Eine ironische Polemik an philosophische Schriftsteller

Philosophen! Was sind schon Philosophen! Für etwas besseres halten sie sich. Weil sie beobachten. Meist nur an sich, leider zu selten an anderen, denn ’nur wer in sich gekehrt ist, wird der Welt teilhaftig.‘ So sagen sie zumindest. Doch ist dies alles dann ja lediglich rein subjektiv. Um dies abzuschwächen, studieren sie auch die Ansichten anderer, doch! nur die anderer Philosophen. Wehe dem, der solchen Gestalten begegnet. Stets wissen sie alles besser, meinen die Antwort schon zu haben und einen durch logische und rhetorische Tricks dazu zu bringen, dies auch zu glauben. Doch ach! Wie oft ist stumpfer Unsinn darunter? Und wie viele andere überzeugen doch weder als Literat noch als Redner! Doch um einen Hörer oder Leser einschlafen zu lassen braucht es sicherlich auch Talent. Was bringen uns diese nutzlosen, nie arbeitenden, nur rumsitzenden, nur lesenden, denkenden, redenden, diskutierenden und schreiben Gestalten denn schon? Werden sie wohl je aussterben? Philosophen, diese Ansammlung von Idioten, die alle meinen, sie selber hätten Recht, ja, sie selbst, doch niemand sonst auf der Welt. Sie nennen die anderen, ebenso selbst ernannten Philosophen, die Unrecht haben, Schwachköpfe. Sie schreiben Polemiken, die andere diffamieren, die sie selber als die einzig Wahren darstellen. Arrogant und selbstverliebt sind sie, exzentrisch und weltfremd. Und doch wagen sie, über die Welt zu sprechen. Ach, was wäre diese Welt doch bloß ohne sie!

Schriftsteller! Was ist schlimmer, ein Schriftsteller oder ein Philosoph? Auch Schriftsteller nerven uns mit ihren nie enden wollenden geistigen Ergüssen, und nur die wenigsten davon sind jemals zu etwas mehr zu gebrauchen denn zum Heizen an kalten Wintertagen. Sinnlose Aneinanderreihungen inhaltsloser Wörter zu Absätzen und Absätze zu Texten. Fast keiner dieser selbst ernannten geistigen Genies kann mit guten Ideen aufwarten, fast alle sind selbstverliebt und überschätzen sich. Diese geistige Elite, eine Ansammlung von sozialdarwinistischen Menschenfressern, Bestien, aber auch einigen unverbesserlichen Träumern, ohne Ziel und ohne Verstand. Was bringen sie uns? Kurzfristige Unterhaltung zum Vergessen unserer Leiden? Doch taugen die meisten überhaupt nichts! Und gerade die, welche es wagen, andere zu diffamieren, die besser sind als sie selbst, sind oftmals die Schlechtesten. Doch Erfolg bedeutet nicht Talent, Geld nicht Können, doch nur der Masse hinterreden zu können. Und so mancher kann schon deshalb allein seinen Einkaufszettel zu Geld machen.

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One Response to Eine ironische Polemik an philosophische Schriftsteller

  1. Réka sagt:

    Ironie zeichnet sich meines Erachtens dadurch aus, dass sie sofort als solche zu erkennen ist. auf mich wirkt dieser Text aber eher wie eine Verärgerung, die im tristen Alltag so oft vorkommt und sich hier gerade Luft verschafft. Die Ironie ist einfach noch zu wenig offensichtlich.

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