Das Kind und das Meer

Mai 26, 2009

Ein Kindlein einstmals baden ging,
tief – tiefer – ins Meer hinein,
sich dort in einem Seil verfing –
es sich nicht rührt – bewegt – das Bein!

Das Kind stetig nach Hilfe schreit,
jedoch – der Strand ist still und schweigt.
Es langsam verfällt der Starrheit
und nicht bemerkt wie das Meer steigt.

Erst als es ihm zum Halse reicht,
die Lethargie der Panik weicht,
doch schon ihm alles wird so leicht
– das Bewusstsein der Schwärze weicht.

Am Strande die Eltern laufen,
gestresst sich die Haare raufen.
Musst‘ ihr Kind etwa ersaufen?
– Ein Neues müssten sie kaufen.


Geschichten aus Lurruken, Teil VII: Der Abschluss

März 16, 2009

Mitternacht ward es und ich drückte mich an eine Hauswand. So gut es ging versuchte ich mit der Dunkelheit eins zu werden. Ich hielt mich lautlos und ruhig, derweil ein betrunkener alter Mann an mir vorbei torkelte, der dabei noch teilweise einen kurzen Flug aufs Gesicht wagte, sich aber wieder aufrichten konnte und schließlich das düstere Gemäuer passierte, welches ich mir zum Ziele auserkoren hatte.

Bald darauf huschten zwei weitere Gestalten die Straße hinab, gekleidet in dunkle Mäntel, welche aber die hervorstechenden blitzenden Klingen nicht verbergen konnten. Sie folgten dem armen Betrunkenen. Dieser verließ gerade den Lichtkegel einer alten Feuerstelle am Wegesrand. Die Räuber, Attentäter oder was auch immer, umgingen dieses Licht. In Windeseile waren sie bei ihrer Beute und gingen ihrer Arbeit nach. Natürlich achtete ich darauf nicht selber auch noch entdeckt und gemeuchelt zu werden, während die beiden Mörder ihr Opfer kunstvoll verschwinden ließen.

Ich erschauerte – es war doch recht kühl – und überquerte dann so schnell ich nur konnte ohne aufzufallen die Straße zu ‚meinem‘ Haus hinüber. Wie überall hier in der Straße lag ein recht großes Gebiet zwischen diesem und dem nächsten Gebäude, geteilt durch einen Zaun, welcher auch die Massen der Straße fernhalten sollte, die auch gern ein ebensolches besitzen würden – Gebäude oder Gebiet. Ich ging die hohen Stäbe des Zauns entlang bis zur großen Eingangstür.

Dort zuckte ich zusammen, als ich hinter mir plötzlich eine schreiende Frauenstimme vernahm. Die dazugehörige Frau lief vor ungefähr einem Dutzend Männer davon und floh Richtung Innenstadt. Es war wahrlich keine gute Gegend für Nachtspaziergänge rechtschaffender Leut. Und das, obwohl es einst das neue Reichenviertel war, wie man noch an den protzigen Gebäuden erkennen konnte. Immerhin konnte ich mich glücklich schätzen bewaffnet hier aufgetaucht zu sein, wenn es auch nur eine Taschenarmbrust war, die mich hier begleitete. Besser doch als gar nichts, oder? Ich fasste sie mit der Linken und hielt kurz Ausschau in der Nacht. Natürlich entdeckte ich nichts, welcher gute Dieb ließ sich auch schon so einfach blicken? Dann wandte ich mich wieder dem Haus zu und suchte nach einem Weg, möglichst einfach hinein zu gelangen. Der Zaun, welcher den Garten umgab, war wohl um einiges zu hoch um ihn hinauf klettern zu können. Die Tür vor mir sah recht stabil aus, ließ sich jedoch vielleicht öffnen. Ansonsten war die Mauer des Hauses zu glatt zum erklimmen und das nächste Fenster um einiges zu hoch um es zu erreichen.

Ich untersuchte erstmal den Eingang etwas genauer und drückte versuchsweise die Türklinge hinunter – manchmal war der einfachste Weg doch tatsächlich der richtige. Doch ich wurde leider nicht überrascht. Also zückte ich mein kürzlich erworbenes – und nicht etwas geklautes, nein, niemals – Einbrecherwerkzeug und machte mich an meine zutiefst anständige und ehrliche Arbeit. Einige Zeit später – ich hatte leider noch nicht soviel Übung mit diesen Gerätschaften – war ich endlich im Inneren des Hauses und sah mich dort um. Hier drinnen war es fast genauso düster wie draußen vor dem Haus: dunkle Wände, Böden und Decke und alles eingerichtet von einem scheinbaren Liebhaber der Tätigkeit des Folterns, so schien mir zumindest, denn überall standen furchtbar unbequem aussehende Möbelstücke, von denen ich jedoch im Dunkeln kaum etwas erkannte. Mehrere Türen führten aus diesem Eingangszimmer hinaus, ebenso eine Treppe ein Stockwerk höher.

