dem Einhalt zu gebieten.

Es werden jetzt – auch das ist so üblich – alle Deine bei uns veröffentlichten Texte auf Urheberrechtsverletzungen hin untersucht. Solltest Du also noch mehr Gedanken gehabt haben, die andere auch schon hatten…

Ich habe den Text umformuliert erneut eingestellt. Eine Google-Suche erbrachte keine Ergebnisse.