Zitate des Tages

September 3, 2008

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Thomas Hobbes: Leviathan (1651)

„Lerne dich selbst kennen“:

„die Gesinnungen und Leidenschaften der Menschen, so verschiedenen sie auch immer sein mögen, haben dennoch eine so große Ähnlichkeit untereinander, daß jeder, sobald er über sich nachdenkt und findet, wie und aus welchen Gründen er selbst handelt […] auch anderen Menschen Gesinnungen und Leidenschaften kennenlernt.“

Wissen: „wer sich dabei nur auf andereverläßt, deren Urteil blindlings annimmt und nicht aus einzelnen Begriffen selbst entwickelt, der tut soviel als nichts, er weiß nichts, sondern glaubt nur.“

Macht ist „jede solche Eigenschaft, welche viel Liebe oder viel Furcht erweckt, ja schon den bloßen Ruf einer solchen Eigenschaft, ist Macht, weil uns dadurch viel Hilfe und Dienste verschafft werden.“

„Es mag jeder seinen eigenen Wert so hoch annehmen, wie er will; wirklich bestimmt wird er nur durch das Urteil anderer.“

der Naturzustand: „Hieraus ergibt sich, daß ohne eine einschränkende Macht der Zustand der Menschen ein solcher sei, […] nämlich ein Krieg aller gegen alle.“

„Freiheit begrift ihrer ursprünglichen Bedeutung nach die Abwesenheit aller äußeren Hindernisse in sich.“


Die guten und die schlechten Tätigkeiten. Eine kleine Erkenntnis.

Juli 8, 2008

Wir alle gehen Tätigkeiten nach. Einigen gerne, anderen ungerne. Und wieder andere bereiten uns große Unannehmlichkeiten. Warum bevorzugt der Mensch es, einer Tätigkeit fern zu bleiben, die er eigentlich vollbringen müsse? Warum entschließt er sich, stattdessen lieber etwas anderes zu tun?

Ist es Faulheit? Ist es Langeweile? Ist es geistiges Unvermögen?

Nein, es ist einfach das stärkere Interesse, das andere zu tun. Und auch ja, es ist sehr wohl langweilig, das falsche zu tun. Es ist langweilig, einem Vortrag nur zuzuhören, nur lauschen und es abspeichern zu müssen. Es ist unzureichend. Selbst dann, wenn das besprochene Thema vielleicht durchauch interessant sein könnte, würde es nur anders aufbereitet. Denn es fehlt die geistige Betätigung.

Zumindest mir geht es so.

Geschichten sind nur fesselnd, wenn sie Fantasien wecken und man diese erlebt. Philosophische Werke sind nur interessant, wenn man sich damit auseinander setzen kann; wenn man kritisieren, zustimmen oder es erweitern kann. Alles muss einen auch emotional ansprechen. Für letzteres reicht nun vielleicht auch schon eine schöne Sprache, ein schöner Ausdruck, die beim Lesen eine geistige Melodie erweckt. Wenn man uns zum lachen oder zum weinen bringt, ist es gut. Auch gut ist es, wenn etwas Wut erweckt. Wie sonst könnten Polemiken und Satiren sonst so breites Publikum finden. Besonders wer persönlich angesprochen wird, entwickelt sofort aufmerksamkeit.

Ähnliches gilt nun auch für andere Medien, für Filme z.B.; wirklich gute sind nur, welche einen noch Weilen danach grübeln lassen oder die einen emotional einfangen. Dazu kann man die Mittel der Optik, Romantik, Angst, Adrenalin oder ähnlichem verwenden.

Ausweiten kann man es auch noch auf Musik, Menschen, Kommunikation und vieles andere. Lasst uns meiden, was uns Kopfschmerzen bereitet, hin zu Dingen, die uns einfangen. Und lässt sich so manches doch nicht vermeiden, sollte man versuchen es umzugestalten, dass es einen bald doch interessiert.


Direkte und indirekte Einflüsse auf den „Begriff Angst“ von Søren Kierkegaard

Juli 5, 2008

Nun online: Essay über

Direkte und indirekte Einflüsse auf den „Begriff Angst“ von Søren Kierkegaard