KAügE 10 Tólome und Silûne

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Karten der Länder:

Tólome und Silûne gegen 2100dF:

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Tólome und Silûne gegen 3990dF:

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1. 8000 vdF bis kurz vor 2000dF: Notwendige Vorgeschichten

Die Vorgeschichte von Tólome und Silûne ist eher die Geschichte von Lurruken. Vor 8000 Jahren lebten in dem Gebiet zwischen dem Azirun und dem Fluss Geist an der südlichen Küste, in den „Großen Sümpfen“, lediglich einige verstreute Kaltstämme. Bis um 500 vdF hatten sich aus diesen zahlreiche Kleinreiche entwickelt, besonders im Nordosten von den Tolumen beeinflusst. Die bekanntesten dieser Reiche waren z.B. Tambien (um Tambaheim) im Süden, das Reich der Swiren, das entstehende Reich von Salir sowie Geist und Pakalt.

Um 500vdF eroberte weit im Westen Pervon das Reich Suraez und bedrohte Darite. Colite-Stämme aus beiden Gebieten sowie aus Harite flohen weit in den Osten. Die meisten siedelten sich dort an, einige friedlich, andere im Krieg. Manche fanden Platz zwischen den Kaltreichen des heutigen Tólome und gründeten Siedlungen wie Arasanh, Magire, Arsullan, Panen und Kanen. In den nächsten 500 Jahren entstanden und festigten sich ihre eigenen Reiche, die mit den Kaltreichen rivalisierten und sie teilweise verdrängten oder gar eroberten.

Die bekannteren hiervon waren beispielsweise Thergin (um Magire), Panian (Panen), Kanian (Kanen) und Arasanh. Diese kleinlichen Rivalitäten sollten die Gegend noch lange prägen.

Um 1000 wurde Tamilor gegründet und das Reich Luruqien entstand, geführt von Amulos. Zwischen 1500 und 1700 unterwarf Vaiaris von Lurruken die Colite und Kalt im Südosten. Die Reiche wurden umbenannt, z.B. zu Magirlah (Magir) und Nodurn (Tambien). Nach Vaiaris kam Tamirús, führte eine Neugliederung der Provinzen durch und änderte weitere Namen.

2. 1980 bis 1988dF: Tól und Ome, ihre Kinder, ihre Anhänger

Wahre Änderungen für das Gebiet folgten erst 1980. Damals tauchten zwei Reisende auf der Straße von Geistig nach Arasanh in der Provinz Danemstirm auf. Sie sprachen eine dem Luvaun ähnliche Sprache und erzählten von kommendem Unheil, das über die Welt ziehen würde. Zwar zogen sie aus Arasanh weiter, scherten aber bereits Anhänger um sich. Zwei Jahre später waren sie in Taiban am Ostrand der Quellbäume. Dort ließ sie der Statthalter der Stadt schnell vor die Tore setzen.

Im gleichen Jahr noch, 1982, bekamen sie eine Tochter: Lían. Sie selber nannten sich Tól und Ome. Ein Jahr später ließen sich die beiden am Fuße des heute als „Amantkamm“ bekannten Gebirges nieder und gründeten mit ihren Anhängern eine Siedlung in den westlichen Ausläufern. Tól und Ome selber nannten sie Lían, nach ihrer Tochter, derweil die lurrukische Bevölkerung es „Lain“ nannte.

Die Siedlung gedieh und 1988 bekamen Tól und Ome ihren Sohn, Raí. Im darauf folgenden Jahr prüften lurrukische Beamte das Dorf und nahmen es als „Lain“ offiziell in ihre Listen auf. Ihre Bewohner aber fingen bereits damit an, die Sprache Tól und Omes anzunehmen. Dies verstärkte sich in den folgenden Jahren nur noch.

3. 1989 bis 1998dF: Vom Verrate Siloens

In dieser Zeit war Siloen (Silön) am eifrigsten damit beschäftigt, die Lehren und Warnungen von Tól und Ome zu verbreiten. Doch 1997 fing Amant Emaior, ein Gefolgsmann von Tól und Ome, der besonders aber Ome diente, an, Siloen zu überwachen, da er Verrat witterte. Und tatsächlich stellte er fest, wie Siloen eigene Lehren im Süden verbreitete und sich dort eine eigene Anhängerschaft schuf.

Tól und Ome straften Siloen mit Verbannung. Silön floh in den Süden nach Nodurn. Emaior sollte Silöns Fortbleiben sicherstellen und ließ die Burg Raí im östlichen (heute so genannten) Amantkamm bauen. Dort sammelte er Truppen – sowohl, um Silön zu strafen als auch um Tól und Ome bereits Grundlagen zur Herrschaft zu bieten. Die lurrukischen Beamten bekamen hiervon nichts mit.

Raí (damals 9 Jahre alt) und Lían (15) dagegen wollten Emaior auf seinem Schlachtzug begleiten, doch durften sie natürlich nicht. Raí war darüber eingeschnappt und zog sich schmollend in einen Turm der nach ihm benannten Burg zurück.

1998 zog Amant Emaior los und belagerte Maggin (ehemals Magire, das heutige Maggir) am Fluss Gantrott (heute: Guntrott). Dorthin hatte sich Silön geflüchtet und dank Anhängern die Stadt übernommen. Trotz der nur kleinen Garnison der Stadt hielt sie der Belagerung ein Jahr stand.

4. 1999 und 2000: Vertreibung von Silön und das Jahr des Feuers

Letztlich ritt Emaior an den Fluss, den Stadtmauern gegenüber, und schrie Silön eine persönliche Herausforderung entgegen. Ende 1999 trafen sie sich zu einem Duell auf einem Hügel nördlich der Stadt (wo heute der Palast steht). Der Kampf zog sich hin und ihre Truppen begegneten sich am Fluss.

Am Jahreswechsel zum Jahr 2000 passierte es dann. Die Schlacht wurde unterbrochen als ein Feuer am Himmel erschien und immer größer wurde. Silön und Konsorten nutzen die Situation um zu fliehen. Viel später sollten sie schließlich die Stadt Darôn an der Nechdra erreichen.

Und während Emaior siegreich in Maggin einzog, stieg überall auf der Welt das Meer an. Orte, Städte und sogar ganze Länder versanken in den Fluten. Manche Leute der Küsten und vom Geist schafften es, sich in höhergelegene Regionen zu retten. Die meisten jedoch nicht – es war die größte Katastrophe, von der die gelehrte Welt zu berichten weiß.

Tól und Ome hatten in dieser Zeit genug damit zu tun, den Überlebenden zu helfen und der Region im bröckelnden und versinkenden lurrukischen Reich Halt und Sicherheit zu bieten. Silön dagegen nistete sich in Darôn ein und zog bald darauf weiter gen Süden.

5. 2000 bis 2005: Pubertät, Rebellion und Fortgang des Raí

Raí fühlte sich in dieser Zeit vernachlässigt, ihm verlangte es nach größerem. 2002 zerstritt sich der 14-Jährige mit seinen Eltern und riss von Zuhause aus. Es zog ihn ans Meer und nach einer gewissen Odyssee kam er nach Arsullan. Früher lag es weit entfernt von jeglichem Meer – was Raí auch wusste -, nun aber klopfte das Meer fast an die Tür. Raí zeigte sich darüber entsetzt und zog nach Westen, fort vom Meer und fortan immer Abstand zu ihm haltend. Er überquerte den Panenfließer (heute Panenfiress) und kam irgendwann an der Nechdra an, an deren Mündung Silön gerade die Feste Silour bauen ließ. Man griff ihn auf und brachte ihn zu Silön. Nach einem Gespräch war Raí überzeugt und schloss sich Silön freiwillig an.

Zwei Jahre später wurde Raí volljährig (16) und gleichzeitig zum Befehlshaber von Silöns Armee ernannt. Da es hier aber noch nicht viel zu tun gab durfte er sich Darôn als Sitz aussuchen, eine Stadt, die möglichst weit vom Meer entfernt lag.

Während dieser Aufbauzeit von Silön sowie Tól und Ome hatten sich andere Regionen und Städte zu neuen kleinen Ländern zusammengefunden. Lurruken würde bald untergehen. Tól und Ome herrschten über das Gebiet um Taiban bis zur Burg Raí, vom Amantkamm bis Maggin am Gantrott. Silön dagegen von Silour bis Arseau (früher Arsen) an fast der kompletten Länge der Nechdra.

6. 2005 bis 2017: Anfänge der Geschichten von Raréon und Amant Emaior

Bis 2010 änderte sich daran noch nicht viel. Tól und Ome näherten sich aber der Küste nördlich des Amantkamms und ließen dort einen neuen Hafen bauen: Ahém. Im folgenden Jahr bereitete man in Ahém alles für eine Expedition vor: Amant Emaior sollte die Küsten des Kontinentes erkunden und etwaige Änderungen kartographieren. 2011 brachen sie auf. Emaior wollte nach Tolum und wieder zurück. Die Reise wurde zur Odyssee, da alle bekannten Küsten verschwunden waren. Auch den Ländern ging es nicht gut: Zardarrin lag in Anarchie und Krieg, Pakama war fast gänzlich verschwunden, Iotor tatsächlich und wortwörtlich „untergegangen“.

Ein Jahr später als Amant Emaior brach Raréon, ein Diener Tóls, auf und erreichte über den Landweg 2015 die heutige Miabanurburta. 2 Jahre später kam auch Emaior dort an. Sie gründeten die Länder Rardisonán und Omérian… aber das sind andere, epische Geschichten, die an anderer Stelle erzählt werden.

7. 2015 bis 2021: Der große Feldherr Raí und sein trauriges Ende

2015 bis 2019 eroberte Raí für Silön so manchen der Kleinstaaten westlich von Silour am Azirun. 2020 sammelte er seine Truppen in Diméo, einer freien Stadt zwischen Silön und Tól und Omes Domäne am Panenfiress. Tól und Ome sahen dies als Bedrohung und sandten ihrerseits wiederum eigene Truppen, angeführt von ihrem General Thelói Isúm und begleitet von Lían (38), nach Maggin.

Im nächsten Jahr kam es zur Eskalation und schließlich zur Schlacht in der Ebene zwischen den Flüssen Panenfiress und Guntrott. Gleichsam kam es hier zur Begegnung und zum Kampf zwischen Raí (33) und Lían (39), welcher mit Raís Tod endete. Thelói Isúm gewann die Schlacht und Lían brachte ihren toten Bruder trauernd zu ihren Eltern. Von diesem Moment an ward die Burg Raí nie mehr von ihnen benutzt und stand jahrhundertelang leer.

8. 2021 bis 2072: …bis zur großen Schlacht von Tól&Ome und Silön

In den folgenden 50 Jahren änderte sich wenig. Lurruken zerfiel weiter und degenerierte, die Konkurrenten Tól&Ome sowie Silön festigten ihre jeweilige Herrschaft, Thelói Isúm führte Schlachtzüge gegen Silön, die Kleinstaaten am Rande des Geschehens schlugen sich durch und so manches anderes passierte.

