Der Wandel zum Zensur- und Überwachungsstaat

August 14, 2008

Ein netter Artikel von medienjunkie2.0, ergänzt von truetigger, betreffend anonymer Internetbeleidigungen sowie Willkür und Zensur seitens der Betreiber und des Staates, auf den ich hier mal aufmerksam machen muss.

Mein Kommentar dazu:

Ich selber wurde schon oft in den verschiedensten Communities gelöscht. Gründe? Wurden mir nie genannt. In „privaten“ Communities spielen die Betreiber halt gerne mal Gott…
Bei StudiVZ dagegen wurde ich zwar mal gemahnt, das war’s aber auch. (Wo anders hätte man mich ohne Hinweise gelöscht).
Ich persönlich nehme diese Communities deshalb auch wirklich kaum noch ernst. In Foren diskutiere ich eh nicht mehr. Meine Meinung verbreite ich nur noch persönlich und im eigenen Rahmen. Da hätten wir wohl das geschilderte „Man-darf-nicht-alles-sagen“-Gefühl erreicht.
Und Deutschland wird nicht nur ein Zensurland, sondern auch ein Überwachungsstaat. Von Kameras an jeder Ecke über Spitzel-Viren und Befugnisse private PCs auszuspionieren bis hin zur ausufernden privaten Überwachung. Hier im Haus haben die Vermieter ohne den Mietern Bescheid zu geben überall Kameras installiert! Da bin ich doch sehr froh, dass ich in 11 Stunden hier ausziehe.
Und wenn ich einmal groß bin, vielleicht auch auswander. :/
(Das autoritätsgewohnte Deutschland war noch nie sonderlich „relaxt“)

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Willkommen im Jahr 1984

Juli 6, 2008

Big Brother’s Watching You!

Und nebenbei auch noch Politiker und Polizei. Willkommen im Überwachungsstaat.

Ermittlern ist es in Bayern künftig erlaubt, in Privatwohnungen einzubrechen einzudringen, um dort aus Langeweile im Verdachtsfall diese mit Spionageinstallationen zu versehen.

Der Spiegel berichtet

Zwar beteuern alle, dass dies nur in Ausnahmefällen vollzogen wird – doch mal ehrlich. Wenn man solche Mittel rein theoretisch zur Hand hat, wie lange wird es dann noch dauern, diese zu nutzen damit jeden aufzudecken, der etwas gegen diesen Staat und seine teils unsinnigen Gesetze hat? Ob mein PC wohl auch schon betroffen ist? Am besten jedes Mal neu formatieren, wenn man länger als 5 Minuten außer Haus war.

Erst diese extremen Mittel schaffen überhaupt das Verbrechen, denn selbst die, welche nur mal eine harmlose MP3 downloaden, werden sich ab da bereits als Schwerstverbrecher fühlen. Statt mehr Freiheiten also mehr Restriktionen. Bis irgendwann jeder überall beobachtet wird und keiner sich mehr frei bewegen kann.

Beispiele für bereits vorhandene Überwachungsmethoden: Kameras an öffentlichen Plätzen, die teilweise rein technisch sogar in der Lage sind, in Privatwohnungen hinein zu zoomen. Geheime SMS, welche die Polizei an ein Handy senden kann, um herauszubekommen, wo sich dieses im Moment befindet. Verbote, an öffentlichen Plätzen sich hin zu setzen oder irgendwie „abnormal“ zu verhalten. Übertrieben klinische Sauberkeit und Haftstrafen für sogenannte Grafitti. Spionageviren. Speicherung von persönlichen Daten. Überwachung per Chip. Usw.
Ich kann nur sagen: Rip the System! Etwas gutes scheinen diese machtgierigen Marionetten nicht im Sinne zu haben. Wo bleibt die wahre Basisdemokratie? Aber das ist ein anderes Thema…

„Aber ist es denn wirklich so schlimm? Ich habe doch immerhin nichts zu verbergen.“ Schön für dich, Max Mustermann, doch musst du ebenso zwei Wochen auf neue Rasierklingen warten, denn der Staat muss die Erlaubnis geben die zu produzieren.

Superplusgood!