Aphorismus 16: Nachleben

November 23, 2013

Nach dem Tod eines Menschen ist alles was vorher noch so scharf kritisiert wurde, plötzlich oft das größte Meisterwerk.


Aphorismus 17: Neid

November 22, 2013

Die schönste Anerkennung ist oftmals der Neid; er äußert mehr Bewunderung als es bloße Anerkennung könnte.


Aphorismus 18: Glück

November 21, 2013

Um glücklich zu sein, musst du leben können.


Aphorismus 19: Verehrung und Besonderheit

November 20, 2013

Es ist nur besonders, wahr und liebenswert, was man selber (oder ein aufgenommenes Teil des eigenen Selbst) erschaffen hat.


Aphorismus 20: Kreativität

November 19, 2013

Alle nicht-kreative Tätigkeit ist sinnlose Zeitverschwendung; allerdings ist manchmal etwas Ruhe und Erholung von nöten, dies liegt in der Natur des Menschen als Stück der Natur begründet.


Aphorismus 22: Die Menschheit

November 16, 2013

Die Menschheit ist das unbedeutendste im Universum, das man sich denken kann


Aphorismus 91: Die Erinnerung lässt sich ändern

November 15, 2013

Erinnerung ist änderbar.
Die persönliche täuscht sich schon von Natur aus leicht, ergänzt oder verändert aus subjektiven Vorlieben heraus. Da wird aus einem Gespräch eine Beleidigung weil die selektive Erinnerung nur die provokante Bemerkung zu beginn hervorhebt. Ältere Erinnerungen werden vielleicht gar völlig fiktiv da einzelne Stellen vergessen, andere geändert und weitere hinzu gesponnen wurden.
Nun lässt sich diese subjektive Erinnerung aber natürlich nur durch den eigenen Willen, selektivem Vergessen oder gewaltsamen Eingriff in die Psyche durch eine andere Person ändern.
Erinnerung, für die es keine lebende Person mehr gibt, die sich aktiv daran erinnern kann oder bei der passive Erinnerungen ausgelöst werden könnten – das sind die Erinnerungen, die man ändern kann. Sie sind nur über ein Medium weitererinnerbar, und dieses Medium ist die Schwachstelle.
Jedes Medium, dass der Mensch bisher verwendete, war manipulierbar. Erzählungen, Gesänge, Geschriebene Wörter, sogar Fotos und Filme lassen sich ändern.
Epikur schrieb ganze Bände – alles was noch daran erinnert sind 3 Briefe und wenige Fragmente. Wer sagt uns, dass das wirklich er war?
Wer sagt uns, dass es die Zeit überhaupt wirklich gab?
Es lässt sich erschließen aus der Vermengung zahlreicher Einzelerinnerungen. Doch je später man geht, desto unzuverlässiger und bruchstückhafter werden diese.
Irgendwann ist jede Erinnerung vorbei, irgendwann ist jeder vergessen oder sein ideales Abbild, sein Idol, zu einer Legende und damit etwas anderem geworden. Letzteres ist wiederum ein Punkt für die veränderte Erinnerung.
Man kann sich jede Erinnerung schaffen, wenn man es will. Nur ist ist heute für den Einzelnen schwieriger als früher. Kollektive und Regierungen haben die Macht.


Aphorismus 34: Lineare Morphologie

November 13, 2013

Wer nur auf Konkatenation setzt liebt wohl den Stress


Aphorismus 40: Wahrer Schrecken

November 12, 2013

Nur das Reale kann wahrer Horror sein, nur das eigentlich Harmlose kann die Psyche in wahren Schrecken verwandeln.


Aphorismus 86: Selbsttäuschung der Liebe

November 9, 2013

Du lernst ihn kennen.
Du glaubst in ihm das zu sehen was du dir wünscht.
Du verliebst dich in ihn.
Du gibst dich selber auf um bei ihm zu sein.
Doch würdest du ihn wirklich lieben, würdest du ihn lieben wie er ist.
Gäbe es soviel Streit um Ansichten, darüber, ob man den anderen nun mag, über zahllose Nichtigkeiten, wenn er der richtige wäre?
Zwinge ihn nicht, dass zu sein was du haben willst.
Lerne ihn kennen und dann wirklich lieben.
Und vielleicht tut er es auch.