Doch 2071 kam es schließlich zu einer folgeschweren Schlacht.

Thelói Isúm belagerte Darôn für einige Monate um es schließlich zu stürmen. Während der Gefechte wurde die Stadt völlig zerstört. Isúm hatte vor seiner Belagerung gehört, dass Silön in der Stadt weile und alles auf einen erbarmungslosen Vernichtungsschlag gesetzt. Nach der Schlacht erschienen plötzlich und unangekündigt Tól und Ome bei ihm. Sie betraten die Ruinen um dort Silön zu treffen und endgültig zu strafen.

Eine Nacht und einen Tag passierte nichts, ehe Isúm es endlich wagte einen Kundschafter nach den 3 suchen zu lassen. Als dieser nichts fand und zurückkehrte durchstreifte Isúm selbst die Stadt. Aber auch er entdeckte keinen Hinweis.

Seit diesem Tag lautet die Legende, dass Tól und Ome in ihre Heimat zurückgekehrt seien und Silön mitnahmen. Aber ebenso erzählt man sich, dass Tól und Ome in Tagen der höchsten Not wiederkommen würden.

Im Reich von Tól und Ome übernahm fortan Lían (89) mit ihrem Gatten Alaun Isúm, Bruder von Thelói, die Herrschaft. Die Bezeichnung „Tochter Tól und Omes“ galt seit ihr als Herrschertitel, ebenso wie später der Titel „Sohn Tól und Omes“. Doch ehrte man die Töchter stets mehr, da Tól und Omes Sohn Raí ja immer noch als Verräter gilt.

In Silûne, dem Reich von Silön, gab es ein Jahr Zwist, eh sich Silöns ehemaliger Ratgeber, Canoud Velieun (geboren 2031, gestorben 2107, herrschte von 2072 bis 2107), durchsetzen konnte. Bei seinem Titel, Silöns Ratgeber, blieb er – Silön zu Ehren – aber. So wurde dieser Titel bald der eines religiösen Führers des Landes Silûne.

9. 2071 bis 2197: Líans Verschwinden, neue Herrscher und der Malantkrieg

Von 2071 bis 2183 herrschte Frieden zwischen Silûne und Tólome.

Lían verschwand, wie ihre Eltern zuvor, im Jahre 2130 im Alter von 148 Jahren. Alaun starb schon etliche Jahre zuvor.

Mogaun, Tochter von Lían und Alaun, war Tochter Tól und Omes von 2130 bis 2179. Eine friedliche Zeit, in der sie ihrem Mann Galaran Níjou ein einziges Kind gebar. Ihre Tochter Leajánne wurde 2154 geboren. Galaran Níjou wurde Statthalter von Maggin.

Leajánne Níjou wurde nach ihrer Mutter 2179 neue Tochter von Tólome, wie sich das Reich mittlerweile nannte.

Am 9. 7. 2183 verschwand ihr Sohn Malant bei einem Besuch der Familie in der Freien Stadt Diméo. Wie sich später herausstelle hatte sich der Vierjährige verlaufen. Ein Silûni fand den Kleinen und hielt ihn für eine Waise. Da er und seine Frau sich schon immer ein Kind gewünscht hatten aber keines bekommen konnten, nahm er es mit zu sich nach Hause nach Darôn, welches Jahre zuvor teilweise wieder aufgebaut wurde.

Erst 2185 entdeckte Nahlann Deraal, ein Wanderer aus Ruken der in Lían Malants Steckbrief gelesen hatte, den Jungen und berichtete davon in Lían. Natürlich forderte Leajánne ihren Sohn zurück, doch Amûle I, Silöns Berater, blockierte diese Forderung mit dem einfachen Kommentar, dass er doch nicht seinen Bürgern deren eigene Kinder wegnehmen könne und forderte Beweise von Leajánne. Deren Vater Galaran entrüstete dies und so rückte er eigenhändig aus um Diméo zu besetzen. Amûle I nahm dies als Kriegserklärung.

2185 bis 2197 tobte der so genannte Malantkrieg zwischen Tólome und Silûne. Tólome besetzte das Land um den Panenfiress, Silûne attackierte die Küsten Tólomes. Ein Ende des Krieges folgte erst, als Malant selber öffentlich verkündete, lieber bei seinen Adoptiveltern bleiben zu wollen. Es folgten intensive Gespräche zwischen Malant, dessen Adoptiveltern, Galaran, Leajánne und Amûle I. Letztlich gab Leajánne ihren Sohn gebrochenen Herzens auf und Tólome zog sich aus dem Panenfiress-Streifen zurück.

Im gleichen Jahr wurde Leajánnes Nichte, Kelaura Níjou, geboren.

10. 2197 bis 2301: Miloux Laqualle und der Beginn von Tólomes Piratenproblem

Kelaura Níjou wurde neue Tochter als Leajánne am 19.5.2228 starb. Kelaura begann 2232 einen Feldzug gegen die Piraten der nah gelegenen Länder Laneun (heute Laneaun) und Lobileu (heute Lobileau) an der ehemaligen Ostküste von Lurruken. Silûne führte zur selben Zeit (2219 bis 2304) mehrere Kriege gegen die es umgebenen Kleinstaaten.

Bis 2237 besetzte Kelaura Begót, Yalame sowie einige andere Küstenstädte und Inseln der Midaulin-Isonnis. Am 2.8.2237 besuchte sie persönlich das besetzte Yalame. Ihre Schiffe gerieten in einen Hinterhalt, nur 2 entkamen dank dem jungen Offizier Miloux Laqualle – Kelaura schaffte es nicht heim.

Am 19.8.2238 wählte man Miloux Laqualle zum ersten Sohn Tól und Omes, da Kelaura keine Nachfolgerin hatte. Seine flammenden Reden über einen Gegenschlag überzeugten die Statthalter Tólomes. Als erster männlicher Herrscher Tólomes führte er jahrelang einen erbitterten Krieg gegen die Piraten, derweil der alte Feind Silûne sich auf seine eigene Expansion konzentrierte. Im Krieg gegen die Piraten wurde u.a. der Hafen Narroul (Narrol) südlich von Yalame zerstört. Bald besetzte Laqualle fast ganz Laneun und Lobileu, hielt sie aber nur dank starker Militärpräsenz. Es war eine Zeit der Verfolgung und Folterung aller als Pirat verdächtigten Personen.

Am 14.9.2251 wurden Laneun und Lobileu zwar offiziell als Teile von Tólome ausgerufen und es gab nach Jahren der Besatzung nur noch vereinzelt Widerstand, die Probleme waren damit aber noch lange nicht beseitigt. Yalame löste sich gar ganz von Laneun und erklärte sich für unabhängig.

Von 2253 bis 2268 attackierte Laqualle gezielt bestimmte Siedlungen an der Ostküste und sogar rund ums Geistmeer um Piratennester auszuräuchern. 2269 bis 2273 gab es einen internen Konflikt der Adligen von Ost-Aloya und Lanc, bei dem Laqualle letztlich wieder auf Militärpräsenz setzte. Zwei Jahre nach diesem Zwischenfall wurden Piraten in Laneun wieder aktiv. Mittlerweile überfielen sie auch Schiffe aus Silûne. Dieses sah das Piratenproblem als ein Tólome-internes an und drohte mit Krieg, sollte Tólome dieses sein Problem nicht beseitigen können.

Tólome arbeitete bereits an einem neuen Schiffstyp. 2277 war Laqualle bei der Einweihung des ersten Modells in Ahém zugegen. Piraten attackierten überraschend den Hafen sowie die Flotte, die im Hafen zu Paradezwecken vor Anker lag. Viele der tólomischen Schiffe gingen verloren, eh die Piraten genauso schnell wieder verschwanden wie sie aufgetaucht waren. Laqualle ließ sie noch bis in die Midaulin Isonnis verfolgen, dort verschwanden sie aber.

Die nächsten Jahre bis 2294 musste sich Tólome verzweifelt gegen Piratenübergriffe verteidigen. Der Verdacht lag nahe, dass Silûne sie unterstützte. 2294 war der Höhepunkt des Konfliktes erreicht. Laqualle ließ Masin gründen, einen Stützpunkt vor der Insel Isúm (erst später so genannt), der größten der Midaulin-Isonnis.

Bis zum Tod von Miloux Laqualle 2301 im Alter von 90 Jahren wurden die Piratenaktivitäten nach 60 Jahren erstmalig fast völlig erstickt. In Yalame gab es einen Regierungswechsel, die Stadt löste sich endgültig von Laneun und wurde selbständiger Verbündeter von Tólome.

Zur neuen Tochter Tólomes wählte man Málaines, genannt die Friedliche, aus dem jeglichen Kämpfen fernen Lían.

11. 2301 bis 2381: Málaines die Friedliche, die Torchás, die Rhóndeis und andere Verwirrungen

Málaines reiste im Land umher, immer auf der Suche nach Wissen und fand so 2312 den ihrer Meinung nach idealen Platz für eine neue große Bibliothek. Sie suchte sich dazu ausgerechnet die Bucht des heutigen Rénay aus; eine Bucht, die nicht zu Tólome gehörte und sich nah an Laneun befand. Jeder Reisende dorthin musste entweder ein Schiff nehmen oder durch das neutrale Nachbarland Seimáns und andere unabhängige Orte reisen.

Diese Bibliothek, das Kloster Rénay, wurde samt Hafen von 2312 bis 2321 erbaut. Kurz vor Fertigstellung, 2319, brach ein Krieg zwischen Yalame und Lobileau aus, der noch bis 2348 andauern sollte. Tólome unterstützte Yalame minimal und baute vor allem den Handel mit seinen südlichen Nachbarstädten in der Fhélans, der Ebene zwischen Guntrott und Arsullan, aus. 2320 begann Tóbamon, ein Stadtstaat zwischen Tólome und Laneun, seine Nachbarstädte zu unterwerfen. Bis 2350 war damit die so genannte „Torchás“ geboren.

2341 erhob sich Arseau gegen Silour und stürzte Silûne damit in einen Bürgerkrieg bis 2398 und blieb danach für fast 100 Jahre unabhängig. 2342 entstand ein Städtebund in der Fhélans, die „Rhóndeis“, u.a. als Schutz vor der Torchás, hauptsächlich aber um unabhängig zu bleiben und den Handel, dem sie ihren Wohlstand verdankten, auszubauen. Angeführt wurde die Rhóndeis von der Stadt Cároun. Dieser Entstehungsprozess war erst 2391 abgeschlossen.

2348 gewann Lobileau über Yalame und machte es zum Vasallenstaat. 2351 bis 2384 griffen erneut Piraten aus der Midaulin Isonnis Masin und Ajeaun (die Region in welcher Rénay liegt) an. Zum Schutz von Rénay errichtete man eine Garnison am Hafen. Málaines starb aber 2359 im Alter von 85 Jahren.

