KAgüE 04 Tarle

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tarle

1. 2500 bis 0dF: Budarsien und sein Nachfolger Darite

Tarle ist zwar nicht wirklich ein eigenständiges Land, wird aber im Allgemeinen so behandelt.

Wann im Gebiet des heutigen Tarles sich die ersten Staaten bildeten oder welche Völker und Stämme hier ursprünglich siedelten, ist nicht mehr festzustellen. 2500vdF siedelten bereits Colite-Stämme im Gebiet. Die älteste noch bekannte größere Siedlung war Arlun. Um 2000vdF herrschte ein König aus Arlun, Aerwinthen, über das Land von Budarsien, dessen Name von seinem größten Stamm, den Budarsen stammte. Arlun lag an den heute Arlunhügel genannten Hügeln. Die Budarsen lebten, neben anderen Stämmen, in der heutigen Udarebene.

Budarsien hielt sich lange Zeit recht stabil. Die heutige Bedrohung durch Pervon gab es damals noch nicht. Um 1000vdF muss es gewesen sein, als Budarsien von anderen Colite-Stämmen aus dem Westen überrannt wurde. Es bildeten sich die Länder Harite und Darite, Letzteres als Nachfolger des heutigen Budarsien. Im 8. bis zum 7.Jh.vdF eroberte Darite Ländereien von Manthen und Harite und gründete Malrunn, eine Burg mitsamt Siedlung, Grundstein der späteren Festen-Kultur.

Es gab so manchen Konflikt zwischen Darite, Harite, Manthen und Suraez, doch jahrhundertelang gab es nur kleine Grenzverschiebungen. Mit dem entstehenden Problem der zu dichten Bevölkerung in Darite begannen einige, in das heute Udarwald genannte Gebirge abzuwandern, da in dessen Tälern damals kaum jemand lebte. So entstand irgendwann im 1.Jahrhundert dF dann auch unbemerkt Tarle, aber dazu später.

2. 0 bis 2000dF: Kampf gegen Pervor, Provinz Dariten von Lurruken und Udar

Vorher nämlich erstarkte Pervon, damals noch Pervor. Es begann damit, dass Pervor immer stärkere Anstrengungen unternahm, Darite und Suraez zu unterwerfen. Diese Kriege wurden immer verheerender. Darite baute Grenzbefestigungen, von denen heute keine mehr existiert.

Schließlich eroberte Pervor in knapp 50 Jahren Darites südlichen Nachbarn Suraez, aber nur das Gebiet westlich des Vergessenen Gebirges. Die Städte östlich davon, besonders Saerbrow und Rudire, blieben unabhängig. Viele Leute, teilweise ganze Stämme, flohen aus Darite und Suraez in den Osten, ließen sich in den damals noch dünn besiedelten Kaltländern nieder und gründeten dort so manches eigenes Reich. Darite hielt dem Ansturm zwar stand, verlor aber Gebiete im Westen.

Im Osten entstand langsam Lurruken und Darites Nachbarn (z.B. Demirus und Esirem) gerieten unter dessen Kontrolle. Unter der Dynastie von Vaiaris entstanden immer größere Konflikte zwischen Lurruken und Darite. Schließlich unterlag letzteres um 1750dF und blieb als Dariten zuerst knapp 120 Jahre Provinz von Lurruken. Tarle aber blieb frei. Neue Provinzhauptstadt von Dariten wurde Badros (Badiros).

Mareyn befreite dank der Unterstützung von Tamirús Dariten 1869 von Lurruken, de facto blieb es aber Vasallenstaat. 178 Jahre später war es Dunnic, der es dank geschickter Verhandlungen schaffte, das Land zu befreien. Nun hieß es Udar und seine Hauptstadt war Badros.

Dunnic hinterließ dem Land noch Reformen und eine neue Verfassung, nach der die Fürsten der Städte und Gemeinden sich gemeinsam beraten und das Land vereint regierten.

3. 2000 bis 3000dF: Kriege an allen Seiten

Nach 2000 ging es mit Lurruken rapide bergab und bald zerfiel es in mehrere konkurrierende Staaten, wie schon zuvor. In dieser Zeit erstarkten Udars Nachbarn Pervon und Haret (früher Harite und Süd-Manthen). Auch die Beziehungen zwischen Tarle und Udar, einst verstärkt durch Verwandtschaften, zerfielen zusehends.

