Tuberkulose am Institut für Linguistik Leipzig

„Studenten, die in diesem Semester eine oder mehrere Sitzungen am Seminar „Phonologische Domänen“ teilgenommen haben, werden gebeten, sich umgehend bei der Tuberkulosefürsorge des Städtischen Gesundheitsamts zu melden (Telefon: 0341/123-6869; e-mail: silke.reimann@leipzig.de).“

Quelle

Na wie gut, dass ich da nicht war. Denn das ist genau mein Gebiet.

Meine Frage ist da, wie ist es dazu gekommen? Und: wenn man befürchtet, dass einzelne Zuhörer infiziert sind: diese haben doch auch andere Seminare besucht? Was ist damit?

Kurz etwas zu Tuberkulose (Schwindsucht): „Sie führt die weltweite Statistik der tödlichen Infektionskrankheiten an“. Übertragen wird sie durch ein Bakterium. Bei nur bis zu 10% der Betroffenen soll die Krankheit ausbrechen – da möchte ich nicht wissen, wieviele wirklich infiziert sind. Nun gut: ein Drittel der Weltbewölkerung soll ihn in sich tragen.

Verbreitet wird das Bakterium meist durch Tröpfcheninfektion – nach einem Huster können sie noch stundenlang im Raum herum schweben. Wobei man sich auch bereits bei Tieren anstecken kann. Auch sexuelle Kontakte und Tierfleisch kann Schuld sein. Behandelt wird sie mit einem Antibiotika. Diese sind allerdings teuer, weshalb die Krankheit in ärmeren Gebieten der Welt sehr verbreitet ist. Zusammen mit AIDS ist sie so die häufigste Todesursache in Afrika.Gute Ernährung, viel Tageslicht und Hygiene helfen bereits, Tuberkulose einzudämmen.

Symptome können Entzündungen in der Lunge, Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, leichtes Fieber und Hüsteln sein. Später starker Husten mit Schleim, Brustschmerzen, Atemnot und alle anderen Symptome, nur verstärkt. Auch gibt es Abwandlungen des Ganzen, so kann die Tuberkulose neben der Lunge auch andere Organe befallen.

Festgestellt wird die Tuberkulose durch Hauttests, Röntgen sowie dem Auswurf. Eine zuverlässige Impfung gibt es nicht. Schon zu Zeiten von Hippokrates war die einzige Therapie: „Gut essen, wenig körperliche Arbeit, keine Frauen.“ und nicht öffentlich spucken!

Nach dem sie im Mittelalter weniger verbreitet war, gab es in der Neuzeit einen Höhepunkt der Krankheit, der bis Heute anhält. Schuld daran sind vor allem Migrationen aus den betroffenen Regionen in andere.

Nun wissen wir ein wenig mehr zur Tuberkulose. Interessant wird es zu betrachten, wie sich das ganze so am Institut entwickelt. Neben der Instituts-Homepage gab es jedoch keinerlei öffentliche Information.

Letztlich kann sogar ein Hypochonder wie ich keine dieser Symptome an sich entdecken, auch glaube ich mich durchaus gut genug zu ernähren und hygienisch genug zu sein. Trotzdem erschreckend zu sehen, wie allgegenwärtig eine so tödliche Krankheit doch immer noch ist…

Und nicht vergessen: spuckt nicht auf öffentliche Plätze! (Oder lasst sonstige Ausscheidungen dort) Und immer auf die Sexualpartner achten. – So, jetzt aber genug der Reden.

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