Die sich im Osten bedroht fühlenden Statthalter wählten den General Dórnin Asoux (*2311) zum neuen Sohn. Asoux herrschte aber mal gerade 22 Jahre, bis 2381. In dieser Zeit ließ er die Garnison von Rénay errichten und erließ ein neues Gesetz, dass alle freien männlichen Bürger im Verteidigungsfalle zur Mithilfe verpflichtete.

12. 2381 bis 2533: Yalames Niedergang und das Bündnis von Tólome und Seimáns

Asoux‘ Nachfolger Mágin Journas (*2358) aus Ahém ließ Rénays Hafen bis 2405 zum Militärhafen ausbauen. Von 2405 bis 2431 ließ Journas von Rénay und Masin aus systematisch die Midaulin Isonnis durchkämmen. Diese Aktionen waren relativ erfolgreich: nur wenige Piraten wurden aufgegriffen, doch viele flohen aus ihren Verstecken auf den Inseln ins Landesinnere nach Lobileau oder sonst wohin.

Zuvor kämpfte sich jedoch Yalame 2403 wieder von Laneun frei. 2460 gab es jedoch eine Katastrophe für Yalame: der Hafen begann zu versanden, die Umgebung sowie die Stadt selber zu versumpfen. Langsam fingen Piraten und anderes lichtscheue Gesindel an, sich in Yalame anzusiedeln. In den nächsten 200 Jahren verwandelte die Stadt sich so langsam in ein heruntergekommenes, piratenverseuchtes Sumpfkaff.

Viel früher, 2410, fing Torchás einen Krieg mit seinem nördlichen Nachbarn Seimáns an. Seimáns lag zwischen Ahém (in Tólome) und Rénay (in der Region Ajeaun), weshalb Tólome grundsätzlich Interesse an guten Beziehungen zu diesem Land hatte. Als Seimáns also nun von Torchás angegriffen wurde, unterstützte Tólome es heimlich. 2441 kam dies endgültig ans Licht und das erzürnte Torchás erweiterte seinen Krieg auf Tólome. 2473 schlossen Tólome und Seimáns ein Bündnis unter Führung des Sohns von Tólome, Mágin Journas. Zur Demonstration der Souveränität nannte sich Seimáns fortan „Freies Land Seimáns“. Dies war aber schon der Grundstein zur Struktur des heutigen Tólome.

2461 bis 2489 eroberte Silûne Arseau zurück. 2479 starb Mágin Journas im hohen Alter von 121 Jahren. Seine Nachfolgerin war Rúgeaun (*2444). Sie sicherte den Frieden zwischen Tólome und Torchás und hielt Seimáns im Bündnis.

2531 überfiel Lobileau Yasleam (das ehemalige Yalame) und Masin. Rúgeaun reagierte mit einer Konterattacke. Der Krieg mit Lobileau begann, doch Rúgeaun starb schon nach 2 Jahren. Ihr Nachfolger Sináque setzte den Krieg fort, in welchem Silûne Lobileau unterstützte.

13. 2533 bis 2593: Jáneurs Kampf um den Erhalt des Reiches

2539 geriet Sináque in Streit mit dem König von Parúni, dessen Hauptstadt Arasanh war. 3 Jahre später ermordeten Attentäter aus Arasanh Sináque bei einem Besuch in Taiban. In den folgenden 2 Jahren zerstritten sich die Statthalter Tólomes und es wurden verschiedene Personen zu Nachfolgern von Sináque ausgerufen. Einer davon, General Mérchanis, besetzte Taiban und ließ die Stadt abriegeln um gegen die „falschen Söhne und Töchter“ im Lande vorzugehen und erklärte gleichzeitig Parúni den Krieg – er war zuvor treuer Anhänger Sináques gewesen.

2545 empörte sich Silûne über die chaotischen Zustände in Tólome und verbündete sich mit Parúni – dies war auch die Zeit, zu welcher es seine Unterstützung für Lobileau endlich offen legte. Weiterhin drohte die Tochter Jáneur in Maggir (vorher: Maggin) damit, Mérchanis anzugreifen sollte er seine Pläne nicht aufgeben. 2546 belagerte Mérchanis Lían und blockierte so den Weg von Jáneur. Derweil rückten Arasanh und Silûne gegen Taiban und Maggir vor. Nach einem Jahr Belagerung und Kämpfen wurde Taiban völlig zerstört, Maggir aber hielt stand. Mérchanis musste aus Taiban nach Rú Bonaroux fliehen, einer Stadt nah Stirmen. In den nächsten 3 Jahren akzeptierten die ernannten Söhne und Töchter in Lían und dem Rest von Aloya Jáneur als „Anführerin der Geschwister“, gaben ihren jeweiligen Anspruch auf den Thron aber nicht auf. Zusammen schlugen sie bis 2550 Silûne zurück.

Ajeaun und Laneaun führten derweil eigenständig den Krieg gegen Lobileau fort. Baránoux, ein Adliger aus Rénay, hatte einige der freien Adligen aus Ajeaun auf seine Seite gezogen und sich von ihnen zum Sohn ernennen lassen. Auch den Statthalter von Masin zog er auf seine Seite und griff mit Freiwilligen aus Ajeaun und Laneaun Lobileau an. Seimáns blieb in dieser Zeit neutral.

2554 beendete Jáneur den Krieg mit Lobileau. 2551 bis 2579 waren die Jahre, in denen Jáneur Arasanh besetzte und Seimáns zurück ins Bündnis holte. Später dann attackierte sie Baránoux und holte so Ajeaun und Laneaun ins Reich. 2581 bis 2589 zog Jáneur ins Feld gegen Fleundan, dem Land, in welchem Rú Bonaroux lag und wohin Mérchanis geflüchtet war. Da Fleundan sich aber weigerte ihn auszuliefern, griff Jáneur an. In der Schlacht bei Mías, einem Ort in Fleundan, starb Mérchanis 2588.

Zwei Jahre später zwang die 82jährige Jáneur dem Reichsrat von Tólome auf, ihren Sohn Sámeidan als ihren Nachfolger zu akzeptieren, da sie ihr Ende nahen fühlte. Zwei Jahre später, 2592, starb sie dann auch, allerdings ermordet vom Herrn von Garún, einer Stadt in Aloya, der sich gern selbst als Sohn gesehen hätte. Doch Sámeidan führte einen schnellen Schlag gegen Garún und zerstörte die komplette Stadt 2593. Die restlichen Statthalter akzeptierten Sámeidan danach als neuen Sohn.

14. 2593 bis 2755: Jáneurs wahnsinnige Erben und die Aufnahme der Rhóndeis

2595 stürzte Sámeidan das Land in einen Krieg mit Silûne, als Rache für ihr Verhalten vor 90 Jahren. Bis 2634 überzog er das Land mit Terror und eroberte Diméo und Arseau. Auf dem Höhepunkt seines großen Feldzuges wurde er 2635 von einem seiner eigenen Vertrauten ermordet. Beim Volk war er eh nicht beliebt, es war gegen seine Kriegstreiberei – trotzdem wurde sein Mörder von Sámeidans Nachfolger erhängt.

Dieser Nachfolger war Géimoux, ein anderer Vertrauter von Sámeidan. Er versuchte zwar dessen Eroberungen zu halten, verlor aber Arseau und Diméo bald wieder an Silûne. 2649 starb er im Kampf.

Seine Nachfolgerin wurde nach reichlich Intrigen, Bestechungen und Drohungen Amoujain, die Tochter von Sámeidan. Amoujain hatte bald den Beinamen „die Wahnsinnige“ weg. Sie belegte das Volk mit erdrückenden Steuern und veranstaltete Kampfspiele zur Belustigung der Reichen. Wahllos ließ sie Silûne attackieren, Aufstände gegen sie blutig niederschlagen und ganze Dörfer in Laneaun wegen Piraterie niederbrennen. 2661 wurde sie ermordet.

Ihre Nachfolgerin war Esaun (*2630).

2667 bis 2671 attackierte und besetzte Silûne Städte der Rhóndeis, wie zuvor schon manchmal geschehen. Diesmal aber rief die Rhóndeis Tólome um Hilfe. Bis 2694 hatte dieses Silûne zurückgeschlagen und nahm Rhóndeis „in Schutz vor weiteren Angriffen“, wie Esaun es ausdrückte – Tólome annektierte die Rhóndeis also.

2712 starb Esaun, ihr Nachfolger wurde Lamant.

2719 begann ein Streit mit Yasleam, welches für Lamants Geschmack scheinbar zu viele Piraten beherbergte. 2719 bis 2772 deckte Tólome Yasleam und dessen Schiffe mit vereinzelten Attacken ein um dessen Aktivitäten einzuschränken.

15. 2755 bis 2960: Die Bürgerkriege von Ajeaun und Tólome

Während dieser Zeit wurde Rénay, mittlerweile eine Stadt, von Dounain Ameoux als Statthalter kontrolliert. Dessen Sohn Mílas zerstritt sich 2755 mit Joux Haunas, dem Sohn einer anderen adligen Familie – alles wegen einer Frau, die sie beide begehrten. Letztlich kam es zum Duell zwischen den beiden und Mílas wurde getötet. Die Familien Ameoux, Haunas und Eraís (Familie der Tochter) bekriegten sich fortan auf den Straßen Rénays und außerhalb der Stadt. Lamant starb bevor er eingreifen konnte, 2758. Seine Nachfolgerin Simaine (*2741) war mit nur 17 Jahren die jüngste Tochter Tólomes aller Zeiten.

2761 entsandte sie Militäreinheiten nach Rénay um den Konflikt dort zur Not gewaltsam zu beenden. Dies misslang ihr aber gründlich und nach 2 Jahren dehnte sich dieser Konflikt auf den Rest von Ajeaun aus. Ein Bürgerkrieg innerhalb von Ajeaun entstand. Es gab auch Kämpfe mit Tólome und in den Grenzgebieten mit Seimáns und Laneaun. Erst 2797 gelang der Familie Haunas ein vernichtender Schlag gegen die Ameoux und Eraís. Joux Haunas erhob Rénay zur Hauptstadt von ganz Ajeaun. Um endlich Ruhe zu haben ließ Simaine in Lían dies billigend zu.

2814 wurde Simaine ermordet. Etliche Adelsfamilien, besonders die drei in Rénay, beschuldigten sich gegenseitig und es kam zum Bürgerkrieg in ganz Tólome. 2821 nutzte das Silûne aus und besetzte in einem schnellen Schlag fast ganz Aloya – das Herzland von Tólome. 2842 kristallisierte sich Jéndaun aus Carûn (Cároun) als stärkste Partei heraus. Mit Unterstützung aus anderen Städten der Rhóndeis, Seimáns und den vertriebenen Adligen aus Aloya, welche nicht zu Silûne übergelaufen waren, griff er die Silûni und die Verräter von Aloya an. Nach 3 Jahren hatte er einen Großteil von Silûne zurückgeschlagen, doch das Land geeint erst wieder 2855 gesehen. Als neuer Sohn machte er ab 2859 ähnliches wie viele seiner Vorgänger: Strafexpeditionen gegen die Piraten. 2871 starb er, sein Nachfolger hieß Aumín (*2832)

Aumín erlebte bis 2909 recht ruhige Zeiten. Seine Nachfolgerin Míjousa (*2881) dagegen führte den Krieg gegen die Piraten fort und eroberte 2927 Begót, die größte Stadt von Lobileau. Von 2931 bis 2948 ließ sie die Militärbasis Sadun errichten, auf der Saír Faloí, der Halbinsel südlich der Rhóndeis und gelegen zwischen Lobileau und Silûne. Sie war damit ideal als Stützpunkt mitten im Feindesland. 2960 starb Míjousa aber. Ihr Nachfolger hieß Niráce Jardgeault (*2941), ein weiterer junger Herrscher.

