Geschichten aus Lurruken, Teil V: Flucht nach Maggir

Eine neue Geschichte ist fertig. Thematisch völlig Horror, gebe ich hier mal als Auszug den Prolog sowie das erste Kapitel wieder:

Andre Schuchardt

präsentiert

Flucht nach Maggir

Geschichten aus Lurruken, Teil V

V.0.3.150608

© 2008 Andre Schuchardt

kaltric@gmx.net

Prolog

Mein Name? Aber was tut der zur Sache? – Doch seid euch gewahr, dass ihr hier das Vergnügen mit Laudar Rennois aus dem Dorfe Nouán nah des Amantkammes habt. Und ich… – ja, ich diente den Söhnen und Töchtern Tóls und Omés bereits so lange ich vernünftig zu denken vermag – zumindest ehedem tat ich dies, doch nun kann ich es nicht mehr. Jedenfalls erinnere ich mich noch gut an unsere Kriegerin Míjousa und natürlich auch an unsere liebe Herrin und Retterin Umean. Am besten jedoch erinnere ich mich – und dies ganz und völlig zu meinem allergrößten Leidwesen! – an den Sohn Niráce Jardgeault, den letzten der Herrscher Líans. Auch wenn ich diese Erinnerungen schon oft und lange versucht habe zu verdrängen und zu vergessen, bisher war es mir nicht vergönnt. Zu meinem tiefsten Bedauern gelang es mir noch nicht – denn in diesem meinem hohen Alter habe ich noch immer so ein entsetzlich gutes Gedächtnis wie in meiner frühesten Jugend – ein gar grausamer Fluch, so will es mir nun erscheinen – und deshalb – ja, deshalb breche ich hiermit schließlich mein mir selber gegebenes Gelöbnis des ewigen Stillschweigens, entsinne mich noch einmal tief gehend all dieser schrecklichen Geschehnisse und schildere es euch, da ihr ja der Warnung nicht hörig wart, auf dass ihr es an die Öffentlichkeit bringt und ich endlich meine Ruhe und meinen inneren Frieden finde, und es allen noch folgenden Söhnen und Töchtern Tóls und Omés eine Lehre und auch Warnung sein möge!

Lasst mich mit dem Abend des 22. Tages des Jahres 2977 beginnen, einem wunderschönen Tóltag des jungen Frühlings, an welchem Niráce aber den Grundstein zu seinem späteren Fehler und Verderben legen sollte, der unser aller Untergang hätte bedeuten können. Damals, als ich noch einfacher Kammerdiener am Hofe Líans war. Doch bekam ich alles interessante des Palastlebens stets von irgendwo her immer noch als einer der ersten mit. Die Ereignisse des besagten Abends nun zum Beispiel, trug mir später das aufgeregte Geplapper der stets neugierigen Dienstmädchen zu hören, deren Aussagen geordnet mich nun zu den folgenden Schlüssen führen. In dieser stürmischen Nacht nach dem schönen Tag nun also, beschloss der Sohn mit seinen engsten Vertrauten, Beratern und Kriegsführern die Rückeroberung des Hafens Begót, dessen Verlust er doch schuldig war; welches er doch Jahre zuvor aufgrund seiner stümperhaften Herrschaft verloren hatte – oder besser gesagt, aufgrund seines Fehlens an Herrschaft und seiner ständigen Suche nach irgendwelchen dunklen Gestalten, die ihm angeblich irgendwo auflauern und umbringen mochten und anderem, das alles zu sehen nur er in Stande war – ach, dieser arme Wahnsinnige! Um Begót nun wieder, wie er es nannte, unter die Ordnung und das Recht von Lían zu bringen und es zu befrieden, wollte er ausziehen.

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noch weiter? kontaktiert mich.

Diese und weitere Geschichten auch auf:

www.keinVerlag.de/kaltric.kv

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