Die nächsten 600 Jahre sahen sich Udar und Tarle einerseits von dem jeweils anderen, meist aber auch von Pervon, Haret, dem einige Zeit existierenden Berloon, inneren Despoten und Streitigkeiten konfrontiert. Die Zeit war geprägt von einem starken Bau von Grenzbefestigungen und Burgen. Die meisten der heute existierenden großen Festungen entstanden in dieser Zeit. Gulrunn z.B. wurde auf den Ruinen der Stadt Malrunn errichtet. Malrunn war einst Daritenische Stadt, in einem Krieg aber von Haret erobert worden. In einem weiteren Krieg hunderte Jahre später eroberte Udar es zurück. Dabei wurde Malrunn jedoch zerstört. Wenig später errichtete man den Grundstock (die heutige Burg) zu Gulrunn.

Nach 2600 folgte ein harter Krieg gegen Pervon. In 150 Jahren Krieg wurden Tarle und Udar völlig verwüstet. Doch Pervon konnte sich nicht wirklich etablieren. Arlun wurde zerstört, Moson von den Invasoren gegründet um von dort aus das Land zu kontrollieren, musste sich aber für 200 Jahre meist auf fast nur dieses konzentrieren. Ende des 30. Jahrhunderts verbündeten sich die verbliebenen örtlichen Fürsten ein letztes Mal um Pervon endlich zu vertreiben.

4. 3000 bis 3600dF: Das dunkle Zeitalter

Die nächsten 600 Jahre waren ein erneutes dunkles Kapitel für Tarle. Die Fürsten, Festen und Städte zerstritten sich zusehends. Jeder herrschte praktisch nur noch über das umliegende Land seiner Burg, Kriege gegeneinander waren nicht selten. Manchmal versuchte ein besonders starker Fürst sich über die anderen zu erheben, dies klappte aber – wenn überhaupt einmal – selten länger als für die Lebenszeit eben dieses Fürsten. Auch wurden hin und wieder einige Opfer von Harets Nachfolgerstaaten oder Pervon. Diese hatten aber meist genug eigene Probleme.

In dieser Zeit etablierte sich der Name „Tarle“ für diese zerstrittene Gemeinschaft. Alte Tugenden und Wissen gingen verloren und selbst innerhalb der Festen war der Name Udar nur noch eine alte Legende und Name der Ebene. Als die stärksten Fürsten dieser Zeit stellten sich Cirmaen, Kaltric, Thalgren, Gulrunn, Lergis und Begghyrnn heraus.

Ab dem 32. Jahrhundert näherte man sich wieder an. Maeboc tin Dor’Cirmaen und Kennaecky tin Dor’Gulrunn waren die ersten, welche die Waffen beiseite legten und einen Handelspakt schlossen. In den folgenden 200 Jahren kamen die Kämpfe in Tarle fast völlig zum erliegen. Dann aber meldete sich Pervon wieder. Lange Zeit gebunden an seinen westlichen Grenzen, hatte es nun wieder Interesse am Osten. Kaltric und die westlichen Burgen sahen sich bedroht. Erstmalig wurde ein landesweiter Kriegsrat einberufen und alle Festen kamen dem Westen zu Hilfe.

5. seit 3600dF: Die Gegenwart

Die letzten Jahrhunderte waren geprägt von diesem Kampf ums Überleben. Tarle gewann mehr Verbündete gegen Pervon und unterstützte seinerseits nun auch die Freien Städte des Echris Sirenn und Syrisrer in ihrem Kampf. Im Osten sahen sich Gulrunn manchem Angriff aus Sacaluma (heute A’Lhuma) ausgesetzt. Lergis und Borrown bewachten die Grenze zum von Ijenreich besetzten Demirn.

Mittlerweile ist Tarle eine Art Konföderation zahlreicher kleiner Stadtstaaten. Jede Feste hat ihren eigenen, gewählten Rat und einen ebenfalls gewählten Festungsherrn, den Galryrm. Die Galryrms und ihre wichtigsten Berater treffen sich einmal jährlich, meist im zentral gelegenen Badros, beraten sich und verhandeln. Einst war diese Versammlung nur für Kriegszeiten gedacht, mittlerweile ist sie feste Institution.

Die Tarler von heute, stets bedroht von allen Seiten, sehen sich als Bewahrer der Freiheit und Beschützer der schwächeren, bedrohten Staaten. Die wichtigsten Festen sind Cirmaen, die inoffizielle Hauptstadt, Thalgren, Kaltric, Gulrunn, Lergis, Begghyrnn, Harden und Kuthaern (Wüstentor). Badros, Moson, Borrown, Pertihonn und Narrkuva sind die größten Orte.

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