16. 2960 bis 3016: Niráce Jardgeault und Die Flucht aus Lían

Niráce galt anfangs nur als sonderlich, später beäugte man ihn mit immer mehr Seitenblicken. Die üblichen Berater des Sohnes stockte er bald auf, auch seinen obersten Berater zog er später immer mehr in Politikangelegenheiten zu Rate. Niráce sah und hörte oft Dinge, die andere nicht wahrnahmen (weil sie nicht da seien). Er litt ständig unter Verfolgungswahn und beschuldigte sowohl die Dinge, die er sah, als auch Berater und sogar Diener, ihn umbringen zu wollen. Er beschäftigte etliche Vorkoster und Leibwächter, schloss sich manchmal in seine Gemächer ein und kam dann tagelang nicht mehr heraus. Sowohl Außen- als auch Innenpolitik seines Landes vernachlässigte er und verlor in den großen Aufständen 2984 bis 2994 Begót. Sadun hielt sich geradeso, aber auch nur dank tatkräftiger und Tólome loyaler Adliger und Generäle, die von Niráce keine Befehle erhielten.

2997 war der Höhepunkt von Niráce‘ Leiden. Einige Wochen lang sprach er von grauenvollen Dingen im Palast von Lían die ihn verschleppen und für ewig quälen wollten. Aus lauter Angst wies er an, alles für eine Umsiedlung des gesamten Hofstaates nach Maggir vorzubereiten.

Viele waren schon umgesiedelt und es war Niráce‘ letzte Nacht im Palast, da geschah es: Niráce hatte sich wie so oft in seine Gemächer eingesperrt. Spät in der Nacht hörten einige Diener lautes Geschrei aus Niráce‘ Gemächern. Man versuchte zu ihm vorzudringen, aber erst als das Geschrei (und anderer damit verbundener Lärm) verklungen war, konnte man seine Tür aufbrechen. Man fand schreckliches vor: vollkommen verwüstete Gemächer, einiges an Blut – aber weder Niráce noch einen Angreifer. Auch fand man später nie wieder eine Spur von Niráce Jardgeault.

Umean, eine seiner Beraterinnen, übernahm die Regierung, solange Niráce nur als verschollen galt. Sie blieb aber in Maggir, welches seit 2997 als neue Hauptstadt von Tólome galt. Umean hielt Sadun durch einen weiteren Sturm, 3004 bis 3009. 3016 starb sie, ihre Nachfolgerin als Regentin wurde Masjíque (*2994).

17. 3016 bis 3097: Bürgerkrieg und Intreunás‘ goldene Zeit der vielen Reformen

Masjíque eroberte und befriedete 3018 bis 3035 erfolgreich Begót und den Rest von Lobileau. 3037, nach 40 Jahren, erklärte man Niráce Jardgeault endgültig für tot und wählte Masjíque zur offiziellen Tochter von Tólome.

Diese Wahl war jedoch eine langwierige und zähe Prozedur: seit über 800 Jahren in Funktion, war das Wahlsystem, bei dem die Statthalter einzelner Länder und Städte in Tólome den Sohn bzw. die Tochter aus den Reihen der Adligen (und Militärs) wählten, längst festgefahren und korrumpiert. Die Adligen des Wahlrates intrigierten bereits standardmäßig stets gegeneinander und versuchten immer ihre jeweiligen eigenen Kandidaten auf den Thron zu hieven. Herrscherhäuser von Provinzen/Ländern, wie z.B. Seimáns und Ajeaun, wagten es natürlich sogar, gegen die Tochter/den Sohn selbst zu intrigieren und diese(n) zu übertrumpfen.

3042 setzte sich ein Adliger namens Ladois im Rat durch. Er verurteilte Masjíque wegen unlauterer Machenschaften bei ihrer Wahl und verlangte ihre sofortige Absetzung. Natürlich kam es zum Streit zwischen beiden Parteien; den Anhängern von Masjíque und den Fürsprechern von Ladois. Ein erneuter Bürgerkrieg sollte toben.

Ladois hatte seine Heimat Seimáns sowie Ajeaun auf seiner Seite. Sogar die Torchás unterstützte ihn, die bisher nur diplomatische und Handelsbeziehungen zu Tólome hatte. Masjíque hatte nur die Elite in Aloya und Laneaun auf ihrer Seite. Bald mischte sich noch ein Dritter ein: Intreunás (*3027). Intreunás war Sohn einer wohlsituierten Familie aus Maggir. Im Zuge des Skandals um Ladois und Masjíque war er Protestbewegungen innerhalb der Bürgerschaft eingetreten um für klare Wahlen eines völlig neuen Sohnes bzw. einer Tochter zu sorgen. Intreunás fand eigene Anhänger und baute sich in Aloya eine Armee auf, unterstützt von niederen Adligen und dem Volk. Er mischte sich in den Bürgerkrieg ein, um sowohl Masjíque als auch Ladois zu bekämpfen. 3060 schlug er Ladois in Ajeaun. Bis 3062 unterwarf er die Torchás, vernichtete den alten Rat und zahlreiche der Anhänger von Masjíque und Ladois. Masjíque fiel auf dem Schlachtfeld, Ladois floh und kehrte nie zurück.

Sofort ließ Intreunás das Reich neu organisieren.

Jasleam (früher Yasleam) wurde wieder Teil von Laneaun. Fleundan wurde endgültig Teil von Tólome, neue Hauptstadt wurde aber Ahém. Parúni hatte Intreunás ebenso wie die Torchás unterworfen und den Herrscher von Arasanh vertrieben. Die Regierung von Parúni versetzte er nach Lían, um Arasanh völlig ruhig zu stellen und kontrollieren zu können, einen ähnlichen Grund gab es bei Fleundan und dessen alter Hauptstadt Rú Bonaroux. Ajeaun und Seimáns verschoben ihre gemeinsame Grenze etwas. Lobileau wurde von Intreunás niedergeschlagen als es versuchte, die Verwirrung des Bürgerkrieges zu nutzen. Aloya wurde am stärksten verändert. Als altes Herzland des Reiches ließ Intreunás es schrumpfen und aufteilen, um elitärem Gedankengut vorzubeugen. Der Nordwesten um Lían ging an Parúni, der Norden um Ahém an Fleundan, der Südosten an die Rhóndeis. Aloyas Osten, der Norden der Rhóndeis und der Westen der Torchás sollten letztlich eine völlig neue Provinz bilden: Fayaura.

Natürlich gab es Widerstand, doch das Volk war auf Intreunás‘ Seite, ebenso wie viel niederer Adel – und die alten Gegner waren vertrieben oder erschlagen.

Nachdem alles ruhig war unternahm Intreunás von 3069 bis 3072 eine Reise nach Rardisonán. Dort traf er den Tolnán Muralgaz. Man besann sich der gemeinsamen Ursprünge – war Rardisonáns Gründungsvater Raréon doch von Tól und Ome ausgesandt worden. Muralgaz und Intreunás verstanden sich gut und unterschrieben ein Bündnis. Man versprach sich blühenden Handel, militärische Unterstützung und vieles mehr.

3074 bis 3076 musste Intreunás einen Aufstand in Lobileau niederschlagen. Zwei Jahre später griffen Silûne und Saír Faloí gemeinsam Tólome an; Aloya und die Rhóndeis. 16 Jahre lang musste Intreunás sie abwehren und entwickelte während dieser Zeit noch mehr Verwaltungsreformen. Unter anderem wurde festgesetzt, dass jedes Bundland einen Statthalter habe und diese zusammen den Wahlrat bilden würden, nicht mehr wie bisher ein Gemisch von historisch festgelegten und neu hinzugekommenen Statthaltern.

3094 vertrieb Intreunás die Silûni und besetzte Arsullan, größte Siedlung der Saír Faloí.

3097 starb Intreunás.

18. 3097 bis 3239: Der 100jährige Krieg mit Silûne & der erste Sohn aus Rardisonán

Intreunás‘ Nachfolgerin Anléans (*3054) stammte aus der Rhóndeis. Sie setzte Intreunás‘ Wirken und in den fast 30 Jahren ihrer Regierung auch die Kämpfe gegen Silûne fort. Später eroberte und befriedete sie die Saír Faloí. Ein weiterer wichtiger Aspekt ihrer Herrschaft war der Ausbau des Seehandels, besonders mit Zardarrin und Rardisonán. Auch zu Aleca verbesserte sie die Beziehungen.

Doch eines wurde ihr später stets angelastet: der Beginn des (über) hundertjährigen Krieges mit Silûne. Intreunás schlug Silûne einst nur zurück, doch Anléans trug den Krieg weiter auf silûnischen Boden und eroberte Siedlungen. Im Verlaufe dieses Krieges behielt Tólome meist die Oberhand und besetzte Land von Silûne.

Anléans starb 3126, 8 Jahre nach Beginn des Krieges. Die Tochter Tárline (*3084) hatte bis 3154 mit diesem Krieg zu kämpfen. Um Tólome nicht zu Grunde zu richten, wandte sich Tárline an die Tolnáns Mirail und Alúmis und bekam von ihnen Unterstützung in Form von Soldaten, die eigene Stützpunkte in Tólome errichteten und dieses bei seinem Kampf unterstützte.

Tárlines Nachfolger, der Sohn Chámaun (*3122) ging sogar so weit, sich eine Leibgarde von Soldaten aus Rardisonán zu halten. Zusammen mit diesen schlug Chámaun so manche erfolgreiche Schlacht gegen Silûne. Als er sein Ende nahen spürte wagte er es, in die Fußstapfen von Málaines zu treten und sich über den Reichsrat hinwegzusetzen indem er ihnen einen Nachfolger aufzwang: seinen Leibwächter Aljúmas aus Rardisonán. Dies wurde natürlich zum Riesenskandal, da Aljúmas weder aus Tólome stammte noch seine eigene Abstammung kannte – er war Waise und Soldat. Viele Landadlige protestierten, einer wagte es sogar, sich gegen Chámaun zu erheben und rebellierte. Chámaun und Aljúmas schlugen diesen Adligen aber schnell und blutig nieder. So akzeptierten die meisten anderen Aljúmas schließlich zwangsweise als Nachfolger.

