Die Erinnerung lässt sich ändern.

November 23, 2008

Die Erinnerung lässt sich ändern.

Erinnerung ist änderbar.
Die persönliche täuscht sich schon von Natur aus leicht, ergänzt oder verändert aus subjektiven Vorlieben heraus. Da wird aus einem Gespräch eine Beleidigung weil die selektive Erinnerung nur die provokante Bemerkung zu beginn hervorhebt. Ältere Erinnerungen werden vielleicht gar völlig fiktiv da einzelne Stellen vergessen, andere geändert und weitere hinzu gesponnen wurden.
Nun lässt sich diese subjektive Erinnerung aber natürlich nur durch den eigenen Willen, selektivem Vergessen oder gewaltsamen Eingriff in die Psyche durch eine andere Person ändern.
Erinnerung, für die es keine lebende Person mehr gibt, die sich aktiv daran erinnern kann oder bei der passive Erinnerungen ausgelöst werden könnten – das sind die Erinnerungen, die man ändern kann. Sie sind nur über ein Medium weitererinnerbar, und dieses Medium ist die Schwachstelle.
Jedes Medium, dass der Mensch bisher verwendete, war manipulierbar. Erzählungen, Gesänge, Geschriebene Wörter, sogar Fotos und Filme lassen sich ändern.
Epikur schrieb ganze Bände – alles was noch daran erinnert sind 3 Briefe und wenige Fragmente. Wer sagt uns, dass das wirklich er war?
Wer sagt uns, dass es die Zeit überhaupt wirklich gab?
Es lässt sich erschließen aus der Vermengung zahlreicher Einzelerinnerungen. Doch je später man geht, desto unzuverlässiger und bruchstückhafter werden diese.
Irgendwann ist jede Erinnerung vorbei, irgendwann ist jeder vergessen oder sein ideales Abbild, sein Idol, zu einer Legende und damit etwas anderem geworden. Letzteres ist wiederum ein Punkt für die veränderte Erinnerung.
Man kann sich jede Erinnerung schaffen, wenn man es will. Nur ist ist heute für den Einzelnen schwieriger als früher. Kollektive und Regierungen haben die Macht.

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Zitat des Tages

August 5, 2008

„Es gibt wirklich keinen Grund, weshalb ein menschliches Wesen mehr tun sollte als essen, trinken, schlafen, atmen und sich fortpflanzen; alles andere könnte eine Maschine für ihn erledigen.“


– George Orwell: Kreativität & Lebensqualität (1937)

(Anmerkung: Er verurteilte das)


Willkommen im Jahr 1984

Juli 6, 2008

Big Brother’s Watching You!

Und nebenbei auch noch Politiker und Polizei. Willkommen im Überwachungsstaat.

Ermittlern ist es in Bayern künftig erlaubt, in Privatwohnungen einzubrechen einzudringen, um dort aus Langeweile im Verdachtsfall diese mit Spionageinstallationen zu versehen.

Der Spiegel berichtet

Zwar beteuern alle, dass dies nur in Ausnahmefällen vollzogen wird – doch mal ehrlich. Wenn man solche Mittel rein theoretisch zur Hand hat, wie lange wird es dann noch dauern, diese zu nutzen damit jeden aufzudecken, der etwas gegen diesen Staat und seine teils unsinnigen Gesetze hat? Ob mein PC wohl auch schon betroffen ist? Am besten jedes Mal neu formatieren, wenn man länger als 5 Minuten außer Haus war.

Erst diese extremen Mittel schaffen überhaupt das Verbrechen, denn selbst die, welche nur mal eine harmlose MP3 downloaden, werden sich ab da bereits als Schwerstverbrecher fühlen. Statt mehr Freiheiten also mehr Restriktionen. Bis irgendwann jeder überall beobachtet wird und keiner sich mehr frei bewegen kann.

Beispiele für bereits vorhandene Überwachungsmethoden: Kameras an öffentlichen Plätzen, die teilweise rein technisch sogar in der Lage sind, in Privatwohnungen hinein zu zoomen. Geheime SMS, welche die Polizei an ein Handy senden kann, um herauszubekommen, wo sich dieses im Moment befindet. Verbote, an öffentlichen Plätzen sich hin zu setzen oder irgendwie „abnormal“ zu verhalten. Übertrieben klinische Sauberkeit und Haftstrafen für sogenannte Grafitti. Spionageviren. Speicherung von persönlichen Daten. Überwachung per Chip. Usw.
Ich kann nur sagen: Rip the System! Etwas gutes scheinen diese machtgierigen Marionetten nicht im Sinne zu haben. Wo bleibt die wahre Basisdemokratie? Aber das ist ein anderes Thema…

„Aber ist es denn wirklich so schlimm? Ich habe doch immerhin nichts zu verbergen.“ Schön für dich, Max Mustermann, doch musst du ebenso zwei Wochen auf neue Rasierklingen warten, denn der Staat muss die Erlaubnis geben die zu produzieren.

Superplusgood!