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Das Kind und der Ball

August 11, 2008

Ein Kind einst droben spielen wollt,

der Ball ihm jedoch runter rollt.

Der Ball, der rote, der miese,

er rollt entlang die abschüssige Wiese.

Schneller und schneller und immer mehr,

das Kind japst und eilt ihm hinterher.

Der Ball, er springt, er rollt, er fällt,

genau wies dem Abhang nun gefällt.

Hüpfend, jauchzend, das Kind nun rennt,

dabei die Lage jedoch völlig verkennt.

Die Flucht des Balles hier nimmt seine Wende,

denn wir befinden uns an des Hügels Ende.

Das Kind den Ball zwar sieht plötzlich entrinnen,

doch denkt es sich nichts in seinem Köpfchen drinnen.

Es folgt ihm stetig weiter und weiter,

bleibt dabei immer noch heiter,

doch da, da tut der Abgrund sich auf,

und nichts mehr bremst seinen ewigen Lauf.

Die Veröffentlichung erfolgt im Oktober im Verlag Literareon im Zuger der Anthologie „Die Literareon Lyrik-Bibliothek„, zusammen mit mehreren Dutzend weiteren Texten anderer Autoren. Wer ein Exemplar vergünstig erhalten möchte, sollte sich melden.


Kapitalismus und andere Unannehmlichkeiten

Juli 17, 2008

Im Zuge allgemeinen Nostalgiewahnes hier mal ein alter Blogeintrag von mir, den ich vor fast 2 Jahren im kickblog getätigt habe (auch wenn ich mich nicht mehr daran erinnern kann), hier.

Na gut, in Wirklichkeit möchte ich eigentlich nur, dass auch Leute hier auftauchen, welche die Suchanfrage „sich richtig die pulsadern aufschneiden“ (Top-Suchstring im kickblog und bald vielleicht auch im Blogkomitee) zu mir geführt hat.

Als kleine Anmerkung sollte man manchen Leuten vielleicht vorher noch sagen, dass sie diesen alten Beitrag aus dem August des Jahres 2006 nicht zu wörtlich und ernst nehmen sollten.

Das Original, unverändert:

Kapitalismus und Co.

Nur mal kurz Gemecker: da wollte man mal sein Leben nehmen, wurde gegen seinen Willen von einem Krankenwagen mitgenommen und am Ende durfte man noch 10Euro zahlen.
Eine Rechnung für etwas, das man nicht wollte.
Wie die GEZ…

und noch was zum Thema Selbstmord (Quelle):

Pulsadern aufschneiden: an den Handgelenken; führt so gut wie nie
zum erfolg, meist bleiben schmerzende hässliche Narben zurück; hinterlässt eine
ziemliche Schweinerei. wird nur als “ Suizidgeste “ angesehen.

Medikamente: je nach Art und Dosis der Medikamente schwere
Organschäden ( Leber, Nieren, Gehirn…) Geistige Ausfall Erscheinungen;
Lähmungen

Reinigungsmittel: (Bleiche, Ätzmittel usw…) starke Krämpfe,
schwere Verätzungen des Magen Darmtraktes; möglich das man keine feste Nahrung
mehr zu sich nehmen kann.

Gifte: Arsenik, Zyankali, E605 ;qualvolles ersticken,
brech-durchfall, starke Krämpfe, Lähmungen, Organschäden

Natürliche Gifte (Atropa Belladona, Englische Eibe, Schierling,
Pilze): unsicher zu dosieren , qualvolles ersticken, brech-Durchfall, starke
Krämpfe, Lähmungen, Organschäden

Erhängen: Quetschung der Luft und Speiseröhre, Schäden im Genick (
ganz bis teilweise Lähmungen); Geistige Ausfall Erscheinungen; qualvolles
ersticken

Springen: Schädel Gehirn Verletzungen (Gefahr eines Chronischen
Dahinvegetierens); Geistige Ausfall Erscheinungen; Knochen Brüche Schäden wie
z.B.. ganz oder teilweise Lähmungen , Verlust von Gliedmassen;

von Brücke: zusätzlich qualvolles ertrinken

vor Zug: Abtrennen von Gliedmassen, Schwere Verletzungen am
Gesamten Körper, chronisches dahinvegetieren

Erschießen: Chronisch Vegetativer zustand ; massive
Gehirnverletzung; Deformierung des Gesichtes, Lähmungen

Auto Crash: man gefährdet völlig unschuldige!!!!Schädel Gehirn
Verletzungen (Gefahr eines Chronischen Dahinvegetierens); Geistige Ausfall
Erscheinungen; Knochen Brüche Schäden wie z.B.. ganz oder teilweise Lähmungen ,
Verlust von Gliedmasse“