Chámaun starb letztlich auch, 3183, und Aljúmas trat seine Nachfolge an. Natürlich versuchte er Rardisonán-freundlich zu regieren, wollte aber auch Tólome expandieren sehen. So mancher Adliger, der sich zu Zeiten von Chámaun nicht getraut hatte zu rebellieren, versuchte es nun. Einmal war Aljúmas gezwungen einen Aufstand niederzuschlagen. Die anderen Male versetzte er die jeweiligen Aufrührer schlicht an die Grenze zu Silûne, wo sie für Aljúmas Schlachten zu schlagen hatten. Erobern tat Aljúmas bis zu seinem Tode 3214 aber nur wenig.

Der Sohn Launís (*3171) beendete endlich den Krieg mit Silûne, weigerte sich aber hartnäckig die eroberten Gebiete von Aljúmas aufzugeben. Launís galt sowohl im Volk als auch beim Adel als verweichlicht und weibisch, unfähig Tólome Gutes zu tun. Dies brachte ihm viele Feinde und so wurde er 3239 von einigen Verschwörern ermordet.

19. 3239 bis 3356: Gailaunes Reizung, Chánis‘ Versagen und Ofaulias Krieg mit Dhranor

Launís Nachfolgerin, die Tochter Gailaune, war da zumindest anfangs schon beliebter. Sie galt als Händlerin, als Wirtschafterin die Tólome wirtschaftlich aufbaute. Sie ließ die Errichtung von Kontoren der tólomischen Handelsgesellschaften auf den südlich gelegenen Nordwindinseln (Die Südfeuer) subventionieren und unterstützen. Man erhoffte sich so manche Handelsware und Bodenschätze von den Inseln. Genau dies aber sollte Tólome in einen neuen Krieg stürzen. Dhranor, das Fast-Nachbarland von Silûne, empörte sich wegen der angeblichen Einmischung von Tólome in die Interessen Dhranors. Dhranor versuchte schon seit längerem, die Nordwindinseln für sich zu gewinnen. Seit 3251 gab es fortan des öfteren Scharmützel um die Nordwindinseln zwischen Schiffen aus Tólome und Dhranor.

3264 begann in Silûne ein Bürgerkrieg, als ein entmachteter Fürst der Bergstämme seinen Herrschaftsanspruch einforderte. Zweitweise gelang es ihm, später wurde er wieder zurückgeschlagen und schließlich mitsamt seiner Familie hingerichtet. Es ist unbekannt ob jemand überlebte, Ordnung herrschte in Silûne aber erst wieder 3321.

Gailaune starb 3275, auf den Thron folgte ihr die Tochter Chánis (*3239). Chánis verzweifelte fast an den Kämpfen im Nordwindarchipel. So begann sie 3277 Verhandlungen mit Dhranor und hoffte auf ein gegenseitiges Einverständnis, das beiden Ländern zu Gute käme. Dhranor aber forderte kompromisslos die kompletten Nordwindinseln für sich allein. Chánis sah sich gezwungen – auch durch Druck ihrer Berater und Adliger Tólomes – abzulehnen. Dhranor verlor die Geduld und erklärte Tólome 3281 erstmalig den Krieg. Dieser Krieg sollte sich auf 40 Jahre erstrecken und nur anfangs auf und um den Nordwindinseln abspielen. Chánis erlebte dies aber nicht mehr, sie starb 3314 – vielleicht gramvoll.

Der Tochter Ofaulia (*3284) rissen schnell die Zügel aus der Hand. Sofort nach ihrem Amtsantritt ließ sie den Krieg nach Dhranor tragen und die große Hafenstadt Piran belagern. Piran hielt aber stand und schlug die Belagerer sogar bald zurück. Zuvor nämlich attackierte Dhranor seinerseits tólomischen Boden und besetzte 3316 Sadun. Damit war es aber noch nicht getan: Bis 3321 eroberte es auch den Rest der Saír Faloí und besetzte obendrein noch Lobileau. Tólome sah sich immer stärker bedrängt, brach die Belagerung von Piran endgültig ab und musste sich schließlich gar aus den besetzten Gebieten in Silûne zurückziehen. Dhranor hielt die Saír Faloí und Lobileau einige Jahre besetzt. Silûne versuchte bald einen Angriff auf Tólome. Die Kämpfe waren aber tatsächlich ausgeglichen, da Tólome wie Silûne geschwächt waren. Silûne versuchte sich sogar mit Dhranor zusammenzutun, dieses lehnte aber ziemlich barsch ab.

Ofaulia musste sich bald dem Druck einiger Persönlichkeiten beugen. Besonders Adel und Volk, das nah der besetzten Zone lebte oder gar aus ihr geflohen war, forderten von ihr ein Ende der Streitigkeiten mit Dhranor, da dies als übermächtiger Gegner erschien. Hilfe aus Rardisonán konnte sie sich zu diesem Zeitpunkt keine erhoffen, da dies ebenso von allen Seiten angegriffen wurde und in arger Bedrängnis war. Bis 3352 konnte Ofaulia einen Waffenstillstand mit Dhranor zustande bringen und nach einer Tributzahlung gab es sogar die Saír Faloí und Lobileau frei. So konnte Ofaulia noch 4 Jahre ihr Land wieder ordnen, eh sie 3356 starb.

20. 3356 bis 3449: Jómaz‘ Ärger mit Aleca und Quináus‘ Pech

Neuer Sohn wurde Jómaz, ein Adliger aus Rardisonán. Jómaz musste einst nach Tólome fliehen und machte sich dort einen guten Namen. Seine Regierungszeit stand aber unter einem ähnlich dunklem Stern wie die von Ofaulia. Jómaz war Sohn einer Adelsfamilie im Osten von Rardisonán. Sie war maßgeblich an der 300jährigen Besatzung von Aleca durch Rardisonán beteiligt und wurde eine der mächtigsten Familien im Land. Zu ihrem Pech aber kämpfte sich Aleca Ende des vorherigen Jahrhunderts frei. Die Lecen sollten sich als Volk herausstellen, das nicht so leicht vergab. Im 34. Jahrhundert prägte noch eine tiefe Feindschaft die Beziehungen von Rardisonán und Aleca. Jómaz‘ Vater noch verlor Grenzgebiete an Aleca. Dies brachte ihm eine Verbannung und Ächtung ein, die auch seinem Sohn Schande brachte. So floh Jómaz lieber nach Tólome. Doch Aleca sollte sich nachtragend zeigen und verweigerte Tólome fortan den Handel, nach einer eigentlich friedlichen diplomatischen Mission von Tólome im Jahre 3374. Der Seekrieg mit Aleca spitzte sich immer mehr zu und 3389 starb Jómaz.

Ein weiterer Pechvogel war sein Nachfolger, der Sohn Quináus (*3364). Der junge Quináus war Pazifist und wollte Frieden mit Aleca und Dhranor. Früh befahl er den Händlern seines Reiches, sich aus den Nordwindinseln zurückzuziehen und machte sich durch diesen Edikt so manchen Feind in den eigenen Reihen. Viele Händler hielten sich nicht daran und befuhren weiterhin die Inseln. Dies führte zu einer Absprache zwischen Tólome und Dhranor, nach der Dhranor alle Händler zwischen den Inseln ab sofort angreifen durfte. Darum konnte sich Dhranor in den nächsten Jahren aber kaum kümmern, fiel doch 3393 Silûne in dessen östliche Gebiete ein. Diese Kämpfe bis Kriege sollten sich bis 3513 hinziehen.

Eine Einigung mit Dhranor war Quináus also mehr oder weniger gelungen. Bis 3414 zogen sich die Verhandlungen mit Aleca hin. Letztlich kam es lediglich zu einem Waffenstillstand, aber auch nur dank guter Diplomaten und Quináus‘ Beratern. Denn Quináus selbst reiste 3414 von Mággir nach Lían, oder versuchte es zumindest, denn er kam nie in Lían an. Dafür erreichte bald eine Lösegeldforderung Mággir: Banditen hatten ihn auf dem Weg entführt.

Man versuchte erstmal, zu verhandeln. Als dies nicht fruchtete, stellte General Tremaun im nächsten Frühjahr eine Armee auf die Beine. Von Anfang an hatte er gepredigt, dass Banditenlager doch einfach aufzuspüren und vernichten zu lassen. Als man ihm dies endlich genehmigte, sammelte er Soldaten und zog im Frühjahr 3415 los. Schnell zuschlagend überfiel Tremaun das Banditenlager und ließ alle niedermachen. Doch die Banditen waren disziplinierter und fanatischer als erwartet und einer von ihnen war schnell genug, Quináus die Kehle durchzuschneiden bevor er selbst starb. Später vermuteten natürlich viele, Tremaun selber habe Quináus getötet, um Sohn zu werden. Zumindest aber alle seine Soldaten sagten zu seinen Gunsten aus.

Bis 3416 gab es große Diskussionen im Reichsrat, wer denn nun neues Kind Tólomes sein solle. Es gab einige Fürsprecher Tremauns, aber auch Gegner, die ihm den Tod Quináus‘ anlasten wollten. Letztlich aber wurde Tremaun doch noch gewählt.

Seine weitere Regierungszeit sollte ruhiger als erwartet ausfallen. Hatten seine Gegner eine Zeit des Krieges prophezeit, legte Tremaun tatsächlich mehr Wert darauf, das Land auszubauen und neue Handelspartner zu finden. Silûne war mit Dhranor beschäftigt, die Piraten ruhig, Aleca besänftigt. Als Kriegsmann war Tremaun aber auch etwas gelangweilt. Also ließ er am Stadtrand von Mággir eine Arena nach zardischem Vorbild errichten, in der er kurz vor seinem Ende noch die ersten Spiele miterlebte.

21. 3449 bis : Der konservative Alagné und die herrschsüchtige Irlaune

3449 wurde Tremauns Nachfolgerin die Tochter Jauna. Jauna besaß ein merkwürdiges Wesen und war geradezu vernarrt in die Spiele, die sie im Ravamk in Zardarrin miterleben durfte. Sie ließ einige dieser Spiele in der jungen Arena in Mággir umsetzen und sogar einen Macaten beschaffen – hauptsächlich zu ihrer eigenen Belustigung, da die Tólomies diese Art von Unterhaltung nicht gewohnt waren. Viele predigten gar, dies sei Blasphemie an Tól und Ome. Jauna starb nach einer ansonsten eher ruhigen Amtszeit 3487.

Ihr Nachfolger, der Sohn Alagné, war Konservatismus in Person. Er nutzte den Unmut der Mággiren um die Arena erst schließen und ihre Steine später zum Bau einer neuen Burg nutzen zu lassen.

3497, nach einem Bürgerkrieg, riss in Rardisonán Ausimé Sazar die Macht an sich und gestaltete das Reich um. Alagné gefielen die Änderungen dieses diktatorischen „Gottkönigs“ gar nicht. Er empfand die neue Selbstbestimmung und den Absolutismus des Tolnán als Blasphemie an Tól und Ome und brach empört den Kontakt zum jungen Ojútolnán (das Großreich des Tolnán, in dem Rardisonán nur ein Teil war) ab. Die Beziehungen versteiften sich zusehends weiter, als sich Alagné 3529 mit Aleca verbündete im Zuge der Osterkundung der Welt.

3543 starb Alagné und gab den Thron frei für den Sohn Euqíne. Euqíne war schwächlich und von seiner Frau beherrscht. Diese entschied für ihn, dass er die Flotte ausbauen und es Aleca bei der Erkundung des Ostens gleichtun solle. Seine öffentliche Politik war denn auch geprägt von dem Willen seiner Frau und das Volk lachte hämisch über diesen schwachen Herrscher. Als er nach 5 Jahren endlich dem Druck seiner Frau nachgab und sie, Irlaune, zu seiner Nachfolgerin bestimmte für den Fall, dass ihm etwas passiere, wähnte sie sich siegessicher. 3549 ließ Irlaune Equíne heimlich ermorden.

Trotz heftigen Protestes innerhalb des Rates wagte es niemand, gegen Irlaune aufzubehren. Zu groß war die Angst, so zu enden wie Equíne. So wählte man sie zur neuen Tochter. Gegen ihre Feinde, die sie dank der Ermordung ihres Gatten zu Hauf besaß, ging sie hart zu Felde und ließ so manchen beiseite schaffen. Später war sie für ausufernde Festivitäten sowie Orgien nach tolumischen Vorbild bekannt. Dies unternahm sie, um den Rest der Reichen zufrieden zu stellen.

Irlaune hatte einen Liebhaber nach dem anderen, immer auf der Suche nach mehr Macht, die diese Männer ihr liefern könnten. Zwei spielte sie gar gegeneinander aus, dass eine erbitterte Rivalität zwischen ihnen entstand und sie die Torchás fast in einen Bürgerkrieg stürzten. Einen weiteren brachte Irlaune dazu, mit seinem Gefolge eine Stadt in Silûne anzugreifen. Silöns Ratgeber persönlich griff aber ein und jagte diesen Mann bis zurück in seine Burg – Irlaune ließ ihm freie Bahn und bändelte letztlich sogar mit ihm an. So kam es fast zu einer Vereinigung von Tólome und Silûne – doch ein alter Freund von Equíne hatte Irlaunes Anschläge überlebt und sich seitdem bedeckt gehalten. 3561 wagte er es endlich, unterstützt von einer paktierenden Gruppe Verschwörer gegen Irlaune, die schon mehrmals selbst Anschläge auf sie versucht hatten. Bei einem Ausflug Irlaunes traf sie ein tödlicher Pfeil – eine recht Aufsehen erregende Art des Attentates, und so jagten und fingen Wächter Irlaunes den Attentäter, um ihn aufzuknüpfen.

Irlaunes Nachfolgerin wurde die Tochter Noisjeanne.

22. 3449 bis 3634: Krieg und Frieden… und Krieg zwischen Silûne und Tólome

Nach dem Tode Irlaunes beschuldigte ihr Liebhaber, der Ratgeber Silöns, einige Adlige Tólomes – darunter auch Noisjeanne – an der Verschwörung gegen Irlaune teilgenommen zu haben. Als nun zu allem Überfluss auch noch Noisjeanne – gegen den Willen derer im Rat, die einen Krieg prophezeiten – zur Tochter erhoben wurde, ließ Silöns Ratgeber die Grenzprovinzen Tólomes angreifen. Da es aber keinen Erfolg gab und sie ihn aus Rache und Wut blind wähnten, rebellierten die beteiligten Adligen Silûnes bald und ersetzten ihn durch einen der ihren: Jadûne.

Jadûne und Noisjeanne hielten Frieden und förderten sogar den freien Handel zwischen ihren Ländern. Noisjeanne widmete sich mit Leidenschaft der Jagd und dem Reitsport, führte sogar die Tradition der Turniere ein. Unglücklicherweise fiel sie 3589 von ihrem Reittier und brach sich dabei das Genick.

Der neue Sohn Armeaun behielt die Traditionen von Noisjeanne bei. Seine Regierungszeit war anfangs geprägt von der Reinigung der Handelsrouten: überall auf den Straßen nach Westen und innerhalb des Reiches, wo Banditen sich zeigten, ließ er diese jagen und ausräuchern. Phir Thameni im Süden von Zardarrin war damals noch weitläufig geprägt von Piraten. Auch gegen diese schickte Armeaun ganze Flotten aus, um Händler nach Zardarrin und Aleca zu beschützen – die Erkundung des Ostens duldete er, wie seine Vorgänger. Privat vorgehende Entdecker kosteten schließlich kein Geld.

3603 kam bei seinen Säuberungsaktionen – die ihm im Volk übrigens sowohl Achtung, wie auch Ächtung (wegen erhöhter Steuern) einbrachten – eine seiner Armeen zu weit südlich und verletzte das Grenzgebiet zu Silûne. Seit dem Tod von Jardûne 3598 waren die Beziehungen zwischen Silûne und Tólome wieder eisiger geworden. 3604 eskalierte es, als Armeaun sich gezwungen sah, eine Armee offiziell gegen Silûne auszusenden, nachdem die vorherige Truppe angegriffen wurde. Bis 3612 verbrachte Armeaun seine restliche Regierungszeit im Krieg.

Der Sohn Intreunás II., ein ehemaliger General, der sich diesem Namen selbst verlieh, sollte sich sogar um kaum etwas anderes als den Krieg kümmern. Zwar erreichte er von 3612 bis 3618 einen Waffenstillstand, dieser sollte sich aber als temporär erweisen. Zuvor hatte er zumindest die Gelegenheit, im Osten auf dem jüngst entdeckten Ostkontinent die ersten Kontore zum Handel mit dortigen Völkern zu gründen.

Die Jahre danach musste er die Burgen am Panenfiress ausbauen und verstärken lassen, um überhaupt gegen Silûne durchhalten zu können. 16 Jahre lang kämpfte er einen vergeblichen Krieg, ohne Verschiebung der Front. 3634 starb er.

23. 3634 bis : Entdeckung der Vobloochen; Gründung und Verteidigung von Curiém

Die Tochter Gosiqué hielt den Panenfiress für weitere 15 Jahre, ehe sie endlich einen Waffenstillstand mit Silûne ausarbeiten konnte. Danach war der neue Schauplatz für alle großen Reiche der Osten. Bis 3651 ließ Gosiqué die Kontore ausbauen bis daraus kleine Kolonien und Siedlungen entstanden waren.

3652 stieß Aleca auf das Reich der Vobloochen. Diese zeigten sich von dem Besuch nicht sehr erfreut und fingen an, alle Schiffe die zu ihnen kamen zu versenken. Bald verfolgten die Vobloochen die Lecen bis zu ihren eigenen Kolonien und griffen sie auch dort an. Dieser Konflikt war der Auftakt zu einem weltumspannenden Krieg, eh 3665 Ojútolnán den Ostkontinent erreichte. Sie bekriegten die Vobloochen von selbst.

Gosiqué starb 3669. Ihr Nachfolger war der Sohn Tremaun II. Während seiner Jugend konnte er den Anfang des Bürgerkrieges in Silûne, 3652, miterleben, stammte er doch aus einer Adelsfamilie der Grenzmarken, die ihn nach dem berühmten Sohn benannten. In diesem Bürgerkrieg kämpften anfangs die Bergvölker für ihr Recht für mehr Mitbestimmung. Im Laufe der Zeit eskalierte das ganze aber, bis letztlich tatsächlich fast jeder gegen jeden kämpfte.

Tremaun II. hielt sich aus der Anarchie Silûnes heraus und konzentrierte sich mehr auf den jungen Osten. Er war es, der das Land zwischen den tólomischen Kontoren offiziell für Tólome beanspruchte und die Kolonie Curiém verkündete. Curiém vergrößerte sich, indem es Eingeborenenland eroberte oder abkaufte oder Siedlungen annektierte. Begünstigt wurde dies dadurch, dass auf dem Ostkontinent an dieser Stelle nur wenige lebten, trotz guter Bodenschätze und relativer Fruchtbarkeit des Bodens.

Nach wenigen Jahren aber erregte die Existenz Curiéms den Zorn der Vobloochen und in immer stärkeren Wellen wurde die Kolonie angegriffen. Während er in seiner Heimat schließlich doch einen Nutzen aus der Anarchie Silûnes zu ziehen versuchte, verstärkte Tremaun II. gleichzeitig Curiém. 3705 starb er.

24. 3634 bis 3759: Argeilles Reizung Ojútolnáns und Avrés kriecherische Herrschaft

Seine Nachfolge trat der Sohn Argeille an, ein Mann, der seit seiner Jugend einer der stärksten Anhänger von Tól und Ome war. So verwunderte es auch nicht, als er Institutionen einrichten ließ, in denen man „Tól und Ome um Hilfe bitten“ konnte. Er studierte die Geschichte von Tól und Ome genau wie die von Tólome und entdeckte bald Diskrepanzen. Silûne wollte er für ihren Verrat bestrafen, doch mit seinen Angriffen trug er letztlich nur dazu bei, dass sich einige der Parteien im silûnischen Bürgerkrieg wieder vereinten, um gemeinsam Argeille abzuwehren. Als dies getan war und Argeille ein neues Streitopfer fand, eroberten diese Verbündeten in Silûne rasch wieder das Land. Zu einer endgültigen Einigung sollte es aber erst später kommen. 3713 stärkte Argeille in Tólome die Meinung, dass auch Raréon ein Verräter gewesen sei, der sich von der Heimat abspaltete und verlangte größenwahnsinnig von Ojútolnán, dass es sich Tólome unterwerfen solle. Der Tolnán Nuruim konnte darüber natürlich nur lachen und ließ Tólome zur Warnung angreifen. Die Kämpfe von 3714 bis 3723 konzentrierten sich vor allem in Curiém und Seegefechten, doch auch Ajeaun und die Nordküste von Tólome griff Ojútolnán heftigst an.

Argeille kämpfte stets persönlich gegen die Angreifer und fiel 3723 bei Lanc. Ojútolnán besetzte mit dieser Tat Ajeaun und Lanc und forderte bald darauf hohe Tributzahlungen von Tólome um nicht auch noch den Rest des Landes zu besetzen. Ein eilig einberufener Rat entschied, auf ihre Forderungen einzugehen und wählte erst danach Avré zur neuen Tochter.

Avré sah sich während ihrer gesamten Regierungszeit einem zur Hälfte besetzten und damit geteilten Tólome gegenüber. Avré galt unter ihren Landsleuten als Speichelleckerin und Kriecherin gegenüber Ojútolnán. Als der Tolnán es anordnete, brach sie den Kontakt zu Curiém ab, das sich 21 Jahre lang nur dank Freiwilligen und Abenteurern aus aller Welt gegen die anstürmenden Vobloochen verteidigen konnte.

Adlige und Bürger aus Tólome, die Avrés Herrschaft satt hatten, zog es in Scharen nach Curiém, welches man bald auch „Freies Tólome“ nannte. Hier entstanden die Hetzschriften gegen Avré und den Tolnán Mizícas. Unzufriedene sammelten sich und so entstanden die sogenannten „Anhänger des Freien Tólome“, die auch noch zahlreiche Kontakte und Sympathisanten in der alten Heimat hatten. Während also langsam Außenposten von Curiém von den Vobloochen überrannt wurden, begannen die Anhänger des Freien Tólome in diesem selbst, das Volk gegen Avré aufzuwiegeln und wurden dafür von Avrés Leuten und den Toljiken erbarmungslos gejagt.

3759 schließlich ging eine Handvoll Anhänger weiter als es die meisten toleriert hätten und ermordeten Avré. Bei der nächsten Tagung des Rates wählte man einen Mann namens Amant zum Sohn.

25. 3759 bis 3846: Tólome, Vasall von Ojútolnán

Die Herkunft von Amant war unklar und doch wurde er Sohn. Wie erst später bekannt wurde, verhalfen ihm die Anhänger dazu, ja, er war sogar selber einer; einer der Männer, die Avré ermordeten und den halbherzigen Versuchen der Stadtwächter Mággirs entkamen. Amant vereinbarte mit Ojútolnán eine Unterstützung von Curiém, ohne dessen Rohstoffe, so meinte Amant, Tólome zukünftig keine Tribute mehr an Ojútolnán zahlen könne.

Weiterhin unterstützte Amant im Geheimen alle Versuche, Ojútolnán zu schaden. Er half ehemaligen Adligen, die nun als Briganten in Ajeaun lauerten und sorgte sogar dafür, dass tólomische Schiffe unter Piratenflagge von den Midaulin Isonnis aus ojútolnánsche Schiffe überfielen. Offiziell dagegen führte er eine Ojútolnán-freundliche Politik und tat alles, was Ojútolnán verlangte. Irgendwann wurde er von Vertrauten verraten und der Stadthalter Ajeauns erfuhr davon. Im Alleingang heuerte er Attentäter an und ließ Amant 3777 beseitigen. Er sorgte dafür, dass Miloux, der Sohn von Avré, neuer Sohn wurde.

Sohn Miloux II. tat alles, damit Ojútolnán Tólome nicht für die Unterstützung Gesetzloser vernichtete. Und es gelang ihm. Die freigewordenen Ressourcen setzte er ein, um Curiém zu helfen. Dieses befand sich in immer ärgerer Not, stark bedrängt von den Vobloochen.

Miloux II. war weder ein Anhänger des Freien Tólome noch wie seine Mutter. Sein erklärtes Ziel war es, das Beste für sein Reich zu schaffen. Neben der Hilfe für Curiém war seine Regierung geprägt von seinen zahlreichen diplomatischen Missionen zum Statthalter Ajeauns und dem Tolnán. Seit 3770 gab es eine Reihe schwacher Tolnáns, die schnell aufeinander folgend an der Regierung waren. Einer von diesen sah in harter Bedrängnis durch seine politischen Gegner und in knapper Geldnot. Die Diplomaten Miloux‘ handelten ein Angebot aus, nach dem Tólome sich seine Gebiete zurückkaufen könne, wenn dafür Ojútolnán den nächsten Sohn stellen dürfe.

Miloux II. willigte ein. So beendete er die Besatzung von Ajeaun und Lanc nach 80 Jahren, 3798. 10 weitere Jahre war er mit dem Wiederaufbau seines Landes beschäftigt, ehe er 3808 starb.

Sein Nachfolger war der von Ojútolnán wie geplant gestellte Sohn Camenió, nur eine weitere Marionette von Ojútolnán. Camenió regierte stets den Anweisungen des Tolnán folgend, auch wenn dieser bis 3824 noch mehrmals wechselte. Das Volk und die Anhänger des Freien Tólome waren natürlich gegen diese Haltung und so gab es so manche Rebellion gegen Cameniós Herrschaft. Immerhin aber verteidigte er zusammen mit Ojútolnán Curiém und Acalgiri (letzteres die Kolonie von Ojútolnán auf dem Ostkontinent) mehrmals gegen die Vobloochen.

3824 kam in Ojútolnán Boraz an die Macht. Boraz trug Camenió auf, das Bündnis Tólomes mit Aleca zu brechen. Tólome griff in der Folgezeit bis 3839 sowohl Aleca als auch Omérian an. Boraz und Camenió starben beide im selben Jahr, 3839.

Der neue Tolnán, Amuin, bestand aber auf sein Recht den Sohn stellen zu dürfen und berief seinen Cousin Arráces ins Amt. Während Amuin weit im Westen gegen Pervon ins Feld zog, sollte ihm Arráces den Rücken (sprich: den Osten) frei halten. Arráces führte längere Feldzüge gegen die Vobloochen (eigentlich verteidigte er Curiém nur), Aleca und Omérian.

3843 lehnte sich eine Vereinigung von Adligen der Küstenländer gegen ihn auf: Sie begannen im Kleinen und behinderten Händler und besonders Arráces‘ eigene Leute. Arráces ging hiergegen hart ins Feld und sandte immer größere Schutztruppen in die Küstenländer. Bald sahen deren Adlige sich in eine Art Guerillakrieg gegen Arráces verstrickt. 3845 wagten sie offene Angriffe auf Arráces‘ loyale Individuen. Sobald dieser davon erfuhr, sammelte er eine größere Armee und zog einmal quer durch die Küstenländer. Die meisten Aufstände konnte er blutig niederschlagen.

Doch das zog auch ebenso blutige Rache nach sich und 3846 wurde Arráces ermordet aufgefunden.

26. 3846 bis 3909: Tólome, wieder auf dem Weg zur Freiheit und unter der Großen Seuche

Die Küstenländer rebellierten danach offen gegen Ojútolnán und weigerten sich, einen weiteren Sohn aus Ojútolnán zu akzeptieren. Amuin hatte genug mit Pervon zu tun und befahl schließlich lediglich dem Rat von Tólome, für Ordnung zu sorgen. Diese wählten 3847 die Tochter Juvrenne.

Juvrenne verbachte Jahre damit, erst die Küstenländer von sich zu überzeugen und danach mehr Selbständigkeit für Tólome von Ojútolnán herauszuhandeln. Aber erst als 3867 Suquiras neuer Tolnán wurde, erhielt Tólome seine Unabhängigkeit fast völlig zurück. Juvrenne gelang die Aufrechterhaltung von Curiém, des eigenständigen Staates Tólome, einen Waffenstillstand mit Aleca und eine bessere Beziehung zu Ojútolnán. Dafür wird sie noch heute als eine der größten Töchter der Geschichte Tólomes geehrt. Vergessen darf man auch nicht ihre Abwehr kleinerer Angriffe aus Silûne und von Banditen aus dem Westen.

Juvrenne starb 3872, ihre Nachfolge trat der Sohn Argeille II. an. Diesem gelang lediglich eine Aufrechterhaltung der Beziehungen zu Ojútolnán. Er sah sich in seinem Land größeren Problemen gegenüber, welches mehr Einwohner fasste denn je zuvor. Die Kriminalität stieg an und es zogen sogar wieder Piraten vor der Küste los, die sich auf einige ihrer berühmteren Vorgänger von vor 1000 Jahren beriefen. Argeille II. unterstützte alle, die freiwillig nach Curiém ziehen wollten, doch das löste die Probleme nicht. Immer stärker verschmutzte Städte belasteten das Land und örtliche Seuchen erfassten immer größere Gebiete.

3892 schließlich begann die Große Seuche, die sich durch fast alle südlichen Länder (außer Nirza und den Nordwindinseln) fraß und Tausende von Toten hinter sich ließ. Niemand vermochte ihrer Herr zu werden, obwohl fieberhaft an Wundertinkturen geprobt wurde. 3895 erfasste die Seuche auch das Palastviertel von Mággir und Argeille II. erkrankte an ihr. Noch im selben Jahr sollte er sterben.

Da nicht mehr viel Auswahl im Land bestand, wählte der Reichsrat Intreunás III. zum neuen Sohn, in der bloßen Hoffnung, er würde seinen vorherigen Namensträgern zu Ehre gereichen.

Die ersten 3 Jahre verschanzte sich Intreunás III. auf seinem Landsitz in Parúni, um der Seuche zu entfliehen. Als sie 3898 endlich überstanden war, blieb er auf seinem Landsitz um von dort zu regieren. Genaugenommen genoss er eher seine freie Zeit für Vergnügungen – zumindest denen, die ihm sein kränklicher Gesundheitszustand erlaubte.

In Mággir und den Provinzen empörten sich bald allerorten Adlige, andere genossen eine relative Freiheit um ihre Mit-Adligen zu übervorteilen. Die Empörten dagegen begannen gegen Intreunás III. zu intrigieren und ließen ihn 3909 ermorden. Sein Nachfolger, der Sohn Tólaume, erwieß sich als stärkerer Herrscher.

27. 3909 bis 3946: Der große Vobloochensturm und Chaos über der Welt

4 Jahre relativer Anfangsruhe nutzte Tólaume zum Ausbau der Infrastruktur seines Landes. In dieser Zeit gab es in Curiém kaum noch Kontakt mit den Vobloochen und man erschloss das Land weiter. Tólaume hielt die in den letzten Jahrzehnten erstarkte Kriminalität in Grenzen und verstärkte wieder den Handel.

3913 war es dann soweit: die Vobloochen, die sich länger ruhig gehalten hatten, überfielen die Länder am Inselmeer. Wie sie so plötzlich an Hochseetaugliche Schiffe gekommen waren, ist bis heute unbekannt. Vielleicht hatten sie es sich von den Schiffen, welche die Kolonien befuhren abgeguckt oder irgendwo in noch unerforschtem Gebiet ein Land erobert, welches ihnen nun diese Schiffe bauen konnte. Wie auch immer, auf jeden Fall überzogen sie Ojútolnán, Omérian, Tandereis, Aleca, Pakama, Zardarrin, Phir Thameni, Tólome, Silûne und sogar Dhranor mit Krieg.

Tólaume verteidigte mit seinen Getreuen die Küste von Rú Bonaroux bis Arsullan. Ohne seine extremen Anstrengungen und Bemühungen, wäre Tólome wohl irgendwann überrannt worden, so wie es sich in Zardarrin zutrug. Doch auch Tólaume konnte nicht verhindern, dass die Küstenländer verwüstet wurden.

Der Vobloochensturm dauerte von 3913 bis 3927 und betraf die Kolonien des Ostkontinentes kaum. Vielmehr ihre Mutterländer waren es, die bestürmt wurden. In Tólome brandete der Krieg die vollen 14 Jahre über, wo die Vobloochen in Laneaun einen Brückenkopf erobern konnten. Offiziell begann der Sturm sogar schon 3910 mit dem Angriff auf Acalgiri und endete 3940 mit den letzten Gefechten dort. Tólome hatte sie schon 3927 zurückgeschlagen, bezahlte aber einen hohen Preis an Menschenleben und Material, welches die Vobloochen verschleppten.

Nachdem in Tólome wieder Ruhe eingekehrt und der Wiederaufbau in Gang war, kam Tólaume 3930 Omérian und Tandereis zu Hilfe, auch als Zeichen des guten Willens. Seit dieser Zeit sind besonders Omérian und Tólome enge Verbündete.

Wie man erst kürzlich erfuhr, mussten sich die Vobloochen zurückziehen, weil ein weiteres Riesenreich und Nachbar der Vobloochen, Catissa, diese überfallen hatte.

Tólaume starb nach einer aufreibenden Regierungszeit 3946, seine Nachfolge trat die Tochter Málaines II. an.

28. 3946 bis 3994: Der letzte große Krieg gegen Silûne

Curiém war während des Sturmes von den Vobloochen teilweise besetzt worden. Gleich nach ihrem Amtsantritt, machte sich Málaines II. daran, diese Gebiete zurückzuerobern und schaffte es nach 5 Jahren auch. Danach sah sie eine Chance für Tólome, endlich Silûne zu erobern und griff es 3959 an. In den 5 Jahren bis zu ihrem Tod sollten einige Gebiete noch mehrmals den Besitzer wechseln. Sie starb 3964.

Ihr Nachfolger wurde der Sohn Intreunás IV., 60. Herrscher von Tólome.

Intreunás IV. zeigte nur Verachtung für die Silûni und stellte sein eigenes Volk als ihnen überlegen dar. Es war bekannt, dass es in von ihm eroberten Gebieten öfters zu Exekutionen und Folterungen sogar der Zivilbevölkerung kam. Seine Armee wurde geführt von Adel und Soldaten, die so dachten wie er und die Silûni für ein altes, schon lange festsitzendes Übel betrachteten. In den 30 Jahren seiner Amtszeit beschäftigte er sich mit kaum etwas anderem als dem Krieg mit Silûne. Curiém musste für ihn Rohstoffe und Waffen liefern.

Doch gleichzeitig baute er die Freundschaft mit Aleca und Tander&Omérian aus, sorgte für mehr Handel zwischen ihren Ländern und einer gemeinschaftlichen, weiteren Erforschung des Ostkontinentes – diesmal ohne die Vobloochen zu reizen. Auch schaffte er es, dank des Krieges mit Silûne alle Adelsfamilien enger an sich zu binden, Unruhestifter an die Front zu schaffen und größtenteils Einigkeit unter den Ländern von Tólome zu verbreiten.

Intreunás IV. schaffte es, dass selbst die einfachsten Bauern Geschichten von gewalttätigen Silûni ihren Kindern erzählten und den Glauben an eine jahrtausendelange Feindschaft zu festigen. Der Panenfiress war schnell heftig umkämpftes Gebiet und beide Seiten hatten hohe Verluste in diesem Krieg, ohne je große Erfolge verzeichnen zu können. Schließlich starb Intreunás IV. 3994.

Im Rat gab es große Diskussionen, wer seine Nachfolge denn nun antreten solle. Letztlich einigte man sich auf einen fast schon neutralen Herrscher, der über dem uralten Hass gegen die Silûni stand und das Land vielleicht endlich wieder zu Größerem führen könne.

29. seit 3994: Die Gegenwart: Der große Bürgerkrieg von Tólome

Seit 3994 heißt der Sohn Solajo Fardena aus Telígas in Rardisonán (Teil von Ojútolnán)

Solajo ist der junge Spross einer Adelsfamilie aus Telígas und wurde nach Absprache des Rates und dem Tolnán in sein Amt berufen. Solajos erste Bemühungen galten dem Frieden mit Silûne, dem Frieden für Tólome. Nach nur einem Jahr unterzeichnete er ein Waffenstillstandsabkommen mit Bimûlan A’ten-Virauc, dem derzeitigen Ratgeber Silöns. Zum endgültigen Frieden kam es bis heute aber noch nicht, Solajo ist weiterhin bemüht. Der Panenfiress gilt seitdem als neutrale Zone, einem Streifen von 50 Flügen Breite.

3996 sah sich Solajo einem neuen Problem gegenüber: ein dummes Missverständnis in Laneaun führte zum Bürgerkrieg. Ein paar Revoluzzer in Laneaun waren mit einem Toljiken als Herrscher nicht einverstanden und begehrten auf, teilweise griffen sie sogar Solajo-treue Adlige an. Die Nachricht hiervon kam in Mággir zwar an, wurde aber auf dem Weg dorthin entstellt und letztlich fehl interpretiert. Solajo verstand, dass Invasoren in Laneaun gelandet seien und versuchten Tólome zu erobern.

Schnell entsandte er eine Entsatzungsstreitmacht nach Laneaun, welche die vermeintlichen Invasoren zurückschlagen solle. Als diese Streitmacht in Laneaun ankam, fassten es wiederum die Revoluzzer falsch auf und dachten, Solajo wolle ihren Aufstand blutig niederschlagen. Die Revoluzzer taten den ersten Schritt und griffen Solajos Soldaten an.

Solajo wiederum sah sich nun ernsthaft bedroht und entsandte mehr Leute, als die Revolution sich verbreitete und zur Rebellion umschlug. Nach und nach eroberten die Rebellen Ortschaften oder zogen andere Adlige auf ihre Seite. Bis heute ist diese Rebellion immer stärker angeschwollen und umfasst heute Laneaun und Teil von Lobileau und Ajeaun. Besonders hart umkämpft werden der Osten der Torchás, das Gebiet um Renáy und der Osten der Rhóndeis.

3997 dagegen gab es Erfreulicheres, als Parga Emaior, Milciar (Herrscherin) von Omérian und Nachfahrin von Amant Emaior, und Emoleand Scimazza, zukünftiger Milciar von Tandereis, ihre geplante Hochzeit bekannt gaben und dazu auch Solajo einluden. Dieser aber wurde wegen des Bürgerkrieges in seinem Land gebraucht und schickte deshalb als Stellvertreterin und Botschafterin seine Schwester Reelyar Fardena aus, Tólome bei der Hochzeit zu repräsentieren, begleitet von Sacir Engrau. Diese sollten noch so einige Abenteuer erleben, aber das ist eine andere Geschichte…

Söhne und Töchter von Tól und Ome

Tochter/Sohn Alter
1983 – 2071 Tól und Ome
(*1982) 2071 – 2130 Lían 1. Tochter 148
Tochter von Tól und Ome
(* ) 2130 – 2179 Mogaun Níjou 2. Tochter
Tochter von Lían und Alaun Isúm
(*2154) 2179 – 2228 Leajánne Níjou 3. Tochter 74
Tochter von Mogaun
(*2197) 2228 – 2237 Kelaura Níjou 4. Tochter 40
Nichte von Leajánne, starb im Kampf
(*2211) 2238 – 2301 Miloux Laqualle 1. Sohn 90
Admiral von Kelaura
(*2274) 2301 – 2359 Málaines die Friedliche 5. Tochter 85
Aus Lían
(*2311) 2359 – 2381 Dórnin Asoux 2. Sohn 70
General
(*2358) 2381 – 2479 Mágin Journas 3. Sohn 121
Aus Ahém
(*2444) 2479 – 2533 Rúgeaun 6. Tochter 89
(* ) 2533 – 2542 Sináque 4. Sohn
Ermordet
2542 – 2551 Bürgerkrieg
(*2508) 2551 – 2592 Jáneur 7. Tochter 84
Aus Mággir, ermordet
(*2570) 2592 – 2635 Sámeidan 5. Sohn 65
Sohn von Jáneur, ermordet
(* ) 2635 – 2649 Géimoux 6. Sohn
Im Kampf gefallen
(*2621) 2649 – 2661 Amoujain, die Wahnsinnige 8. Tochter 40
Tochter von Sámeidan, ermordet
(*2630) 2661 – 2712 Esaun 9. Tochter 82
(*2673) 2712 – 2758 Lamant 7. Sohn 77
(*2741) 2758 – 2814 Simaine 10. Tochter 73
Ermordet
2814 – 2842 Bürgerkrieg
(*2801) 2842 – 2871 Jéndaun 8. Sohn 70
(*2832) 2871 – 2909 Aumín 9. Sohn 77
(*2881) 2909 – 2960 Míjousa 11. Tochter 79
(*2941) 2960 – 2997 Niráce Jardgeault 10. Sohn 56
Starb im Wahn / verschwunden
(*2955) 2997 – 3016 Umean 12. Tochter 81
(*2994) 3016 – 3042 Masjíque 13. Tochter 54
3048 im Bürgerkrieg gefallen
3043 – 3059 Bürgerkrieg
(*3027) 3060 – 3097 Intreunás 11. Sohn 70
(*3054) 3097 – 3126 Auleáns 14. Tochter 72
(*3084) 3126 – 3154 Tárline 15. Tochter 70
(*3122) 3154 – 3183 Chámaun 12. Sohn 61
(*3151) 3183 – 3214 Aljúmas 13. Sohn 63
Aus Rardisonán
(*3171) 3214 – 3239 Launís 14. Sohn 68
Ermordet
(*3204) 3239 – 3275 Gaílaune 16. Tochter 71
(*3239) 3275 – 3314 Chánis 17. Tochter 75
(*3284) 3314 – 3356 Ofaulia 18. Tochter 72
(*3331) 3356 – 3389 Jómaz 15. Sohn 68
Aus Rardisonán
(*3374) 3389 – 3414 Quináus 16. Sohn 41
3415 ermordet
(*3341) 3416 – 3449 Tremaun 17. Sohn 108
(*3412) 3449 – 3487 Jauna 19. Tochter 75
(*3471) 3487 – 3543 Alagné 18. Sohn 72
(*3508) 3543 – 3549 Equíne 19. Sohn 41
Ermordet von Irlaune
(*3519) 3549 – 3561 Irlaune 20. Tochter 42
(*3523) 3561 – 3589 Noisjeanne 21. Tochter 66
(*3556) 3589 – 3612 Armeaun 20. Sohn 66
(*3581) 3612 – 3634 Intreunás II 21. Sohn 53
(*3601) 3634 – 3669 Gosiqué 22. Tochter 68
(*3640) 3669 – 3705 Tremaun II 22. Sohn 65
(*3680) 3705 – 3723 Argeille 23. Sohn 43
Von Ojútolnán erschlagen
(*3695) 3723 – 3759 Avré 23. Tochter 64
(*3719) 3759 – 3777 Amant 24. Sohn 58
Ermordet
(*3739) 3777 – 3808 Miloux II 25. Sohn 64
(* ) 3808 – 3839 Camenió 26. Sohn
(*3802) 3839 – 3846 Arráces 27. Sohn 44
Ermordet
(*3821) 3847 – 3872 Juvrenne 24. Tochter 51
(*3839) 3872 – 3895 Argeille II 28. Sohn 56
(*3876) 3895 – 3909 Intreunás II 29. Sohn 53
(*3881) 3909 – 3946 Tólaum 30. Sohn 65
(*3911) 3946 – 3964 Málaines II 25. Tochter 53
(*3942) 3964 – 3994 Intreunás IV 31. Sohn 52
(*3971) 3994 – jetzt Solajo Fardena 32. Sohn
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